Verbindungen zum Vergleichen

Wiedermal klaut mir die Frankfurter Rundschau die Möglichkeit zur Zweitverwertung* indem sie einen eigenen Mitarbeiter schickt. Dieses Mal ging es um den Rhein-Main-Kommers in der Darmstädter Orangerie.

Echo online: Protestler gegen Burschenschaften beschädigen Orangerie – Zwei Stunden vor dem Kommers hatten sich rund 60 Demonstranten am Luisenplatz getroffen.

FR-Online: Burschenschaftentreffen – Ein Richter entgleist

Mein Eindruck von Studentenverbindungen aus meiner bisherigen Arbeit (die mich zu dreien und zu Gesprächen dort führte): Die sind eher konservativ und liberal als grün und sozialdemokratisch. Und dann gibt es noch einzelne mit tatsächlich Rechtsradikalen, weswegen für Linke alle Verbindungen böse sind. Es wird die Gruppen geben, die Deutschland in den Grenzen von 1941 sehen wollen, aber da war ich bis jetzt noch nicht.

*Der FR-Darmstadtteil wird seit einiger Zeit mit in der Regel gekürzten Echo-Artikeln bestückt.

Termin beim Institut für Energiesysteme und Energietechnik

Auch mal was, wenn die Konkurrenz auch bei einem Termin ist, da schmort man nicht so im eigenen Saft und kann auch mal am praktischen Beispiel gucken, was man hätte anders machen können (auch wenn in dem Fall mir die Chance auf Zweitverwertung entgeht ;-).

Frankfurter Rundschau: TU Darmstadt: Den Klimakiller einfangen

Darmstädter Echo: Treibhausgas-Forschung auf der Lichtwiese – Klimaschutz: In einer neuen Großanlage wollen TU-Forscher Abscheidung des Treibhausgases Kohlendioxid erproben.

Schön finde ich ja, dass die FR-Kollegin und ich mit der Champagnerflasche anfangen …

Zufall

Ich gucke ab und an in diverse Blogsuchmaschinen rein, vielleicht ergibt sich dabei ja ein Thema. Neulich staunte ich aber. Ich stolperte so über ein Blog einer jungen Frau, die etwas über ein Einkaufszentrum schrieb. Und als ich zufällig am Samstag in dem Shoppingcenter war, sah ich die Frau auf der Rolltreppe. Naja, da sagt man natürlich nichts, weil das ja etwas schräg wäre. Oder wie würde man es finden, wenn einen jemand anhaut, der so alt wie der eigene Vater ist?

Zeitungsverschwinden: Doch Rente mit 62

Jedenfalls wenn ich auf die Newspaper Extinction Timeline gucke. Dort (PDF, 1,2MB) geht Ross Dawson aufgrund verschiedener Faktoren (Demografie, E-Reader, Werbetrends etc.) davon aus, dass zwischen 2017 und 2040 die gedruckten Zeitungen verschwinden werden.

2017: USA
2019: Großbritannien, Island
2020: Kanada, Norwegen

2021: Finnland
2022: Australien, Hong Kong
2023: Dänemark
2024: Spanien, Tschechien
2025: Schweiz

2027: Niederlande
2028: Österreich
2029: Frankreich
2030: Deutschland
…

via Bildblog

Veröffentlicht unter Job | Verschlagwortet mit

Blauäugiges Bildblog?

Das Bildblog kritisiert Ernst Elitz wegen eines Kommentars in der Bild. Elitz verwechsele „Profi mit Porno“ sagt das Blog. Elitz kritisiert in seinem Kommentar ein Gerichtsurteil gegen einen Journalisten, weil dieser einen Schauspieler mit einem Sex-Video erpresst hat.

Elitz weist auf ein Problem hin, das ich auch sehe, wenn man das Urteil weiter denkt:

Darf ein Journalist mit keinem mehr sprechen, über den er mehr weiß, als dem Angesprochenen lieb sein kann? Das ist bei jeder professionellen Recherche so. Das verletzt keine Grenze. […] Ein Journalist, der Betroffene mit Recherche-Ergebnissen konfrontiert, nötigt nicht. Er schafft klare Verhältnisse. Unabhängig davon, ob es um einen groß angelegten Betrugsfall oder um ein Sexvideo geht.

Das Bildblog sagt nun – zu recht:

Für Elitz ist der Ankauf eines illegal angefertigten Videos aus der Privatsphäre eines Prominenten aber gleichzusetzen mit investigativem Polit- oder Wirtschafts-Journalismus.

