Mit dem Auto auf die Familie zugefahren

Zuerst dachte eine Zeugin, dass der Fahrer eines Ford Mondeo die Frauen mitnehmen wollte, dann aber zeigte sich, dass er mit dem Auto auf die Gruppe zufuhr. „My father is trying to kill us“, sagte ein Mädchen.

Echo online: Vater rast auf Frau und Töchter zu

Ich bin nach solchen Taten ja immer wieder überrascht, dass Ehefrauen daraus nicht die Konsequenz ziehen und die Beziehung beenden und stattdessen wegen der Familie bleiben und hoffen, dass sich nichts wiederholt. Denn das geht zu oft schief. Ich denke da ganz aktuell an die 28-Jährige, die Ende Februar 2021 von ihrem Ehemann erwürgt und ein Jahr zuvor von ihm mit einem Messer schwer verletzt worden war.

Heute ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ und die Daten aus Deutschland sind auch schlecht:

Deutsche Welle: Gewalt gegen Frauen nimmt zu – Jede Stunde würden in Deutschland durchschnittlich 13 Frauen Opfer von Gewalt in Partnerschaften, erläuterte Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht die Statistik. Alle zweieinhalb Tage werde eine Frau durch eine Gewalttat ihres Partners oder Ex-Partners getötet.

Und bevor eine Frau umgebracht wird, kann es gut sein, dass der Partner sie schon davor mehrmals bedroht und angegriffen hat.

Ärsche, Schlangen und Weihnachtsmärkte

Mit Unterstützung der Landespolizei wurde am Samstag der Zugang zum Weihnachtsmarkt auf dem Friedensplatz kontrolliert.

„Die stehen jetzt bis zum Arsch der Welt“, kommentiert ein Besucher die Warteschlange für den Darmstädter Weihnachtsmarkt auf dem Friedensplatz, in der um die 90 Menschen stehen. Der „Arsch der Welt“ ist in dem Fall an der kleinen Steintreppe, die vom Friedensplatz in den Schlossgraben führt.

Das hat aber einige so gar nicht gestört, nach drei Stunden war die die Schlange sogar noch länger. Der „Arsch der Welt“ lag dann ungefähr auf der Höhe vom INTeF.

(€) Echo online: Ohne Geduld geht nichts

Die Grundstraße in Kranichstein

Das ist nicht die Grundstraße, aber hat etwas mit dem Grund zu tun, warum die Grundstraße Grundstraße heißt. Dass sich in der Rheinstraße hier bei der Kunsthalle die beiden Geschossbauten so gegenüberstehen und eine Art Tor bilden, war Teil der Wiederaufbauplanungen des damaligen städtischen Oberbaudirektors Peter Grund, nach dem die Grundstraße benannt ist.

Die Kranichsteiner Grundstraße hat einen unverdächtigen Namen, aber sie ist nach Peter Grund benannt. Und der war im sogenannten „Dritten Reich“ aktiver Nationalsozialist. So dass die Stadt Darmstadt einen anderen Namen für die Straße sucht.

(€) Echo online: Kranichsteiner Bürger sorgen sich um Adressänderung

Die Straße war in den 1970er Jahren natürlich nicht nach Peter Grund benannt worden, weil er unter anderem NSDAP-Referent für Städtebau und dem fördernden SS-Mitglied war, sondern weil der Architekt nach dem Zweiten Weltkrieg Darmstädter Oberbaudirektor war und die Wiederaufbau und das Stadtbild beeinflusst hat.

Kein Angeklagter und kein Anwalt im Amtsgericht

Auf einem dieser Stühle hätten Anwalt und Mandant sitzen können.

Eigentlich sollte vorm Amtsgericht wegen eines „Hitlergrußes“ verhandelt werden. Aber der Angeklagte, der angeblich an einer Querdenken-Aktion teilgenommen und den laut Staatsanwaltschaft gezeigt haben soll, kam nicht ins Gericht. Und ein Anwalt kam auch nicht.

Echo online: Strafbefehl gegen Querdenker

Plädoyers für Mord und Totschlag

Das ist das Gebäude A des Darmstädter Justizkomplexes. Rechts davon ist das Gebäude B, links die Bauten C und D (sieht man nicht). Gebäude A ist Gebäude A, weil es das älteste ist, es geht nicht danach, wo welcher Bau steht.

Mord hat die Staatsanwaltschaft angeklagt, auf Totschlag hat sie jetzt plädiert. Und auch die Verteidigung sieht die Tat vom 27. Februar 2021 als Totschlag. Aber die geforderten Haftstrafen unterscheiden sich dann doch. Und der Nebenklägeranwalt sieht die Tat als Mord.

(€) Echo online: Biebesheimer Mordprozess: Anwälte plädieren auf Totschlag

Landgericht: Mann tötet Freundin, damit sie ihn nicht mehr anzeigen kann

Das ist das Gebäude A des Darmstädter Justizkomplexes. Rechts davon ist das Gebäude B, links die Bauten C und D.
Gebäude A ist Gebäude A, weil es das älteste ist, es geht nicht danach, wo welcher Bau steht.

„Es war der erste Dienst im neuen Jahr“, erinnert sich ein Polizeibeamter. Ein Mann und seine Mutter kamen gegen 12.30 Uhr zum Polizeiposten Pfungstadt. „Der Mann hat geweint“, beschreibt der Beamte, seine Mutter habe geschockt gewirkt. „Er hat was wirklich schlimmes gemacht“, habe die Frau gesagt. Und der damals 35 Jahre alte Sohn sagt, er habe seine Lebensgefährtin zerschnitten, so der Polizist während seiner Aussage im Darmstädter Landgericht.

Das war am 3. Januar 2019. Der Mann wurde festgenommen und ist seitdem in Untersuchungshaft. Ende 2019 wurde er von der 11. Landgerichtskammer wegen Mord aus niedrigen Beweggründen zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber der Bundesgerichtshof hob das erste Urteil wegen eines Verwertungsverbots auf. Nun hat die 16. Kammer den Prozess wiederholt und den Angeklagten erneut wegen Mord – aber wegen Verdeckung einer Straftat – verurteilt.

(€) Echo online: „Sie haben Ihre Freundin umgebracht, und zwar auf bestialische Weise“