Eine Serie, die bei mit innerhalb von Sekunden durchfällt: „Das Gesetz nach Lidia Poët“

Ich ahne ja, dass sich Netflix etwas davon mit Blick auf Zuschauerzahlen verspricht, seine Serie „Das Gesetz nach Lidia Poët“ mit Sex zu beginnen.

Nur, bei mir fällt eine Serie durch, wenn innerhalb der ersten 20 Minuten der ersten Folge rumgemacht wird. Da kann die Serie noch so gut sein und gelobt werden. Weil mir das inzwischen (naja, seit dem Start von „Six Feet Under“, damals 2004 auf Vox) zu blöde ist.

Ich verstehe komplexe Handlungen und ich bekomme miese Laune, wenn man meint, mich beim Trieb abholen zu können. Und ja, keine Regel ohne Ausnahme, die hatte ich bei „A Game of Thrones“ gemacht.

9. Juni 2019: Wie eine Serie bei mir in der ersten Sekunde durchfällt

Nachtrag: Netflix bringt laut Kino.de im Dezember 2023 einen Film heraus: „Laut Schauspieler Ed Skrein (Deadpool) handelt es sich bei „Rebel Moon“ um „Star Wars, aber mit Sex, Gewalt und Gefluche“ – also um eine Art „Star Wars“ für Erwachsene“ – Na dann hoffe ich mal, dass der Regisseur, die ersten 20 Minuten trotzdem ohne GV o.ä. hinbekommt und der Film auch eine Handlung hat, die die Zuschauer einfängt.

Das freche ZDF und der Neue bei „Der Alte“

Eine Frechheit! Thomas Heinze spielt den neuen Chefermittler in der Serie „Der Alte“. Heinze ist 58. Das ist doch nicht alt! Als damals Siegfried Lowitz die Rolle übernahm, war er 63. Das war alt (vor allem, weil ich damals 9 Jahre alt war).

1977 startet „Der Alte“ also mit Siegfried Lowitz. Es folgten: Rolf Schimpf, 62 Jahre (Jahrgang 1924) und Walter Kreye mit 66 (Jahrgang 1942). Jan-Gregor Kremp übernahm 2012, aber da war der 50. Und jetzt kommt Thomas Heinze mit 58. Thomas Heinze ist Jahrgang 1964, Jan-Gregor Kremp Jahrgang 1962.

He, keine Rückschlüsse auf mich, weil ich so eine Serie und auch noch ZDF gucke.

Wicki Weißwas: Wer hat in den 70ern „Hey, hey Wickie“ gesungen?

Da höre ich mal wieder SWR3 und wundere mich. Aber weil Rosenmontag ist, heißt es heute „SWR3 spielt verrückt“. Es werden alle möglichen Hörerwünsche erfüllt (nur nicht meine, jawohl). Jedenfalls erfuhr ich dabei, dass „Hey, hey Wickie“ von den „Bläck Föös“ gesungen wurde, weil die damals auch Studiomusiker waren.

Wicki Weißwas über Kate Bush und das deutsche Fernsehen

Da ja gerade 80er-Flashback mit Kate Bush ist (weil „Running up that Hill“ Teil des „Stranger Things“ Soundtrack ist), fällt mir ein, dass Kate Bush ihren allerersten Fernsehauftritt überhaupt in Deutschland hatte, in der ersten Sendung der Show „Bio’s Bahnhof“. Es gibt ein Video und ein Interview mit Alfred Biolek im Rolling Stone.

Boba Fett jetzt auf Disney+

Heute startet die Star Wars-Serie mit Boba Fett auf Disney+. Und sie fängt schonmal ungeschickt an: Ich werde nämlich daran erinnert, dass Boba Fett eigentlich tot ist, weil er in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ vom Sarlak gefressen wurde. Aber damit kann man ja keine neue Serie machen und Disney+-Abonnenten gewinnen.

Wären die einfach mit einem lebendigen Boba Fett in eine Kopfgeldjägerstory eingestiegen, hätte ich mich nicht so dran erinnert.

Ich gucke „The Book of Boba Fett“ aber trotzdem, wegen der Macher Jon Favreau und Dave Filoni – die waren auch an „The Mandalorian“ schuld

TV-Krimis und die Rechtslage

Der Löwenbrunnen am Mathildenplatz und das Justizzentrum im Herbst.

