Links: Buchtipps; Die USA und ihr Aufstieg; Vier Monarchen und ihr Abstieg

welt.de: Das sind die besten Bücher zum Ersten Weltkrieg

deutschlandradiokultur.de: Nicolas Wolz: „Und wir verrosten im Hafen“, Anton Holzer (Hrsg.): „Die letzten Tage der Menschheit – Der Erste Weltkrieg in Bildern“, Wilhelm Krull (Hrsg.): „Krieg von allen Seiten. Prosa aus der Zeit des Ersten Weltkrieges“

deutschlandradiokultur.de: Oliver Janz: 14 – Der große Krieg

deutschlandradiokultur.de: Klaus-Jürgen Bremm: Propaganda im Ersten Weltkrieg

deutschlandfunk.de: Der Weg in den Ersten Weltkrieg – Die USA und der Aufstieg zur Weltmacht

kurier.at: Erster Weltkrieg: Als vier Monarchien Europas untergingen

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Links: Der letzte Kanzler des Deutschen Kaiserreichs; Die Julikrise aus österreichischer Sicht

Welt.de sprach mit dem Historiker Lothar Machtan über den letzten Kanzler des Kaisers.

1933 begann 1918 – Hitler wäre der Welt möglicherweise erspart geblieben, wenn Max von Baden zum Ersatzkaiser aufgestiegen wäre. Doch ihn verließ der Mut.

Und nochmal welt.de: Der schwule Totengräber des deutschen Kaiserreichs

deutschlandradiokultur.de: Max von Baden – Halb Prinz, halb Mensch

Ein Gespräch mit dem österreichischen Historiker Manfried Rauchensteiner im österreichischen „Kurier“.

Kurier.at: „Der Krieg war ein Experiment“ – „Es ist ja nur der serbische Krieg wirklich durchgedacht worden. Es war das Ziel, dass dieses Serbien so geschwächt wird, dass es nicht weiter die slawischen Gebiete der Monarchie destabilisiert, oder aber, dass es geografisch einfach nicht mehr existiert. Da sollten sich dann die Griechen, die Bulgaren nehmen, was sie wollen.“

 

DRadio: Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, Frankreich und England vor dem Krieg

Der Deutschlandfunk eröffnet das Jahr mit einer ganzen Reihe von Beiträgen über die damaligen Großmächte.

Österreich-Ungarn: Ein Reich, geeint im Hass – Mark Twain war 1897 bei einer Sitzung des Reichsrats dabei: „Die parlamentarische Sitzung endete in einer stundenlangen Saalschlacht, in der der Präsident, David Ritter von Abramowicz, als „Polackenschädel“ beschimpft wurde; seine Ordnungsrufe verhallten ungehört, weil national erregte Abgeordnete, kaum dass er sein Wort erhob, die Deckel ihrer Pulte lautstark auf diese knallen ließen. (…) Der Hass verband und trennte selbst die verschiedenen deutschnationalen und großdeutschen Gruppierungen, deren Propagandisten einander als „Judenknechte“ zu beschimpfen pflegten.“

Das Zarenreich: Imperium und Revolution – „Lenin sollte derjenige werden, der dem alten Russland den letzten Todesstoß versetzte. Aber was ein Aufbruch in die helle Zukunft hätte werden sollen, verwandelte sich in einen gewalttätigen Albtraum, der Russland, und mit ihm ganz Europa in den Abgrund riss. Ohne den Ersten Weltkrieg hätte es keinen Stalinismus, ohne Stalinismus keinen Nationalsozialismus, keine Vertreibungen und keine Massenvernichtungsexzesse gegeben.“

Der Weg in den Ersten Weltkrieg – Deutsches Reich: Industriestaat unter dem Adlerhelm – „Die Deutschen sollten sich nicht verhalten wie der Mann, der, plötzlich zu Gelde gekommen, auf die Taler in seiner Tasche pocht und jedermann anrempelt. Das ist Originalton Bismarck der späten Jahre, der vor wilhelminischer Großmannssucht warnte – aber bekanntlich ohne nachhaltigen Erfolg.“

Großbritannien und Frankreich: Allianz der Kolonialmächte – „Mit der „Entente cordiale“ – „dem herzlichen Einverständnis“ – teilten England und Frankreich am 8. April 1904 ihre umkämpften Einflussgebiete in Nordafrika endgültig unter sich auf. Ägypten wurde Großbritannien, Marokko Frankreich zugeschrieben. Die jahrhundertealte koloniale Rivalität schien plötzlich überwunden zu sein.“

Kelterfest bei den Eberstädter Streuobstwiesen

Schön müssen sie nicht sein, die Äpfel, die zu Most werden, aber gewaschen werden sie schon.

