Es sind noch Plätze im Mini-Bölle frei

Das Mini-Bölle ist ein Modell des Merck-Stadions am Böllenfalltor aus dem 3D-Drucker des Lilienfans David Saar. Hier sind nur zwei der vier Modelltribünen im Bild.

Nun sind das „Mini-Bölle“ von David Saar und die von Arthur Schönbein mitausgelöste Spendenaktion auch im Darmstädter Echo:
Echo online: Im Mini-Bölle sind schon 800 Figürchen gesetzt

Darmstädter Grüne suchen Gründe für die Niederlage bei der OB-Wahl

Die Fraktionsvorsitzenden der Darmstädter Grünen äußern sich im ECHO (€) zur Niederlage ihres Kandidaten bei der OB-Wahl. Meiner Meinung nach übersehen sie drei Dinge:

a) Die Grünen wurden 2021 zwar wieder die größte Fraktion, aber sie haben nach dem deutlichen Sieg von 2011 bei den Kommunalwahlen 2016 und 2021 jeweils Prozente verloren. Deswegen braucht Grün-Schwarz seit 2016 auch Kooperations- oder Koalitionspartner. Und: 2021 hatten die Grünen in DA sogar doppelt verloren, denn hessenweit hatten sie zugelegt.

b) Da Jochen Partsch nicht mehr kandierte, wurde diese OB-Wahl bei diesen Kandidaten zu einer Abstimmung über die Stadtregierung. Was nicht schlimm sein muss. Die Opposition wird nämlich nur gewählt, wenn die Menschen mit der Regierung unzufrieden sind. Nur, das waren sie, siehe die Wahlen 2016 und 2021. Und für Selbstverständlichkeiten. wie z.B. ein notwendiger Neubau eines Gerätehauses einer Freiwilligen Feuerwehr, ist es meiner Meinung nach etwas vermessen, große Dankbarkeit zu erwarten.

c) Es gibt so gut wie keine Grünen-Ortsvereine. Die Grünen-Stadtverordneten wohnen bestimmt überall in Darmstadt, aber sie treten kaum als Stadtteilvertreter auf.

Zwei Nachträge: d) Was in einem Kommentar bei fb stand, will ich aufgreifen: Grünen-Kandidat Michael Kolmer war auch der Verkehrsdezernent. Aber die Grünen-Verkehrspolitik hat ein gewisses Mobilisierungspotenzial auch bei den Gegnern dieser Politik. e) Nicht alle CDU-Wählerinnen und -Wähler mögen die Grünen, weswegen da auch wieder Stimmen verloren gingen, entweder zum SPD-Kandidaten Hanno Benz oder zu den Nichwählern.

Klaus Teuber †

Wenn man einen Spiel-Prototypen testen kann, ist das für Spieler von Brett- und Familienspielen immer eine schöne Sache. Man sieht mal ein Spiel wie es aussieht, wenn es noch nicht professionell produziert ist, man kann vielleicht noch was verbessern. Und mit etwas Glück kann man irgendwann sagen, dass man ein späteres „Spiel des Jahres“ probegespielt hat.

Ich hatte dieses Glück mit dem „Spiel des Jahres“ 1988 und dem von 1990. Das waren die Spiele „Barbarossa und die Rätselmeister“ sowie „Adel verpflichtet“. Die hatte 1987/88 der Autor Klaus Teuber zu dem Darmstädter Spieletreff gebracht, bei dem ich damals regelmäßig war. Klaus Teuber kam dazu aus Roßdorf, was nicht wirklich weit weg war.

„Barbarossa und die Rätselmeister“ hieß im Entwurf nur „Rätselmeister“ (wenn ich mich richtig erinnere) denn das Spiel basierte auf dem Fantasybuch „Die Schule der Rätselmeister“ von Patricia McKillip, das Klaus gelesen hatte. Der Prototyp war schon ziemlich weit und gut spielbar, aber es fand sich nur schwer ein Verlag, wie er erzählte. Im Spiel sind kleine Schreibtafeln, Knete, Plastikpfeile und Stifte neben den Figuren und dem Spielbrett. Das machte es aber aufwändig für einen Verlag. Papier und Pappe sind einfach billiger und einfacher zu konfektionieren. Aber ASS verlegte das Spiel dann doch. Es war das erste Spiel, für das Klaus Teuber einen Verlag fand und es wurde auch noch promt „Spiel des Jahres“. Es heißt inzwischen „Knätsel“ (Knete und Rätsel) und wird von Kosmos verlegt.