Er dürfe ja gar keine Krimis mehr gucken, sagte mir mal ein Staatsanwalt. Seine Frau habe ihm das verboten, weil er sich stets über die Fehler beschwere, die in den Serien gemacht würden.

Irgendwie kenne ich das. Die Krimis gehen für mich ja noch, weil ich die echte Polizeiarbeit* nicht kenne, aber sobald die Handlung vor Gericht geht, dann kenne ich mich etwas aus. Und das allererste was nicht stimmt, ist die Anzahl der Zuschauerinnen und Zuschauer. Bei den meisten Verfahren ist kaum jemand da, obwohl sie öffentlich sind. Klar, es gibt die spektakulären Fälle, da ist dann die ganze Nachbarschaft da, weil sie die Angeklagten kennen.

Aber meistens bekommt man leicht einen Platz (wenn die nicht wegen einer Pandemie reduziert sind). Was es auch sehr sehr selten gibt, sind Plot-Twists oder die massiven persönlichen und absurden Verwicklungen, wie es sie bei den Gerichtshows im Privatfernsehen gab.

Nun war bei der Darmstädter juristischen Gesellschaft ein Vortrag zu dem Thema. Und dem Referenten Maximilian Herberger waren auch noch ein paar zivilrechtliche Fehler in den Serien aufgefallen.

(€) Echo online: Wenn TV-Ermittler Falsches behaupten

Der Referent hatte auch einen Linktipp: Das Blog klartext-jura.de seiner Tochter, die ebenfalls Juristin ist. Die schaut ab und an die ZDF-Serie „Der Staatsanwalt“ und entdeckt dann auch Fehler.

* Was ich so von der Polizeiarbeit mitbekomme ist, dass die viel arbeitsteiliger vorgehen, als die TV-Ermittlerinnen und -ermittler. In Wirklichkeit sind viel mehr Kräfte involviert, als in einer Fernsehserie. Nur würde das für uns Zuschauer dann zu unübersichtlich. Ich biege mir das im Kopf dann so zurecht, dass das im TV ermittelnde Duo halt die sind, die bei dem Fall die Ermittlungen leiten.

Bürokratie, der fünfte apokalyptische Reiter

Eine Pandemie ist ein Jahrhundertereignis, aber die Bürokratie kennt nur ihr Klein-Klein. Ein Darmstädter Musiker hat noch vor der Pandemie eine Förderung für eine Tournee bekommen. Aber dieses Geld 2020 dann für ein Album verwenden, das ging nicht.

Und ein Weinhändler mit Gastronomie fällt als Mischbetrieb durch das Unterstützungsnetz des Bundes. Besonders schön: Als Selbstständiger soll man sich ja auf schlechte Zeiten in seinem Unternehmerleben vorbereiten. Dass Bund und Länder trotz Warnung im Jahr 2013 Null auf eine Pandemie vorbereitet waren, ist ja was anderes.

ARD-Mediathek: Bloß durchhalten! Selbstständige trotzen Corona

Idee für die Serien-„Charité“

Die Staffeln der Serie „Charité“ springen ja durch die deutsche Geschichte (S1: Kaiserreich, S2: NS-Diktatur, S3: Mauerbau durch die DDR).

Als 2017 die Serie begann, hatten die Macher aber bestimmt nicht gedacht, dass sie drei Jahre später den Stoff für eine abschließende Staffel bekommen würden: Die Pandemie.

Wer spielt dann den Christian Drosten?

Die Donald Trump-Library steht in Darmstadt

Wenn ein US-Präsident aus dem Amt scheidet, wird inzwischen seine Amtszeit in einer Bibliothek archiviert. Inzwischen gibt es einen ganzen Satz Präsidentenbibliotheken.

Wie die „Trump-Libary“ aussieht, zeigte nun die satirische Jimmy-Kimmel-Show vom 19. November. Nämlich wie das „Haus der Geschichte“ in Darmstadt, in dem unter anderem das Stadtarchiv und das Staatsarchiv sind.

Ein Screenshot der „Trump-Libary“, wie sie sich Jimmy-Kimmel-Live vorstellt.

Das richtige Haus der Geschichte am Darmstädter Karolinenplatz.