diepresse.com: Zehn Lehren aus dem Ersten Weltkrieg
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Grafenstraße 18 am 5. Januar 2014.

Pallawiesenstraße 45 am 5. Januar 2014.
Nach der Umstellung auf Fließbandfertigung am 14. Januar 1914 wurde der Verkaufspreis von 850 Dollar (16.387 Euro in heutiger Kaufkraft) auf 370 Dollar (7134 Euro) gesenkt. Und ein Auto war in eineinhalb statt in zwölf Stunden montiert.
Im Neujahrsrückblick auf 1913 hatte das Deutsche Reich die Entsendung einer deutschen Militärmission nach Konstantinopel als prima Sache gesehen. Russland irgendwie nicht. Klar, denn die spechteten ja schon die ganze Zeit nach den türkisch kontrollierten Meerengen am Schwarzen Meer. Und ein schwaches Osmanisches Reich war da natürlich besser. Und jetzt kamen die Deutschen – auf der Suche nach Partnern.
Russland war nicht nur aus militärischen Gründen auf den Schwarzmeerausgang scharf, im Durchschnitt liefen zwischen 1903 und 1912 37 Prozent der russischen Exporte über Bosporus und Dardanellen, es war also auch eine Handelsstraße, die sie nicht unter Kontrolle hatten.
Der russische Botschafter in Paris, Alexander Iswolski, telegrafiert am 5.1.1914 seinem Zaren Nikolaus II., dass Frankreich bei der Lösung der Krise loyal zu Russland stehe. Und der russische Außenminister Sergei Sasonow plädiert in einer Denkschrift dafür, den Einfluss der Deutschen im Osmanischen Reich mit allen Mitteln zurückzudrängen. Mit allen Mitteln bedeutet hier auch Krieg.
Die Militärmission war am 28. Oktober 1913 vertraglich geregelt worden und am 9. Dezember vom Kaiser in einer Geheimaudienz verabschiedet worden. Als Ziele hatte Wilhelm II. Einfluss auf die türkische Armee und die Stärkung des militärischen Gleichgewichts gegenüber Russland genannt. 1912 war der englische Admiral Limpus mit der Reorganisation der osmanischen Marine beauftragt worden.
Die Liman-von-Sanders-Krise ist nach dem Chef der deutschen Militärmission, Otto Liman von Sanders, benannt. Er war am 14.Dezember 1913 nach Konstantinopel gekommen, um das osmanische Militär neu zu organisieren und übernahm wie vereinbart das Kommando über das türkische 1. Armeekorps um daraus ein Musterkorps zu formen.
Auf internationaler Ebene kommt es zu Beratungen und Mitte Januar wird es eines Konferenz geben.
Und mit ihm kommt der Darmstadtbezug: Weiterlesen
Spon: Chemiker Fritz Haber – Forscher an vorderster Front
Habers Ehefrau Clara hatte 1900 als erste Frau an der Universität Breslau in Chemie promoviert. Sie sah die Gaseinsätze, die Haber auch aktiv begleitete, als „Perversion der Wissenschaft“. Nach einem Giftgaseinsatz 1915 in Ypern erschoss sie sich.
zeit.de: Die Zerstörung einer Frau
Der bayerische Ministerpräsident Georg Freiherr von Hertling (Zentrumspartei) wird in den erblichen Grafenstand erhoben. Und endlich gibt es einen Darmstadtbezug in einem Blog aus Darmstadt ;-), denn von Hertling wurde 1843 in Darmstadt geboren.
Vom 1. November 1917 bis zum 30. September 1918 wird also ein Darmstädter für einige Monate Reichskanzler sein. Ihm folgt der bekanntere Max von Baden.
Von Hertling war Professor für Philosophie an der Universität München, Katholik, Theologe, Reichtagsabgeordneter für die Zentrumspartei und zwischen 1909 und 1912 deren Fraktionsvorsitzender. Danach wurde er zum bayrischen Ministerpräsidenten berufen. Als er Reichskanzler wurde, war er schon am Erblinden, sodass er einen Aktenvorleser benötigte. Er war einer der erfahrensten deutschen Politiker, ein deutlicher Kontrast zu seinem Vorgänger dem preußischen, aber politisch unerfahrenen Georg Michaelis.
Als Wilhelm II. ankündigte, das parlamentarische System einzuführen trat Hertling zurück. Er war Konservativer und Monarchist und das war ihm zuviel Parlament.
Der Kartellverband verleiht eine Georg von Hertling-Medaille
Wer das alles nicht abwarten will, kann sich eine (englischsprachige) Zusammenfassung des Ersten Weltkriegs bei YouTube anschauen.
Ein ganzer Satz Artikel von der Julikrise 1914 durch die Schützengräben bis zum Versailler Vertrag 1919.
welt.de: Das sind die besten Bücher zum Ersten Weltkrieg
deutschlandradiokultur.de: Nicolas Wolz: „Und wir verrosten im Hafen“, Anton Holzer (Hrsg.): „Die letzten Tage der Menschheit – Der Erste Weltkrieg in Bildern“, Wilhelm Krull (Hrsg.): „Krieg von allen Seiten. Prosa aus der Zeit des Ersten Weltkrieges“
deutschlandradiokultur.de: Oliver Janz: 14 – Der große Krieg
deutschlandradiokultur.de: Klaus-Jürgen Bremm: Propaganda im Ersten Weltkrieg
deutschlandfunk.de: Der Weg in den Ersten Weltkrieg – Die USA und der Aufstieg zur Weltmacht
kurier.at: Erster Weltkrieg: Als vier Monarchien Europas untergingen
Ab dem 2. Januar 1914 erscheint in der Pariser Zeitung „Le Matin“ eine Reihe mit dem Titel „La plus grande Russie“ (Das größere Russland). Ein Artikel zeigt eine Landkarte unter der Überschrift „Der Kriegsplan Russlands“ auf dem angeblich die genauen Stellungen der russischen Armeekorps entlang der russisch-deutschen Grenze (Stand 31.Dezember 1913) stehen.