„Adel verpflichtet“ hieß als Prototyp „Ausstellung in New York“. Es ging um Gemälde, die in verschiedenen Städten ausgestellt, verkauft aber auch geklaut werden. Die letzte Ausstellung, bei der es nochmal viele Ruhmespunkte gab, war in New York, daher der Spielname. Anstelle um Gemälde geht es in „Adel verpflichtet“ um skurrile Gegenstände. Für diese mehr oder weniger erfundenen Objekte musste man keine Bildnutzungrechte erwerben. Und dann konnte man die Gemälde ja auch klauen, was eher unpassend erschien. Also wurden die Galeristen zu spleenigen Lords, die sich gegenseitig auch mal beklauen, bzw. einen Dieb losschicken.

Ich erinnere mich an einen weiteren Prototypen, da ging es darum, Milchkannen von einer Alm ins Tal zu bringen. Das Spiel erschien eventuell auch in dem Setting. Später gab es aber ein passendes und auch lustige Thema in „Asterix und die Römer“, verlegt von Ravensburger. Anstelle Milchkannen sammelt man Römerhelme.

Obwohl es Prototypen waren, waren Klaus Teubers Entwürfe recht gut ausgestattet. Das lag daran, dass er als Zahntechniker, seinem handwerklichen Geschick und aus seinen Werkstoffen gut Figuren und Spielsteine herstellen konnte. Er könne alles ein bisschen, hatte er mal gesagt, das sei ganz praktisch für einen Spieleautor.

„Siedler von Catan“ hatte ich nicht probegespielt, damals machte ich gerade mein Diplom. Das Grundspiel für vier Spieler war eigentlich eine reduzierte Version, wie ich erfuhr, als ich ihn mal fragte. „Siedler“ war ursprünglich gleich für sechs Spieler ausgelegt und mit Seefahrern. Und leider muss ich sagen, dass ich „Siedler“ nicht gerne spiele, weil ich immer Würfelpech habe: Die Hand voller Karten und dann würfele ich die Sieben …

Nun erfuhr ich am Dienstag während eines Termins, dass Klaus Teuber am 1. April 2023 im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Traurig. Mit 70, das ist doch viel zu früh.

Und ja, die Bescheibungen seines Wesens in den Nachrufen stimmen. Er war freundlich, zugewandt und hatte Humor Und dass er bescheiden auftrat, stimmt auch. Ich habe ein paar Spiele von ihm, aber keines ist signiert. Weil er sich darum nie gerissen hat, sie zu signieren.

Klaus Teuber erklärt während „Darmstadt spielt“ 2003 in der Aula der Edith-Stein-Schule eines seiner Spiele.

OB-Wahl in Darmstadt

Moderator Lars Hennemann wartet auf die beiden Gewinner des ersten Wahlgangs.


Hanno Benz, Lars Hennemann und Michael Kolmer


Moderator Lars Hennemann


Hanno Benz (SPD)


Michael Kolmer (Grüne)


Hanno Benz und Michael Kolmer


(PM Stadt Darmstadt) Michael Kolmer ist bei der Darmstädter Oberbürgermeisterwahl 2023 am heutigen Sonntag (19.) mit 23,71 Prozent der Stimmen auf Platz 1 gewählt worden. Nach dem vorläufigen Endergebnis, das gegen 20 Uhr Uhr vorlag, folgt mit 20,63 Prozent der Stimmen Hanno Benz auf Platz zwei. Damit wird eine Stichwahl nötig, die am 2. April erfolgt. Zur Wahl aufgerufen waren 113 726 Darmstädterinnen und Darmstädter.

Die Stimmen verteilen sich wie folgt:
Michael Kolmer (Grüne) mit 23,71 Prozent (13.017 Stimmen),
Hanno Benz (SPD) mit 20,63 Prozent (11.323 Stimmen),
Kerstin Lau (Uffbasse) mit 18,96 Prozent (10.409 Stimmen),
Paul Georg Wandrey (CDU) mit 18,24 Prozent (10.011 Stimmen)

Holger Klötzner (Volt) mit 8,67 Prozent (4757 Stimmen),

Ulrich Franke (Die Linke) mit 2,89 Prozent (1586 Stimmen),
Gerburg Hesse-Hanbuch (FDP) mit 2,8 Prozent (1535 Stimmen),
Harald Uhl (Freie Wähler) mit 2,46 Prozent (1353 Stimmen).
Mirko Steiner (Die Partei) mit 1,13 Prozent (623 Stimmen),
Michael Ziemek (WGD) mit 0,5 Prozent (276 Stimmen); Ziemek hatte vor der Wahl die Kandidatur zurückgezogen.

