Weitere Details zur Braunshardter Geldautomatensprengung

Vor dem Darmstädter Justizpalast steht eine autobahnwürdige Schilderbrücke.


Beim Landgerichtsprozess um die Braunshardter Geldautomatensprengung von vor bald drei Jahren, kamen gestern neue Hinweise auf einen zweiten Täter dazu.
Echo online: Gibt es einen zweiten Täter?
Dabei hatte der Verrhandlungstag gestern schleppend begonnen. Der Pflichtverteidiger war kurz weg, weil er in einem zeitgleich startenden Verfahren auch Verteidiger ist und die ersten zwei Zeugen waren nicht gekommen. Der eine Zeuge war aber nur zu spät, so dass er noch ums Ordnungsgeld herum kam.

Zu viele Zufälle

Der Prozess um einen gesprengten Braunshardter Geldautomaten ist zuende.

Echo online: Verbrennungen überführen den Täter

Es waren für das Gericht in der Summe zu viele Zufälle, sodass es im ermittelten Angeklagen den Täter sah. Verbrennungen in der Tatnacht, untypische Verbrennungen für einen Grillunfall, Ortskenntnis, von Weiterstadt in ein Frankfurter Krankenhaus fahren, zunächst sich unter falschem Namen im Krankenhaus aufnehmen lassen, Suchbegriffe im Browser und Schulden als Motiv. Jedes einzelne Indiz hätte nicht gereicht, sagte der Richter, aber in der Gesamtschau gebe es keinen Zweifel.

Prozess um Geldautomatensprengung

Das Haus in der Braunshardter Georgenstraße blieb trotz Geldautomatensprengung stehen. Zur Zeit wird es saniert.

Im Sommer 2013 war der Geldautomat in der Braunshardter Georgenstraße gesprengt worden. Die Polizei ermittelte einen jungen Mann als Täter, der seit November vor dem Amtsgericht Darmstadt steht.

Am Mittwoch erläuterte einer der Ermittler ausführlich, warum die Polizei anhand von Indizien den 27 Jahre alten Angeklagten für den Täter hält. Der Mann aus Weiterstadt bestreitet die Tat.

Echo online: Brandexperten erläutern möglichen Ablauf der Automatensprengung in Braunshardt

Mutmaßlicher Automatensprenger vor Gericht

Wie die Polizei durch logisches Überlegen auf einen möglichen Täter kommt, zeigte gestern ein Prozess um ein am 25. Juni 2013 gesprengten Geldautomaten in einer Braunshardter Volksbank Filiale.

Die Ermittler überlegten, dass man sich bei einer Sprengung mit Propangas ja auch verbrennen kann und fragten nach entsprechend Verletzen in den umliegenden Krankenhäusern. Es gab in dieser Nacht nur einen jungen Mann, der sich zudem mit der Krankenkasse eine Freundes zunächst unter falschem Namen selbst eingeliefert hatte.

Echo online: Mutmaßlicher Automatensprenger vor Gericht

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Heiße Eisen im Lokalteil: Feuerwehrschließung

Echo online: Die Freiwillige Feuerwehr Braunshardt löst sich auf

Im August 2014 hatte ich bei einem Termin das marode Gerätehaus der Braunshardter Feuerwehr gesehen und mich gefragt, warum da nichts passiert. Ich recherchierte und stellte fest, dass das Schema “gute Feuerwehr – böse Stadt” nicht funktioniert. Vielleicht hatte das vor einigen Jahren in Darmstadt noch gegolten, aber in Weiterstadt war die Lage anders.

Nun ist es so weit, die Stadt Weiterstadt hat eine Entscheidung gefällt und sie wird die Wehr in Braunshardt schließen. Ob ich mich da heute nun um Kopf und Kragen geschrieben habe, werde ich dann beim nächsten Mal in Braunshardt merken.

Vereinsmeierei

“Verein” das sei so typisch deutsch, hört man manchmal. Mag sein, aber vielleicht ist eher die ganze Absichererei und das Zuweisen von Verantwortlichkeiten eher typisch deutsch. Denn ein Verein ist nach meiner Beobachtung oft auch nur die Reaktion aufs System.

Da wollte eine Inititive in Braunshardt eine Nachbarschaftshilfe für den Weiterstädter Stadtteil organisieren. Und irgendwann stellte sie fest, dass bei einer Nachbarschaftshilfe ganz schnell Versicherungsfragen auftauchen können. Und um eine Versicherung abschließen zu können, muss man im “Paritätischen” Mitglied sein, und um da rein zu kommen, muss man gemeinnütziger Verein sein – also ein e.V.

