Zur Lage der Weltwirtschaft

SpOn-Kolumnist Thomas Fricke sieht weltpolitische ja Parallelen zu der Weltwirtschaftskrise von 1929 und den damaligen Aufschwung rechtsnationalistischer Regierungen.

Spiegel Online: Stürzt die Welt zurück in die Dreißiger? – „Je stärker der Einfluss der Finanzsphäre, desto stärker der Eindruck, dass die gewählten Politiker die Kontrolle verlieren. (…) Damals folgte dem Börsen- und Bankencrash politisch fast überall in Europa ein Rechtsruck. (…) Nach dem Historiker Pierre Milza trug zur politischen Eskalation in den Dreißigern bei, dass sich überall „die Mittelschicht, getrieben von Abstiegsängsten radikalisierte“ (…) und sich „die Eliten als unfähig erwiesen, auf die tiefe Krise (des Liberalismus) zu reagieren“.

Workshop-Trickfilm vom Filmfest nun online

Die Bänke spielten eine wichtige Rolle beim Trickfilm-Workshop auf dem Weiterstädter Filmfest.

Das Ergebnis des Trickfilm-Workshops mit Kyne Uhlig und Nikolaus Hillebrand von der Kölner Trickfilmwerkstatt „niky-bilder“ auf dem Weiterstädter Open Air-Filmfest steht inzwischen online. Kyne Uhlig und Nikolaus Hillebrand machen Sachtrickfilme (Stop Motion-Filme), es werden also Gegenstände Stück für Stück bewegt.

Echo online vom 14.8.2016: In drei Gruppen werden mit wechselnden Kamerajungs und -mädchen kurze Szenen gedreht

Verkaufsoffene Sonntage und der Dr. Seegmüller

HR Info hat einen 24 Minuten langen Beitrag zum Tauziehen um die verkaufsoffenen Sonntage.
Ich habe dazu nochmal in die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts geguckt, die seit November 2015 die Sonntagsöffnungen höchstrichterlich einschränkt (Normenkontrolle einer Verordnung zur Ladenöffnung an einem Marktsonntag) und da stellte ich fest, dass (ok, das ist jetzt eher für Weiterstadt witzig, weil dort ein entsprechendes Möbelhaus steht) unter den Richtern ein Dr. Seegmüller war.

BVerwG: Rechtsverordnung über Ladenöffnung an einem Marktsonntag unwirksam – Bei verfassungskonformer Auslegung dieser Vorschrift ist die Öffnung von Verkaufsstellen mit uneingeschränktem Warenangebot nur dann mit dem Sonntagsschutz vereinbar, wenn der Markt und nicht die Ladenöffnung den öffentlichen Charakter des Tages prägt. Dazu muss der Markt für sich genommen – also nicht erst aufgrund der Ladenöffnung – einen beträchtlichen Besucherstrom anziehen, der die zu erwartende Zahl der Ladenbesucher übersteigt. Außerdem muss die Ladenöffnung auf das Umfeld des Marktes begrenzt bleiben.

„Göttliches Doping“ und andere Links zum Thema

Passend zur Fußball-EM hat correctiv.org ein paar Links zum Thema Doping verschickt.
correctiv.org: Recherchen zum Doping im Fußball
Tageblatt, Zeitung fir Lëtzebuerg: Keine Bluttests von allen EM-Spielern
arte.tv: Die Dopingspirale, läuft auch am 16. Juni, 8.55 Uhr, und am 8. Juli, 9.20 Uhr, auf Arte im TV.
ARD: Geheimsache Doping – Showdown für Russland
Und zum Schluss noch ein Video, Bayrischer Rundfunk: Göttliches Doping – Sind gläubige Sportler besser?

Deutsche Pflegeheime unter der Lupe

Die Noten für Pflegeheime setzen sich tatsächlich aus vielen kleinen Noten zusammen und am Ende kommt eine Durchschnittsnote raus.

Correctiv.org: Analyse von Correctiv und „Welt“ zeigt Mängel bei 60 Prozent aller Pflegeheime – Jedes Jahr werden deutsche Heime vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) geprüft und erhalten eine Pflegenote. Die meisten Heime schneiden „sehr gut“ ab, der Notendurchschnitt liegt bundesweit bei 1,2. Tatsächlich sagt diese Note kaum etwas aus über die Qualität der Pflege: Ein gut lesbarer Speiseplan kann einen mangelhaften Umgang mit Medikamenten ausgleichen.

Das mit den Noten hatte ich zwar am Anfang befürchtet, aber nicht geglaubt, dass das tatsächlich so beschlossen würde. Da muss es doch wie bei der Stiftung Warentest Kategorien geben, die automatisch zur Abwertung führen, beziehungsweise die Gesamtnote begrenzen.
Nur warum komme ich darauf, dass bei sowas ein Durchschnitt nicht sinnvoll sein kann, und die Experten nicht? Oder ist das jetzt der Dunning-Kruger-Effekt, also das eigene Können überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen?

Darmstadt-Links: Stadtsoziologie, 2x Marco Koch, myFoodMap.de, h_da, TU Darmstadt, Haftpflichtkasse Darmstadt

Nach einer Woche ist die Kunde vom Derby auch im Mittelmeer angekommen. Mallorca Magazin: 530 Personen nach Hessen-Derby vorläufig festgenommen

macwelt.de: TU-Darmstadt Studie, 60 Prozent deutscher Internetnutzer gegen Handel mit ihren Daten

Der Darmstädter Marco Koch, Weltmeister über 200 Meter Brust in der Weiterlesen

Ist „Die Partei“ in Darmstadt wirklich „Die Partei“?

Zehn Listen treten zur Kommunalwahl in Darmstadt an, neu ist unter anderem „Die Partei“. Eigentlich kennt man sie von der Bundesebene her, bei der Darmstädter „Partei“ gibt es jetzt Zweifel, ob die wirklich „nur“ Satiriker wie ihr Parteichef Martin Sonneborn sind:

Echo online: „Die Partei“ warnt vor der eigenen Wahlliste in Darmstadt

Echo online: Darmstädter Ableger der satirischen „Die Partei“ fällt mit rechtspopulistischen Tönen auf

P-Magazin: Die Partei Darmstadt – gar nicht lustig?! – Vergleicht man den Inhalt der Seite „Volksvetokraft.de“ mit der Seite „Die Partei Darmstadt“ ergeben sich klare textliche Übereinstimmungen, teilweise eins zu eins. Die Plakate von „Volksvetokraft“ erscheinen ebenso unter dem Partei-Logo von „Die Partei“. Und im Impressum beider Seiten erscheint der gleiche Name als Verantwortlicher, der sich auch auf der Darmstädter Wahlliste befindet.