Klimaschutzaktivisten kleben sich auf die Darmstädter Alexanderstraße

Nun ist auch Darmstadt Weltstadt, die „Letzte Generation“ hat auf unseren Straßen demonstriert. Das heißt in deren Fall, dass Aktivisten ihre Hände auf die Straße geklebt haben, die Polizei den Verkehr umleitete, das als Versammlung nach Artikel 8 Grundgesetz wertete und die Teilnehmer nach einer gewissen Zeit von der Straße löste und erstmal in Gewahrsam nahm.

Und so sieht es auf der Straße aus, wenn die Polizei eine Hand vom Asphalt gelöst hat: Ein nicht mehr klebriger und dafür fester Umriss einer Hand.

(€) Echo online: „Letzte Generation” in Darmstadt: 99 Minuten Klimaprotest

Hessens staugeplagteste Stadt

Darmstadt hat die zweifelhafte Auszeichnung „Hessens staugeplagteste Stadt“ gewonnen. Naja, gewonnen ist jetzt von mir, Darmstadt belegt den sechsten Platz in einer bundesweiten Untersuchung und ist damit in Hessen vorne.

t-online (dpa): Darmstadt zählt nach Daten des Verkehrsdienstleisters Inrix zu einer der staugeplagtesten Städte in Deutschland.

Aber das ist schon eine interessante „Auszeichnung“ auch für die Stadtregierung und wenn man sich an die Entstehung der noch regierenden Koalition aus Grünen und CDU im Jahr 2011 erinnert. Die Koalition basierte auch darauf, dass das Straßenbauprojekt „Nordostumgehung“ nicht kam. Die Grünen waren gegen diese Umgehungsstraße und hatten das im Wahlkampf auch gesagt, die CDU war für die Umgehungsstraße. Schließlich setzten sich sich die Grünen durch und die Koalition plante die Trasse ab.

Jetzt könnte man ja fast auf die Idee kommen, dass es zwischen „keine Nordostumgehung“ 2011 und „staugeplagteste Stadt“ 2023 einen Zusammenhang gibt.

Christbäume in 100 Metern

Ein Wegweiser zu einem Weihnachtsbaumverkauf. Auf dem Schild sind ein handgemalter grüner Nadelbaum, ein roter Pfeil nach rechts und darunter steht 100 Meter.

Hinweis in Eberstadt auf den Christbaumverkauf auf dem Marktplatz.

(€) Echo online: Weihnachtsbaumkauf in Darmstadt: Geht es etwas kleiner?

Für den Artikel war ich mehr unterwegs als ich erwartet hatte. Online fand ich nur vier Hinweise: Kalkofen, das Forstamt verkauft im Bessunger Forst, Ortseingang Wixhausen und Eberstädter Marktplatz. Kalkofen und Bessunger Forst waren mir zu weit weg. Aber es musste doch auch was bei mir in der Nähe geben. Aber ich sah am Freitag keinen Verkauf auf dem Friedrich-Ebert-Platz und auch nicht auf dem Riegerplatz.

Der Verkäufer auf dem Kantplatz wusste nicht viel zu erzählen, weil er nur verkauft und das zum ersten Mal. Dann sagte mir eine Mitarbeiterin des Darmstadt-Shops im Luisencenter, dass auch Baumärkte Christbäume verkaufen. Ich radelte also ins Gewerbegebiet und finde auf dem Parkplatz beim Roller-Möbelhaus einen Verkauf. Da der Verkäufer alleine war, wartete ich immer, bis keine Kundschaft da war. Da wurde es spät in der Kälte.

So weiß ich nun, dass Korniferen 10 bis 12 Jahre wachsen, bis sie zwei Meter hoch sind. Und dass Blaufichten bei Katzen unbeliebter sind, weil sie stacheliger sind als Nordmanntannen. Samstag war ich dann noch in Wixhausen und Eberstadt.

Horst Knechtel †

Der frühere Darmstädter Bürgermeister (1997-2003) Horst Knechtel ist am 7. Dezember 2022 im Alter von 79 Jahren gestorben.

Von einer seiner Ideen haben haben wir in Darmstadt heute noch etwas. In seiner Bürgermeisterzeit wurden die „Frühblüher“ auf Darmstädter Rasen gepflanzt. Somit legte er die Grundlage für meine Fotoserie „Der Frühling vor Gericht“ – Krokusse und Osterglocken auf dem Mathildenplatz.