Und schon wurde aus der Inititive ein Verein und am 2. März startet nun die Nachbarschaftshilfe.

Echo online*: Anwohner unterstützen sich gegenseitig

Ein anderer Vorteil eines gemeinnützigen Vereins: Man kann Quittungen ausstellen, die die Spender steuerlich geltend machen können. Und teilweise spenden einige Einrichtungen nur an gemeinnützige Vereine.


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Weiterstadt und Braunshardt wieder verbunden

Ein Radfahrer fährt durch die Unterführung Forststraße, die Braunshardt mit Weiterstadt verbindet.

Der Bahnübergang Forststraße ist nach eineinhalb Jahren Bauzeit zu einer Unterführung geworden.

Echo Online: Unterführung Forststraße ist fertig – Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Verbindung zwischen Weiterstadt und Braunshardt wieder offen. (Chronologie) Damit ist der Bahnübergang mit Schranken zu einer Straße unter der Bahnlinie durch geworden. Der Bau ist nicht nur eine kosmetische Baustelle gewesen, seit den neunziger Jahren waren an dem damaligen Bahnübergang mehrere Menschen tödlich verunglückt.

Am 4. Mai 1998 war es die Schülerin Esther Seifert. „Unsere Tochter war bei der Jugendstunde beim Jugendrotkreuz“, schilderte ihr Vater Hans-Gunther Seifert. „Auf dem Gepäckträger ihres Fahrrades hatte sie das Anmeldeformular für die Pfingstfreizeit.“ Esther Seifert wäre dieses Jahr 28 Jahre alt geworden.

Das Bürgerhaus Braunshardt und die Kosten

Eine Weiterstädter Frage, die ich mal in einem Artikel angehen wollte, hat sich am Donnerstag (4.) selbst beantwortet: Wer in der Politik ist eigentlich für und wer ist gegen das Bürgerhaus Braunshardt? Denn ich hatte so ein paar Meinungen mitbekommen und dachte, dass ich da mal nachfragen müsste.

Politisch gibt es nun eine Antwort: Die CDU blickt auf die Haushaltslage und ist angesichts des knappen Etats dagegen, ein Bürgerhaus zu bauen.

Echo Online: Kritische Stimmen zum BürgerhausWas die Bürgerhäuser kosten

Echo Online, 27.10.2014: Weiterstädter Bürgerhäuser unter der Lupe – Betrieb der drei Gebäude kostet jährlich rund 643.000 Euro

Echo Online, 25.8.2014: Seit Jahren wird in Etappen am Weiterstädter Bürgerzentrum gearbeitet

Neuer Schlossplatz in Braunshardt

„Trister Waschbeton, unübersichtliche Gehölzgruppen, in die Jahre gekommene Möblierung und provisorische Stellplätze.“ So beschrieb selbst die Stadt Weiterstadt den Braunshardter Schlossplatz Anfang 2014.

Nun ist der Platz neu gestaltet. Nur halte ich jetzt für wenig spannend, wie der Platz nun aussieht, da er keine neuen Funktionen hat. Den Platz zeigt ein Foto im Artikel und die Braunshardter wissen eh wie der Platz aussieht und aussah. Das Besondere ist meiner Meinung nach die Geldquelle. Denn bezahlt wurde der Platz vom Land Hessen und der Fraport; als kleiner Ausgleich, weil Weiterstadt vom Fluglärm betroffen ist. Aus dem Topf “Nachhaltige Kommunalentwicklung” bekommen zwölf Kommunen Geld, Weiterstadt ist die einzige davon im Landkreis Darmstadt-Dieburg; die anderen Kommunen sind Bischofsheim, Büttelborn, Flörsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Neu-Isenburg, Offenbach, Raunheim, Rüsselsheim und Trebur.

Echo Online: Neues Gesicht für den Schlossplatz

Spannend könnte es allerdings noch wegen der Parkplätze werden. Im Sommer hatten Bürger beschwert, dass welche wegfallen.

Nachbarschaftshilfe in Eberstadt und Braunshardt

Manchmal fallen die Themen ja fast zeitgleich zusammen. In Braunshardt hat sich ein Verein gegründet, der auch Nachbarschaftshilfe organisieren will. Und in Eberstadt soll ein privates Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe geknüpft werden. Beides auf lokaler Ebene, da der Austausch besser in der räumlichen Nähe klappt.

Nur will man in Eberstadt den Verein wegen der damit einhergehenden Bürokratie vermeiden, während man in Braunshardt (www.wohnenbleiben-braunshardt.de) gerade den Verein will, auch um versicherungsrechtlich auf sie sichere Seite zu kommen.