Vor zwei Jahren war ich mal auf einem Grenzgang und sollte anschließend noch zu einem Kelterfest. Da der Grenzgang – mit so gut wie keinen Infos – etwas länger ging, war beim Keltern alles schon gelaufen. Dabei war dort was los gewesen, denn Äpfel werden ja nicht einfach so zu Saft. Über Menschen beim arbeiten schreibt es sich nunmal besser, als über Menschen beim laufen. Dank kompetenter Pressearbeit (danke Sandra) konnte ich aber auch aus dem verlaufenen Markt etwas machen.

Diesen Sonntag war ich nun nur bei einem (anderen) Kelterfest, dem des Eberstädter Streuobstwiesenzentrums. Ok, es war wegen des Regens nicht voll, aber dennoch waren dafür viele Menschen gekommen (ein politischer Vortrag hat weniger Teilnehmer).

Echo online: Das kracht richtig, wenn aus Äpfeln Most wird

Dieser „Obstkuchen“ ist ausgepresste Apfelmaische, die dann aber Trester heißt.

Fundstück: Geld als Bildungsanreiz funktioniert schlecht

Geld für gute Noten bringt nur den eh schon guten Schülern etwas. Aber:

Faz.net Wirtschaftsblog – Geld für gute Noten: Besonders effektiv klappt das, wenn die Ziele relativ einfach sind. Wenn es etwa darum geht, schlicht Anwesenheit in den Klassenräumen herbeizuführen. In Mexiko bekamen Familien, die ihr Kind zur Schule schickten, 55 Dollar pro Monat. Das führte dazu, dass Kinder früher eingeschult wurden, bessere Noten hatten …

Entegas E-Schwalbe-Ausstieg nun auch in Thüringen

Zweitverwertung

Freies Wort: Neue Startprobleme für die E-Schwalbe – Die Zukunft der E-Schwalbe steht in den Sternen. Der Darmstädter Energieanbieter Entega steigt aus dem Projekt aus. Das Unternehmen will nicht weitere 2,6 Millionen Euro Entwicklungskosten nachschießen.

(Echo online: Notbremse bei E-Roller)

Nachtrag: In Thüringen ist das übrigens eine echte Nachricht. Auf die nun auch die Agenturen zurückgreifen.
MDR: Zukunft der E-Schwalbe gesichert
Mitteldeutsche Zeitung: Neuauflage der «Schwalbe» vertagt
DAPD: Bei E-Schwalbe wechselt der Investor
DPA: Neuauflage des Schwalbe Kult-Mopeds soll 2013 kommen

Nachtrag:

Freies Wort, 13.9.2012: Ab 2013 soll die Schwalbe fliegen – (…) Dabei beziffert Martin die weiteren Entwicklungskosten als eher gering. (…) Am meisten Kapital werde gebraucht, um die für die Serienproduktion nötigen Teile einkaufen zu können.

Fundstücke: Casting-Shows, Videotheken

Es hilft etwas gegen Casting-Shows: Ausschalten. Dann funktioniert das wahre Motto „der Weg ist das Ziel“ nämlich nicht mehr.

dwdl.de: ProSieben beendet „Popstars“ früher – In der vergangenen Woche markierte die Castingshow mit nur noch 1,22 Millionen Zuschauern insgesamt und einem Marktanteil von gerade mal noch 8,6 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe einen traurigen Tiefpunkt weit unter dem ProSieben-Senderschnitt.

Vergangene Woche war ein Echo-Artikel erschienen, in dem Darmstädter Videotheken sich über Umsatzrückgänge durch illegale Internetportale beklagten. Zufällig gibt es nun eine Studie:

Meedia.de: 3,1 Mio. Deutsche saugen illegal Medien – Mehr als ein Drittel aller Deutschen (22,1 Mio.) hat 2011 Medieninhalte online genutzt oder heruntergeladen (…) 3,1 Mio. nutzen dabei ausschließlich illegale Quellen.

Wikipedia: Videothek – Die Zahl der Kunden, die Filme physisch ausleihen, hat sich nach Angaben der GfK in Deutschland von 14,5 Mio. im Jahr 2000 auf 6,9 Mio. im Jahr 2010 halbiert. Seit 2009 gibt es einen Zuwachs im digitalen Leihmarkt (VoD/PpV) auf 1,4 Mio. Kunden in 2010.

