„Loop 5“ öffnet Freitag in Weiterstadt

Morgen (9. Oktober) ist es soweit, der Schrecken des Darmstädter Einzelhandels öffnet in Weiterstadt seine Pforten: Das Einkaufszentrum „Loop 5„. (Reguläre Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 10 Uhr bis 22 Uhr 21 Uhr – seit 1. Februar 2010.)

Nachtrag: Inzwischen sind die Öffnungszeiten nochmal geändert worden:
Montag – Donnerstag
Geschäfte: 10 Uhr bis 20 Uhr
Food Court: 10 Uhr bis 21 Uhr

Freitag – Samstag
Geschäfte: 10 Uhr bis 21 Uhr
Food Court: 10 Uhr bis 21 Uhr

Wurden außen noch ein paar Feinheiten poliert, durfte man beim Pressetermin innen schonmal die MIG 21 suchen. (Oben an der Decke.)

Die MIG 21 hängt dort, weil im „Loop 5“ der Name Programm sein soll. Weiterlesen

„anders? – cool!“ – Ausstellung in Kranichstein

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen präsentiert der Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bundes (IB) diese Woche im Café Chillmo die Wanderausstellung „anders? – cool!“Die Veranstaltung, die Darmstadt Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne) eröffnete, findet in Kooperation mit dem IB-Jugendcafé Chillmo, der Kinder- und Jugendförderung des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt statt. Künstlerisch begleitet wurde der Auftakt unter anderem von der Tanzgruppe „Callisto“ unter der Leiterin Olga Moschewitzina.

Die multimediale Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leben zugewanderter Jugendlicher in Deutschland. Sie richtet sich an zugewanderte und einheimische Jugendliche. Der IB will aber auch Mitarbeiter sozialer Einrichtungen, Lehrer, Politiker und Bürger informieren.

Die Ausstellung soll – so der Veranstalter – anders, sie soll cool sein, und sie soll die Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Jugendlichen widerspiegeln. Elektronische Medien – Musik- und Sprachbeispiele, verschiedene Filme und computergestützte Quizspiele – sind interaktive Elemente der Wanderausstellung.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag 9 Uhr bis 18 Uhr, Freitag 9 Uhr bis 14 Uhr. Donnerstag ist von 16 Uhr bis 20 Uhr Chill-out mit DJ Manu, Karate und Theater.

Wann hilft die BI ONO Andreas Storm?

Warum tritt eigentlich die Bürgerinitiative „Ohne Nordostumgehung“ nicht ganz massiv für Andreas Storms Einzug in den Bundestag ein? Da ist doch jetzt Solidarität gefragt, vor allem wenn der Darmstädter CDU-Direktkandidat nur mit 117 (oder 46) Stimmen und nicht mit 204 Stimmen verloren hat.

Das ist doch sowas von klarem Bürgervotum, sowas von nicht vertretbar und sowas von „unecht gescheitert“, dass eigentlich Storm das Mandat verdient hätte. Oder?

(Wer Ironie findet, darf sie behalten.)

Vergangene Wahlen in Darmstadt

Eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Wahlen. Die Zahlen sind nur die Ergebnisse aus der Stadt Darmstadt. Schön demonstrativ, mit gestauchter x-Achse und alles in einen Topf geworfen.

Und damit ich es schneller finde, noch die Erststimmen bei der Bundestagswahl 2005. Das kann man aber nicht mit der Stadt Darmstadt vergleichen, da noch Gemeinden aus dem Landkreis zum Wahlkreis gehören. 2005 holte Brigitte Zypries das Direktmandat.

Storm, Andreas (CDU) – 37,70%
Zypries, Brigitte (SPD) – 44,80%
Partsch, Jochen (GRÜNE) – 8,10%
Laabs, Kerstin (FDP) – 3,70%
Schäfer, Heinz (Linke) – 3,90%

Kommunikationsherrschaft – Darmstädter Modell

Der Darmstädter ICE-Beirat ist auch so eine, äh … Darmstädterei:

Die Sitzungen des ICE-Beirats sind nicht öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können jedoch teilnehmen.