Punkt. Und das war es dann in dem Medienblog zu dem Thema. Kein Gedanke daran, dass findige Anwälte gibt. Keine Gedanke an ein „was wäre wenn“, nein, lieber das medienkritische Publikum bedienen und fertig.

Nun, aber was, wenn ich oder igrendein Alpha-Blogger (um da mal eine Fallhöhe zu bekommen) beispielweise Unterlagen hätte, die zeigen, dass beim Bürgermeister/Abgeordneten/Konzernchef X in Y Korruption/Betrug/Veruntreuung gibt, und ich den nun zu den Vorwürfen befrage? Und der daraufhin mich oder Alpha-Blogger erstmal wegen Erpressung anzeigt?

Ach, das wird nie passieren? Hoffen wir mal, dass das Bildblog, dass in seiner Blauäugigkeit diesen Aspekt gar nicht diskutiert, nie über so einen Fall was schreiben muss. Wobei ich befürchte, dass ich selbst sowas schrieben müsste, wenn es mir passiert.

Funkfrequenzen

1. Pressemitteilung Kongresszentrum Darmstatium, 19.10.2010: Darmstadtium und Stadt Darmstadt zahlen Zeche der Neuordnung der Funkfrequenzen.

2. Artikel Echo online, 22.10.2010 (im Druck am 23.10.): Weil der Bund Frequenzen versteigert hat, müssen Darmstadtium, TU und Staatstheater viel Geld investieren.

3. Pressemitteilung MdB Brigitte Zypries, 22.10.2010, nachmittags: Funkmikrofone müssen auch in Zukunft senden! Zypries fordert: Bundesregierung soll Zusagen einhalten

Spontan-Essen


Gestern ergab sich für mich eine Mitfahrgelegenheit nach Essen zur Spielemesse. Also bin ich ohne große Pläne uns Spielelisten (außer Würfel und Thalassa-Quellenbuch kaufen) hin, was dann auch das richtige Konzept war. Es ist einfach weniger stressig, als ein voller Zettel. Denn inzwischen bin ich von Spielekäufen auf der Messe abgekommen. Einer der Top-Tipps und Einkäufe des Jahres 2007 steht seit einiger Zeit bei mir als Sockel unter dem Drucker – und das muss ja nicht sein. Weiterhin lasse ich englischsprachige Spiele aus, da sich doch schwieriger Mitspieler finden lassen. Und ansonsten muss man eh die Rückmeldungen und Spielberichte im Internet abwarten. Ach ja, ich strebe auch keine Spielsammlung an. 365 Spiele (die ich nicht habe) müssen reichen, sage ich immer. Da hat man für jeden Tag des Jahres eines.

Auffällig war dieses Jahr das lange Warten an der Kasse, weil ich mich an sowas in den Jahren zuvor nicht erinnern konnte. Wir standen um 9.45 Uhr am Eingang Mitte und waren um 11.30 Uhr drin. Ich schob es auf die verklärende Erinnerung, aber im Spielbox-Forum< gibt es erboste Einträge über die langen Wartezeiten. (10.10 Uhr Messeeingang Mitte, 11.50 drin; 10.10 Uhr Eingang Mitte, 11.15 Uhr drin; Familientickets nur an der Hauptkasse – aber es gab auch: 9 Uhr Haupteingang, 9.20 Uhr Kassen geöffnet, 9.40 Uhr in der Vorhalle. Anscheinend hatte die Messe Essen an dem Morgen neue Ticket-Software installiert.

Voll war es. Sagten zumindest ein paar Händler, ich fand es nicht so schlimm – aber ich hatte mir ja auch keinen Stress gemacht.

Ein Testspiel habe ich auch geschafft, „Munchkin Quest“, die Brettspielvariante des Kartenspiels. Dabei ging es mir auch um den Kampfmechanismus, der erfreulich simpel ist, funktioniert und den ich nun für eine eigene Idee (unausgegoren, seit Jahren auf Zetteln und im Kopf) übernehmen will.

Und schließlich habe ich sogar einen ledernen Würfelbecher mit Deckel gefunden. Die gibt es zwar auch aus Plastik, aber da klappern mir zu sehr. Und jetzt können die Würfel in den Becher und fallen nicht raus. Hoffentlich.

Ok, so ganz bei „kein Spiel kaufen“ blieb es nicht, „1655 – Habemus papam“ ist eine kleines Kartenspiel, das ganz interessant klang.

19 Uhr war dann Feierabend und die Stühle und Tische wurden hochgeklappt: