
In Sichtweite der Skoda-Deutschland-Zentrale in Weiterstadt, baut das Autohaus Welker einen neuen Hauptstandort.

Die Baustelle am Morgen des 7. Januar 2013.

In Sichtweite der Skoda-Deutschland-Zentrale in Weiterstadt, baut das Autohaus Welker einen neuen Hauptstandort.

Die Baustelle am Morgen des 7. Januar 2013.
Arte geht am Samstag (11.) 100 Jahre zurück
22:05 – 23:05 Ein Tag im Jahre 1913
23:05 – 00:00 Fantômas – Das grausame Genie (Doku von 2008)
Und Sonntag (12.) geht es weiter:
00:00 – 01:00 Fantômas – Im Schatten der Guillotine
01:05 – 02:06 Fantômas – Juve gegen Fantômas
02:05 – 03:42 Fantômas – Der mörderische Leichnam
(Spielfilme von 1913, aber keine Komödien wie in den 60ern)
kurier.at: Erst Weltkrieg, dann Künstler und Politiker
Attila und Paul Hörbiger, Karl Farka, Hans Moser. die Politiker Theodor Körner und Julius Raab waren im Ersten Weltkrieg Soldaten.
diepresse.com: Hitler und Stalin im Ersten Weltkrieg
kurier.at: Wenn Dichter in den Krieg ziehen
Bekannte Frontberichterstatter waren Franz Molnár, Robert Musil, Franz Werfel und Egon Erwin Kisch.
diepresse.com: Was Österreichs Krieg erst zum Weltkrieg machte
diepresse.com: Nobelpreisträger: Die Wissenschaft begann schon 1914 auszubluten
welt.de: 1914 : Wir sitzen immer noch Goebbels‘ Propaganda auf
Mitteldeutsche Zeitung: Die erste Schlacht des 1. Weltkrieges: Der fremde Krieg
SpOn:
Russland im Ersten Weltkrieg: Armee der Bauernsöhne
Erster Weltkrieg: Feldpostbriefe des jüdischen Soldaten Otto Meyer
tagesspiegel.de: Erster Weltkrieg und Europa: Wie in England mit 1914 Politik gemacht wird
ORF.at: Der Erste Weltkrieg und das Burgenland
Stuttgarter Zeitung: 100 Jahre Erster Weltkrieg: Der Große Krieg und seine Gegenwart
In den USA werden zwei bestellte Schlachtschiffe ausgeliefert: Eines für Griechenland, eines fürs Osmanische Reich. „Es könnte sich der interessante Fall ergeben, dass zwei frisch gekaufte Schlachtschiffe rivalisierender Staaten gemeinsam die Straße von Gibraltar passieren“, schreibt die „Neue Freie Presse“ in Österreich-Ungarn.
SpOn: Elbphilharmonie – Bericht des Untersuchungsausschusses nennt Schuldige
Zusammengefasst:
– Zum Bau ausgeschrieben, obwohl die Bauplanung noch nicht fertig war.
– Ausführungsplanung verblieb beim Architekturbüro, was aufwändige Planung parallel zu Bau bedeutete.
– Deswegen laufend Planänderungen die Nachforderungen durch das Baukonsortium verursachten.
– Die städtische Kontrollgesellschaft war überfordert und prüfte die Nachforderungen nicht richtig nach, vertuschte das aber.
– Was wiederum die Hamburger Stadtregierung nicht merkte.
Der deutschfreundliche osmanische Kriegsminister Enver Pascha wird auch Generalstabschef.
Der Kunstsammler, Journalist, Autor, Kunsthändler, Galerist und Mäzen Heinz Berggruen kommt in Berlin zur Welt. 1935 wandert er wegen Drangsalierung in Nazideutschland in die USA aus.
Neue Hinweise? Kurz: Nein, die Hinweise sind meiner Meinung nach jedenfalls nicht neu. Es gab 1914 in Österreich-Ungarn ganz klar eine Gruppe, die schon länger für einen Krieg gegen Serbien war. Das Dokument wird ein weiterer Beleg dafür sein.
Die Tiroler Tageszeitung Online und eine englische Ausgabe einer serbischen Zeitung melden heute, dass es schon vor dem Sarajewo-Attentat Kriegspläne der k.u.k-Monarchie gegen Serbien gab.
Tiroler Tageszeitung: 1914/2014: Kriegspläne angeblich schon vor Sarajevo-Attentat – General Oskar Potiorek soll den entlarvenden Brief bereits am 28. Mai 1913 an den damaligen österreichisch-ungarischen Finanzminister Leon Bilinski geschickt haben.
inSerbia.info: Letter From 1913 That Reveals That Vienna Planned WWI Presented – Plans for the start of the World War I existed 13 months before Sarajevo assassination and 14 months before the Austro-Hungarian declaration of war on Serbia, according to so far hidden letter, which was presented today in Andricgrad by the Director of the Archives of Serbia, Miroslav Perisic.
Das Dokument war in den zwanziger Jahren aufgetaucht, scheint aber verschwunden.
Prinzipiell neu scheint mir das nicht; es gab in der Donaumonarchie hochrangige Scharfmacher – wie eben Leon Biliński – gegen Serbien:
Wikipedia: Leon Biliński – Biliński gehörte zur Kriegspartei, den Befürwortern einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Serbien, zusammen mit den wichtigsten Exponenten der Gesamtmonarchie, wie Ministerpräsident Karl Stürgkh, Generalstabschef Franz Conrad von Hötzendorf und Kriegsminister Alexander von Krobatin. Gemeinsam mit Außenminister Leopold Berchtold war Biliński schon beim Ministerrat am 2. Mai 1913, während der Skutari–Krise, für die Angliederung Serbiens als gleichberechtigter Teil der Monarchie eingetreten.
Und Franz Conrad von Hötzendorf hatte detaillierte Operationspläne gegen Russland, Serbien und Italien ausgearbeitet. Er hatte zwischen 1913 und 1914 25 Mal vergeblich einen Krieg gegen Serbien verlangt, wie auch Christopher Clark in seinem „Schlafwandler“-Buch über den Generalstabschef berichtet.
1909, als die bosnische Annexionskrise ihren Höhepunkt erreichte, war von Hötzendorf auch einer der, der alles vorhersah.
„Es ist ein Verbrechen, dass jetzt nichts geschieht. Der Krieg mit Serbien hätte die Monarchie gerettet. In wenigen Jahren werden wir diese Unterlassung bitter büßen, und ich werde dazu auserkoren sein, die ganze Verantwortung zu tragen und den Kelch bis zur Neige zu leeren.“
Nachtrag, 7.1.: Da war ich ja noch richtig entgegenkommend, indem ich tatsächliche Hinweise auf Kriegspläne nannte. Inzwischen ist eine Agentur-Meldung dazu (auch) in der NZZ und der Welt (siehe in den Kommenataren) angekommen. Und da heißt es:
Serbien «beweist» seine Unschuld: In dieser Übersetzung steht so ziemlich das Gegenteil dessen, was Serbien dem Brief zuschreibt. Zwar spricht der Wiener Militärgouverneur von einem «unausweichlichen Krieg in einigen Jahren» (… schlägt aber auch ein Handels-, Zoll- und Militärabkommen zur Entschärfung der Lage vor.)
Der Erste Weltkrieg ist ein Musterbeispiel für den Unterschied zwischen Ursache und Anlass. Der Anlass, der dazu führte, dass die damaligen europäischen Großmächte anfingen aufeinander einzuschlagen, war die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo am 28. Juni 1914. Ursache war aber die Politik der Großmächte in den Jahren und Jahrzehnten zuvor.
Seit der Unabhängigkeit Griechenlands 1830 waren auf dem europäischen Gebiet des Osmanischen Reiches viele neue Staaten am entstehen. Der Nationalismus, den die Französische Revolution ausgelöst hatte (das französische Volk musste seine Revolution (Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit) gegen die konservativen Monarchien Europas verteidigen) wurde von anderen Völkern aufgegriffen.
War es vor 1789 der sowieso immer Steuern zahlenden Bevölkerung ziemlich egal welche Sprache oder Nationalität ihr Landesherr hatte, so änderte sich dies nun langsam aber sicher in ganz Europa. Mit weitreichenden Folgen. So herrschte Österreich auf dem Balkan unter anderem über Ungarn, Tschechen, Kroaten, Slovaken oder Polen. Zwar waren die Gebiete wie Böhmen mit den Tschechen schon seit dem Mittelalter Teil des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ gewesen, aber die Nationalität wurde erst jetzt interessant. Im europäischen Teil Russlands lebten ebenfalls nationale Minderheiten wie beispielsweise Finnen, Esten, Litauer oder Polen. Ebenso in Preußen, welches dank der Aufteilung Polens zwischen Russland, Preußen und Österreich eine polnische Bevölkerung hatte.
Im Berliner Frieden von 1878 wurden die vormals türkisch-osmanisch beherrschten Länder Bulgarien, Montenegro, Rumänien, Serbien souverän. Österreich-Ungarn durfte Bosnien und die Herzegowina besetzen und Großbritannien erhielt Zypern.
Aber es gab noch reichlich Land des langsam zerfallenden osmanischen Reiches zu verteilen, denn Albanien, Nordgriechenland, Makedonien, und Südbulgarien (Namen aus heutiger Sicht) blieben türkisch.
1908 kommt es zur Revolution der Jungtürken unter Enver Pascha. Das osmanische Reich soll eine Verfassung und gleichberechtigte Untertanen bekommen. Die Balkanstaaten sehen in der türkischen Schwäche Gelegenheiten zur Nationalismusauslebung und Gebietsvergrößerung.
1908 annektiert Österreich-Ungarn das schon besetzte Bosnien-Herzegowina, um Fakten zu schaffen. Serbien sieht dadurch seinen Weg zum Meer und sein „Recht“ auf ein Großserbien verhindert. Österreich-Ungarn wird in seinem Handeln von Deutschland unterstützt. Dadurch kommen die beiden Mittelmächte in Konflikt mit Russland, das Serbien unterstützt. Der pro-serbische russische Außenminister Iswolski tritt schließlich zurück und wird russischer Botschafter in Paris.