Die Pressearbeit zu Sitzungen des ICE-Beirats liegt bei der Geschäftsstelle

Genau, immer schön die Kommunikationsherrschaft behalten. Und sich dann wundern, dass die Bürger solchen Veranstaltungen (als nächstes wird in diesem Theater das Dialogforum zur Nordostumgehung gegeben) und der Stadtregierung misstrauen.

Abschied mit Zoff beim Literaturhaus

Die Stadt Darmstadt wird das Herbstprogramm (PDF, 250 kB) des Darmstädter Literaturhauses nicht verteilen oder auslegen. Die scheidenden Programmleiter (Verträge wurden angeblich kommentarlos nicht verlängert) haben in ihrem Vorwort für den Geschmack der Stadt zu offene Worte gewählt:

Als wir anfingen, hieß das Literaturhaus noch „Haus der Literatur“, wie es jetzt heißt, kann kein Außenstehender mehr erkennen: Es ist – seit Jahren! – eingerüstet, nicht der kleinste Hinweis verrät mehr, worum es sich bei dem baufälligen Gebäude handelt.

Unser Büro wies zwar eine Reihe selten gewordener Möbelstücke der Marke Sperrmüll auf, einen Computer suchte man indes vergeblich: so zogen wir es vor, zu Hause zu arbeiten – auf eigene Kosten. […] Scheinwerfer als Bühnenbeleuchtung galten der Stadt als unfinanzierbar, im Baumarkt erwarben wir günstige Wohnzimmerleuchten: Wir konnten darüber lachen.

Was wir weniger lustig finden, ist, dass der neue Kulturdezernent und seine Kulturbeauftragte, von denen in ihrer Amtszeit niemand eine unserer Veranstaltungen besuchte, dem Literaturhaus „mangelnde Ausstrahlung“ vorwerfen: hier werden Ross und Reiter verwechselt. […] Das also ist „der neue Stil“, von dem der OB, der – ahnten Sie’s ? – auch unser derzeitiger Kulturdezernent ist, in seinem Wahlkampf sprach.

Ambrosia-Pflanzen in Kranichstein entfernt

Ambrosia ist in der griechischen Mythologie die Speise der Götter, als Pflanze ist Ambrosia, genauer die Beifuß-Ambrosie, eher unbeliebt.

Ihre 20 Mikrometer kleinen Pollen können schon in geringen Mengen starke allergische Reaktionen auslösen. Weswegen Ende Juli Dorothea Becker, Gabriele Kaisinger und sechs weitere Helferinnen von ihnen entdeckte Pflanzen am Parkplatz Elisabeth-Selbert-Straße und auch auf dem Spielplatz dort entfernten. „Die standen kurz vor der Blüte“, berichtet Becker, „uns erschien das sehr dringend.“

Und so habe man mit Handschuhen, Mundschutz und langärmeliger Kleidung die Pflanzen entfernt. „Wir haben gut 30 Säcke gesammelt“, beschreibt Becker; dann habe man die Stadt informiert, sei aber eine Woche lang an verschieden Stellen weiter verwiesen worden. „Am 5. August kam dann ein Mähtrupp.“

Wurzeln sind noch drin
Die Bürger haben richtig reagiert, sagt der städtische Pressesprecher Frank Horneff. „Je früher die Pflanzen erkannt, entdeckt und unschädlich gemacht werden, desto besser.“ Abwarten wäre falsch gewesen. „Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall kompostiert werden. Sie können über die Restmülltonne oder beim Müllheizkraftwerk entsorgt werden.“
Mit dem Mähtrupp ist es aber nach Beckers Ansicht noch nicht getan, „die Wurzeln sind ja noch drin.“ Gemähte Pflanzen treiben wieder aus, sie können bis zum ersten Frost im November blühen. Normalerweise ist die Hauptwachstumszeit der Pflanze Mitte bis Ende Juni, Anfang August gehen die Blüten auf.

