50 Stiche im Wahn zerstören ein Leben und eine Familie


Im Kokainrausch tötete ein Mann seinen Bekannten. Das Landgericht Darmstadt ordnete die Unterbringung in der Psychiatrie an. Eine unglaublich Tat. Mit über 50 Messerstichen hatte ein kokainabhängiger und wohnsitzloser Italiener am 28. Juni 2018 in einer Offenbacher Wohnung einen 26 Jahre alten Landsmann getötet. Beide hatten Kokain konsumiert, hatten sich dann gestritten und der 34-Jährige war dabei total ausgerastet. Auch wenn er im Gericht sagte, dass er sich nur verteidigt habe.

Die rechtsmedizinische Gutachterin hatte beschrieben, dass man über 50 Stich- und Schnittverletzungen im Kopf, Rumpf, Armen und Beinen des Getöteten gezählt habe. In den rechten Oberarm sei so heftig gestochen worden, dass der Knochen eingekerbt gewesen sei, so die Ärztin.

Zudem war die Wohnung so verwüstet gewesen, dass die Polizisten die den Mann kurz nach der Tat festnahmen, den tödlich Verletzten erst dann unter Möbelstücken entdeckten. Den auffällig hohen Kokaingehalt (bzw. dessen Abbauprodukte) im Blut des Beschuldigten kommentierte der Vorsitzende Richter mit „Werte, die ich noch nie gehört hatte“.

FAZ (dpa): Mann muss nach tödlicher Messerattacke in Psychiatrie

Missbrauch im Odenwald

Die Waage der Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum.

Ob wohl die Taten zwischen Ende 2005 und März 2009 stattgefunden haben sollen, sind sie noch nicht verjährt, weil die Frist erst am dem 30. Geburtstag der Geschädigten zu laufen beginnt. Der Geschädigte – es gibt eine Einlassung des Angeklagten – hier ist 26 Jahre alt und realisierte erst vor zwei Jahren zusammen mit der Freundin was passiert war.

Echo online: Ex-Orchesterleiter wegen Missbrauchs im Odenwald vor Gericht

Wenn Zeugen vor Gericht nicht die Wahrheit sagen, aber trotzdem nicht lügen

Auch Prozess um die in Mörlenbach getöteten Kinder gibt es unterschiedliche Zeugenaussagen zu einigen Abläufen. Die gehen von ‚beide sind rausgelaufen‘ über ‚die Frau bewegte sich nicht‘ bis ‚der Mann wurde aus dem Auto gehoben‘. Ich habe dazu mit der Psychologin Katrin Streich vom „Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement“ gesprochen.

Echo online: Unterschiedliche Zeugenaussagen

Heute im Landgericht: Messerstiche in Offenbach

Ende Juni 2018 wurde die Polizei zu einem Streit in den Offenbacher Stadttteil Senefelder Quartier gerufen. Ein Mann mit einem Messer lässt sich festnehmen, dabei findet die Polizei in der verwüsteten Wohnung unter Möbelstücken das mit 30 Messerstichen schwer verletzte Opfer, welches vier Tage später verstirbt.

sueddeutsche.de (dpa): Tödliche Attacke in Offenbach – Prozessbeginn in Darmstadt

Bibliothek sucht Räume

Im Gebäude E in der Bessunger Straße 125 ist unter anderem die Bibliothek des Naturwissenschaftlichen Vereins Darmstadt.

Der Naturwissenschaftliche Verein Darmstadt sucht ein neues Domizil für seine für Darmstadt einzigartige Bibliothek. Die zwei Räume, die er zur Zeit dafür hat, sind dem Gelände der Bau-, Garten- und Umweltverwaltung („Technisches Rathaus“ in der Bessunger Straße 125), das die Stadt aber verkaufen will.

Echo online: Naturwissenschaftliche Bibliothek bangt um ihre Räume

Terminprobleme bei Gericht

Mitte Januar 2019 war ich im Amtsgericht. Der Vorsitzende des Sportvereins DJK/SSG soll Vereinsgeld veruntreut haben – was dieser bestreitet. Dann aber fiel der zweite Verhandlungstag aus. Nun wird der Prozess neu angesetzt.

Eine Gelegenheit mal etwas über Terminfindung bei Gericht und etwas über Verjährung zu erklären.

Echo online: Untreue-Prozess beginnt Ende Mai von vorne