1911/12 kommt es zum Krieg zwischen Italien und der Türkei um Libyen. Russland vermittelt die Gründung des Balkanbundes zwischen Serbien und Bulgarien mit dem Hintergedanken den Einfluss Österreich-Ungarns einzudämmen. Die türkische Schwäche wird 1912 von Montenegro, Serbien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien genutzt, um ihr Staatsgebiet auf Kosten des europäischen Restes des osmanischen Reiches zu vergrößern.
Der Erste Balkankrieg ist Montenegro, Serbien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien gegen die Türkei.
Die Großmächte mischen natürlich auch mit und unterstützen verschiedene Balkanstaaten. Russland unterstützt Serbiens Pläne zum Meer zu gelangen, Österreich-Ungarn unterstützt Bulgarien, um Serbien und Italien zu bremsen. Denn Italien möchte Albanien kassieren und besetzt in der Ägäis vor der türkischen Küste die Dodekanes.
Auf der Londoner Konferenz im Mai 1913 vermitteln Deutschland und England die Verteilung des ehemaligen osmanischen Kuchens. Nur sind sich die jungen Balkanstaaten selbst nicht grün und fallen beim Beuteverteilen im Juni 1913 übereinander her.
Der Zweite Balkankrieg ist Montenegro, Serbien, Griechenland und Rumänien gegen Bulgarien. Bulgarien greift Serbien an und Montenegro, Griechenland sowie Rumänien unterstützen Serbien. Österreich-Ungarn will Bulgarien beistehen, wird aber von Deutschland und Italien daran gehindert, denn Russland war ja auch noch im Hintergrund als serbischer Verbündeter.
Im August kommt es zu Frieden von Bukarest. Serbien hat sein Staatsgebiet verdoppelt, ist aber noch immer ohne Seehafen, Albanien ist selbstständig und Bulgarien verliert Mazedonien an Griechenland und Serbien.
Infolge nicht eindeutig festlegbarer ethnischer Grenzen und eigentlich damals immer noch anachronistisch nationale Minderheiten ignorierende in „Groß“reichen denkenden nationalistischen Politikern, blieb der Balkan auch nach seinen beiden Kriegen 1912/13 ein Spannungsfeld.
Für den britischen Admiral und Ersten Seelord John „Jacky“ Fisher war schon 1911 klar, wann es zum Krieg kommt: Im September 1914. Zu dem Zeitpunkt sollte der Nord-Ostsee-Kanal (damals Kaiser-Wilhelm-Kanal) fertig ausgebaut sein und somit breit und tief genug für die neuen deutschen Schlachtschiffe sein. Wie wir wissen, hat er sich nur um einen Monat verschätzt. Oder er wusste, dass das kaiserliche Marinekabinett auch 1911 geraten hatte, dass wenn es schon knallen muss, dann bitte damit zu warten, bis der Kanal fertig ist.
Grabenkrieg, endlose Belagerungen und Revolution. Das sagte schon 1898 einer für den nächsten großen Krieg voraus.
zeit.de: Die letzte Chance – Die große Friedenskonferenz von Den Haag 1899 – Jeder Krieg werde Jahre dauern, er werde aus einer endlosen Kette von Belagerungsoperationen bestehen, die Soldaten würden sich in einem auszehrenden Grabenkrieg gegenüberstehen. Solch ein Krieg werde Europa in Aufruhr und Revolution stürzen und mit der Abschaffung seiner Monarchien enden.
Das beschrieb der polnische (Polen war damals formell ein Teil Russlands) Industrielle und Eisenbahnunternehmer Jan Bloch (auch Johann von Bloch), in seinem Buch „Die Zukunft des Krieges“, was den Zaren zu einer Friedenskonferenz inspirierte, die 1899 in Den Haag stattfand.
Wie recht von Bloch hatte, erlebte er nicht mehr, er starb 1902.
Oder hatte es der 1890 entlassene Otto von Bismarck auch geahnt, als er nach einem Kaiserbesuch 1897 bei ihm in Friedrichsruh das Schlimmste befürchtete? Als der der Kaiser gegangen war, soll Bismarck gesagt haben: Zwanzig Jahre nach Friedrichs des Großen Tod sei Preußen bei Jena und Auerstedt von Napoleon geschlagen worden. Zwanzig Jahre nach seinem Tod werde „der große Krach“ kommen. Bismarck starb 1898.
Friedrich Engels, 1849: „Der nächste Weltkrieg wird nicht nur reaktionäre Klassen und Dynastien, er wird auch ganze reaktionäre Völker vom Erdboden verschwinden machen. Und das ist auch ein Fortschritt.“
Und nochmal Engels, 1887: „Und endlich ist kein anderer Krieg für Preußen-Deutschland mehr möglich, als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit. Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen (…) Zusammenbruch der alten Staaten und ihrer tragenden Staatsweisheit, derart, dass die Kronen zu Dutzenden über das Straßenpflaster rollen (…)“
Dass das so schön passt, ist naheliegend, es werden ja nur die Vorhersagen beachtet, die eintraten, die anderen lässt man unter den Tisch fallen.