Warum die einen „immer“ in der Zeitung stehen und andere „nie“

Manche Gruppen oder Experten fragen sich, warum sie so selten in den Medien vorkommen? Ich erklär‘ das mal an einem praktischen Beispiel. Am Dienstag war „Safer Internet Day“.

Etwas spontan plante ich, den lokalen Ableger eines Computerclubs zu fragen, wie er das sieht, und was aus seiner Sicht das Internet sicherer machen könnte.

Mangels bisherigen Kontakten suchte und fand ich dann eine Internetseite. Mit Telefonnummer und E-Mail. Am Telefon war nur der AB und eine Antwort auf meine Mail kam nicht. Während ich meinen (für meinen eigenen Anspruch etwas dünnen) Text zum „Safer Internet Day“ dann ohne weitere Meinung eines ehrenamtlichen Experten schrieb und überlegt, wie ich die noch erreichen könnte, wurde ich nach Arheilgen geschickt. Da lägen tote Igel auf einer Brache, die gemäht und gerodet worden war.

Etwas sehr spontan plante ich, den lokalen Ableger eines Naturschutzclubs zu fragen, wie er das sieht, und was aus seiner Sicht das Leben für die Igel sicherer machen könnte.

Mangels bisherigen Kontakten suchte und fand ich dann eine Internetseite. Mit Handy- und Festnetznummer und E-Mail. Am Telefon war sofort die lokale ehrenamtlich arbeitende Expertin dran, ich musste keine E-Mail mehr schreiben und konnte raus vor Ort fahren und mir einen Eindruck verschaffen.

Und deswegen stand (wie so oft) – diesmal am Mittwoch – der BUND im Lokalteil und der CCC eben nicht. Und auf eine E-Mail-Reaktion warte ich immer noch.

„Niemand wird jemals einen Streit mit einem Kunden gewinnen“ – eine richtige aber keine Weisheit aus dem 12. Jahrhundert

Neulich hörte ich auf einem Termin („Das kann das Internet nicht“ – Stärken des Einzelhandels) das Zitat

„Ein Kunde ist die jeweils wichtigste Person in dem Betrieb. Er ist nicht von uns abhängig, sondern wir von ihm. Er bedeutet keine Unterbrechung in unserer Arbeit, sondern ist ihr Inhalt. Er ist kein Außenseiter unseres Geschäfts, er ist ein Teil von ihm. Er ist niemand, mit dem man sich streitet. Denn niemand wird jemals einen Streit mit einem Kunden gewinnen. Ein Kunde ist eine Person, die uns ihre Wünsche mitteilt. Unsere Aufgabe ist es, diese zu seiner Zufriedenheit auszuführen.“

Angeblich stammt es aus dem 12. Jahrhundert von einem Hans-Heinrich Path aus dem Kloster Eismar.

Da ich nicht das ganze Zitat notierte, guckte ich zuhause nochmal ins Internet. Und entdeckte im Blog des Beraters Heiko Stein, dass es weder ein Kloster Eismar gab, noch einen Hans-Heinrich Path, jedenfalls nicht im 12. Jahrhundert. Wenn dann war es das Kloster Cismar und Hans-Heinrich Path lebte dort im 20. Jahrhundert. Er war Buchautor, sammelte Sinnsprüche und druckte sie in Fraktur. Eine Schrift in der ein „C“ auch mal mit einem „E“ verwechselt werden kann. Was das „Kloster Eismar“ erklären würde.

Und dann gibt es von dem Zitat noch eine englische Version, die das Blog „Quote Investigator“ untersuchte.

A customer is the most important visitor on our premises. He is not dependent on us. We are dependent on him. He is not an interruption in our work. He is the purpose of it. He is not an outsider in our business. He is part of it. We are not doing him a favor by serving him. He is doing us a favor by giving us an opportunity to do so.

„Quote Investigator“ führt das Zitat auf das Jahr 1941 und einen Automobilmanager zurück, Kenneth B. Elliott, Vizepräsident des damaligen Autoherstellers Studebaker. Er sagte es 1941 in einem Interview mit der Zeitschrift „Printers’ Ink: A Journal for Advertisers“.

Macht aber nichts, denn dass der Kunde immer recht hat ist nunmal richtig. Natürlich kann man ihm auch sagen, dass er nicht recht hat, nur dann muss man sich überlegen, ob man den Kunden noch will und man auf ihn verzichten kann.

PS: Ich hatte meinen Fund dem Vortragsredner auch gemailt, aber von bislang keine Antwort bekommen. Wäre schön zu wissen, ob er immer noch das Zitat als aus dem 12. Jahrhundert referiert.

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Wixhäuser Wagenhändler Welker wächst in Weiterstadt

In Sichtweite der Skoda-Deutschland-Zentrale in Weiterstadt, baut das Autohaus Welker einen neuen Hauptstandort.

Das Skoda-Autohaus R. Welker GmbH wird mit seinem Hauptsitz von Wixhausen nach Weiterstadt ziehen. Am Dienstag (7.) war Spatenstich im Weiterstädter Gewerbegebiet. Neben der Zentrale von Skoda-Deutschland.

Echo online: Autohaus neben der Deutschlandzentrale – Skoda-Händler Welker aus Wixhausen will bis Herbst 2014 einen Standort in Weiterstadt eröffnen

Die Baustelle am Morgen des 7. Januar 2013.

Friedenslicht in der Bessunger Liebfrauenkirche – Frohe Weihnachten!

Die Friedenslichtflamme ist ein Ableger einer in Bethlehem entzündeten Flamme.