Fundstücke: Faule Lehrer leisten geistiges Betreuungsgeld für Urheberrecht … oder so ;-)

NZZ.ch: Urheberrecht statt «geistiges Eigentum» – Der Begriff des geistigen Eigentums verstellt hier nur den Blick auf die wahre Komplexität, indem er mit propagandistischer Rhetorik versucht, die Gewährung von Ausschliesslichkeitsrechten an öffentlichen Gütern als vermeintlich zwingend hinzustellen.

(via lawblog, wo auch ein netter Kommentar dazu steht.)

Natürlich gibt es keine faulen Lehrer, die Überschrift beim Handelblatt-Online ist schlecht gewählt:

handelsblatt.com: Wie man faulen Lehrern auf die Sprünge hilft – Eine Schülergruppe war in dem Test besonders stark: Diejenigen, die von Lehrern unterrichtet wurden, denen die Forscher schon vor dem ersten Schultag 4000 Dollar gezahlt hatten. (…) „Menschen reagieren stärker auf das Risiko, eine bereits erhaltende Belohnung wieder zu verlieren als auf die Chance eines Gewinns“, schlussfolgern die Forscher.

Und dann noch der Trick mit dem die Regierung Betreuungsgeld spart:

taz.de: Krabbeln allein zu Haus – Wer mit seinem Kleinkind in einen Spielkreis geht, riskiert das Betreuungsgeld gestrichen zu bekommen.

Alles nicht so einfach: Waffenbesitz in den USA

Wir wundern uns hier ja immer gerne, warum es in den USA soviele Waffen gibt und da nichts gegen getan wird, weil doch auch so viel passiert. Beim rumsurfen bin ich nun über ein paar Dinge gestolpert, die die US-Situation vielleicht verständlicher machen.

Die Leute wollen mehrheitlich Waffen, es ist also ganz demokratisch, wenn man das als Poltiker berücksichtigt:

Zeit.de: Obama und Romney lassen lieber die Finger vom Waffenrecht – Die Meinungsforscher des Pew Research Center fragten zuletzt im April, was den Amerikanern wichtiger sei: das Recht auf Waffenbesitz zu schützen oder den Waffenbesitz stärker zu kontrollieren. Mit dem Ergebnis: 49 Prozent Waffenbesitz vs. 45 Prozent Waffenkontrolle.

Welt.de: Der hohe Preis der Freiheit in den USA Im Jahr 1990 forderten in einer Gallup-Umfrage noch 78 Prozent der US-Bürger strengere Gesetze, während 19 Prozent sich dagegen aussprachen. Beide Kurven bewegten sich kontinuierlich aufeinander zu, bis sie sich 2008 kreuzten. Seitdem ist die Zahl der Gegner strengerer Gesetze (54 Prozent) größer als die der Befürworter (44 Prozent).

Dann ist die Gleichung „viele Waffen – viele Verbrechen“ auch nicht linear:

USA erklärt: Unbeirrt panisch Amerikaner (und Briten) und der Rückgang der Gewaltverbrechen – Mit der “gefühlten Gewalt” ist das allerdings auch in Amerika selbst so eine Sache. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Gewaltverbrechen dramatisch zurückgegangen. So hat sich die Mordrate in den letzten 20 Jahren fast halbiert

Es gibt sogar eine Statistik, die Europa im Aufwind sieht bei Verbrechen pro 1000 Einwohner (Grafik).

Zeit.de: Warum die Amerikaner ihre Waffen so lieben – In den 1960ern fing man konsequent an, auch bei uns strengere Waffengesetze einzuführen. Nur leider haben diese die Mordrate nicht nach unten getrieben. Im Gegenteil, sie stieg bis in die Neunziger weiter an. Fiele die Statistik etwas eindeutiger zugunsten der Waffenkontrolle aus, wäre es vielleicht leichter, die National Rifle Association (NRA) und die anderen Waffenlobbys zu entmachten. Doch seit den 1990ern werden die Waffengesetze immer lockerer, und gleichzeitig fällt ausgerechnet seit dieser Zeit die Mordrate immer tiefer.

Und dann gibt es natürlich noch die historischen Gründe, nochmal Eric T. Hansen:

Zeit.de: Warum die Amerikaner ihre Waffen so lieben – Es fing vor mehr 250 Jahren an. Damals herrschte in Europa noch das mittelalterliche Prinzip: Nur der Adel darf Waffen tragen. (…) Als wir 1776 den englischen Adel abschütteln wollten, konnten wir uns nur deswegen behaupten, weil so gut wie jeder Mann zu Hause eine Knarre hatte.

Und der Bundesregierung in Washington traut(e) man auch nicht so recht über den Weg.