Ein Neophyt
Ambrosia, mit vollem Artnamen Ambrosia artemisiifolia, hat verschiedenen Trivialnamen wie Aufrechtes Traubenkraut, Beifußblättrige Ambrosie oder Beifuß-Ambrosie. Die Pflanze ist ein Einwanderer aus Nordamerika, kam Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa und zählt daher zu den Neophyten (neo – neu, phyton – Pflanze). In vielen US-Bundesstaaten zählt die recht unscheinbare Pflanze ohne auffällige Blüten als Unkraut. Die Pflanze wächst vorzugsweise auf umgebrochenen, offenen Böden, beispielsweise Straßenrändern, in Neubaugebieten, in Hausgärten oder Vogelfutterplätzen, da die Samen teilweise im Vogelfutter sein können. Größere Bestände sollten den Grünflächenämtern und dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Julius Kühn-Institut) in Quedlinburg gemeldet werden.

Dass es etwas länger gedauert hat, bis die Stadt reagierte, räumt Horneff ein. „Den Hinweisen aus der Bevölkerung wird grundsätzlich nachgegangen.“ Aber für die verschiedenen städtischen Liegenschaften gebe es verschiedene Zuständigkeiten. „Die Eigentumsverhältnisse müssen erst überprüft werden, das geht nicht immer von jetzt auf gleich.“

Andere gefährliche Pflanzen und Tiere
Glaubt man gefährliche Pflanzen entdeckt zu haben, kann man das städtische Umwelttelefon (Telefon 06151/133313) anrufen, sagt Horneff. Dort gibt es weitere Informationen und Hilfe und die Hinweise werden an die zuständige Stelle weitergereicht.“ Bei Bienen, Hornissen und Wespen helfe das Grünflächen- und Umweltamt, ergänzt der Pressesprecher, bei gefährlichen Tieren wie Schlangen sei die Polizei zuständig.

Wenn man das Gefühl habe, die Stadt reagiere zu langsam, solle man nochmal bei der angerufenen Stelle nachfragen, rät Frank Horneff, bittet aber auch um Verständnis. „Auch die städtischen Ämter müssen schon auch die Möglichkeit haben dürfen, Sachverhalte zu recherchieren. Das kostet einfach Zeit.“

(Der Artikel basiert auf einem Hinweis aus dem K6-Blog und erschien leider aus Platzgründen nur sehr stark gekürzt als Meldung.)

Die Wahrheit hinter RMV und HEAG

Der örtliche ÖPNV-Betrieb wird ja HEAG abgekürzt und das steht für „Hast’es eilig, als gelaufe“. Dass RMV (der Verkehrsverbund in dem die HEAG mit drin ist) wie ich jetzt weiß, für „Reisen mit Verspätung“ steht, passt ja perfekt.

„Desaster“ beim Straßenbahn-Ersatzverkehr

Pressemitteilung – Die Grünen fordern für 2010 eine bessere Vorbereitung des Ersatzverkehrs und eine aktive Einbeziehung der Dadina.

„Wir freuen uns, dass der Straßenbahnverkehr nach Eberstadt am kommenden Samstag wieder aufgenommen wird“, sagt Felix Weidner, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grüne in der Dadina, „Wir nehmen dies zum Anlass, die Verantwortlichkeiten zu hinterfragen, damit sich ein solches Desaster bei den anstehenden Bauarbeiten in Eberstadt und zwischen Darmstadt und Griesheim im nächsten Jahr nicht wiederholt.“

Mit einer Anfrage wollten die Grünen klären, ob die Heag den Ersatzverkehr mit der DADINA abgesprochen habe. „Es kann nicht sein, dass Alleingänge von Unternehmen auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden“, sagte Weidner. Die Grünen wollten sich dafür einsetzen, dass die Dadina bei allen Änderungen einbezogen werde, um unabhängig vom Profitinteresse einzelner Unternehmen eine hochwertiges Verkehrsangebot im Sinne der Fahrgäste zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, erklärte Weidner.

Bis zuletzt seien wiederholt Kinderwagen in den überfüllten Fahrzeugen nicht befördert worden. Auch die Einschränkungen in der Beförderung nach Arheilgen und Bessungern speziell für mobilitätseingeschränkte Personen hätten über die komplette Bauzeit unverändert bestanden.

„Die Zuständigkeiten müssen speziell vor dem Hintergrund erneuten Ersatzverkehrs nach Eberstadt im kommenden Sommer sowie anstehender Brückenbauarbeiten zwischen Darmstadt und Griesheim im Jahr 2010 genau hinterfragt und neu geordnet werden“, forderte Weidner.