Echo Online: Die besondere Flamme aus Bethlehem

Das Friedenslicht gibt es seit 1986 und entstand aus einer Idee des ORF. Dieses Jahr hat der 12-jährige Michael Weixlbaumer aus Kematen an der Krems am 26. November 2013 in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem das Licht entzündet. Die Flamme geht dann nach Wien und wird von dort aus in der Welt – zur Zeit sind das 26 Länder – weiterverteilt. In Deutschland verteilen Pfadfinder das Licht, in Bessungen brachten es Pfadfinder der katholischenPfadfinderschaft St. Georg.

Das Friedenslicht brennt bis Heilige Drei Könige in der Liebfrauenkirche, dort kann jeder eines entzünden und mit nach Hause nehmen.

Durchstich bei der Unterführung in Braunshardt

Bauleiter Carsten Hampe, Bürgermeister Peter Rohrbach, Planer Wolfram Wittig und Luise Bartosch vom städtischen Bauamt bei der Baustellenbesichtigung am Dienstag.

Echo online: Bau der Unterführung kommt voran – Vorbereitung für weitere Arbeiten in Braunshardt laufen – Im September nächsten Jahres wird die von der Bahn AG gebaute Unterführung fertig sein, dann werden die Straßen und Wege gebaut.

Der „Durchstich“ war am 12. Dezember. Im Januar und Februar beginnen die Betonarbeiten für die Unterführung.

Parlamentskorrespondent

Dienstag war ich fürs ECHO im Darmstädter Stadtparlament:
Beitrag für Hausbesitzer, nicht für Bezirke – Stadt behält ihr Modell für Sanierungsbeteiligungen bei
Darmstadt hat wieder die Anteilsregelungen von 1971 und nimmt die von 1986 zurück. Damit beträgt der städtisch Anteil nun 25, 50 und 75 Prozent bei Anliegerstraßen, Straßen des innerörtlichen Durchgangsverkehrs und Straßen für überörtlichen DurchgangsverkehrProzent (1986 war es 50, 70 und 90 Prozent). Abrechnungsbezirke wurden abgelehnt. Laut Kämmerer André Schellenberg sei der Verwaltungsaufwand deutlich höher und für die gerichtsfeste Ermittlung der Bezirke müsse man externe Experten engagieren und für die Bescheidberechnung eine spezielle Software erwerben.

Mehr Geld für die Mathildenhöhe – Ausstellungshallen-Sanierung teurer – Magistratskommission Mathildenhöhe wird erweitert – Ortsgerichtsvorsteher für Eberstadt
Die Erweiterung der Magistratskommission Mathildenhöhe hatte die Uwiga rechtliche Bedenken, weil der vorgeschlagene Designprofessor in Darmstadt arbeitet aber in Frankfurt wohnt und dies von der Satzung und HGO nicht gedeckt sei. Rechtsdezernent Jochen Partsch (Grüne), bot an die Vorlage zurückzuziehen. Aber die Fraktionen von CDU, Grünen und SPD bestanden darauf abzustimmen.

Kein Beirat für die Mollerstadt – Grün-Schwarz lehnt Antrag der SPD ab.
Die SPD-Fraktion hatte viele Forderungen der „Interessengemeinschaft Sanierungsgebiet Mollerstadt“ übernommen. Diese hatte im Vorfeld ihre Einwände gegen die Umgestaltung der Grafenstraße unter allen Fraktionen breit gestreut und dies auch mitgeteilt.
Stefan Opitz, Grünen-Stadtverordneter und Anwohner der Elisabethenstraße, warnte davor „den vorbildlichen Bürgerbeteiligungsprozess über den Haufen zu kippen“ und fand, dass die jetzige Regelung „besser als zu Beginn“ sei.
Planungsdezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) wies darauf hin, dass eine schriftliche Bürgerbefragung einen so hohen Rücklauf gehabt habe, dass das städtische Amt für Statistik gesagte habe, „das ist quasi repräsentativ“. Sie nehme Gewerbetreibende mit Umsatzrückgängen ernst, betonte Lindscheid in ihrer mit Verve gehaltenen Rede. „Wir müssen untersuchen, woran das liegt.“
Manuel Krenzke (CDU) kritisierte, dass der SPD-Antrag in seinen Unterpunkte die Ergebnisse, die erst der Beirat bringen könne, vorweg nehme. Und Felix Weidner (Grüne) lehnte einen Beirat ab, weil dieser die Teilnehmer auf bestimmte Personen reduziere.
„Der eine bringt den Bürger, der andere jenen Bürger“, fasste Uwiga-Fraktionsvorsitzender Helmut Klett das Problem unformeller Bürgerbeteiligung zusammen. Und sagte in Richtung Koalition: „Ich wünsche Ihnen mit Ihren Stadtteilforen mehr Glück.“

Und vor einer Woche war ich im Weiterstädter Parlament:
Diskussion um Anrufsammeltaxi – Weiterstadt ändert Bebauungsplan für „An der Dornhecke“ zugunsten der Nahversorgung

Grundsteuer wird erhöht – Bürgermeister warnt vor späterer Erhöhung – Gegenstimme aus der ALW

Weg für Hotelbau am Steinrodsee ist frei – Weiterstädter Stadtparlament entscheidet sich mehrheitlich für Vorhaben – Bebauungsplan wird angepasst

Kompromiss für die Darmstädter Straße – Weiterstädter Stadtparlament beschließt Umgestaltung – Pflaster nur in Teilbereichen

Rohrbach wird Ehrenbürgermeister

Consulting nur noch gegen Cash

So, Medien- und Politikberatung gibt es ab sofort nur noch gegen Tageshonorar. Dann hat es nämlich was gekostet und dann nimmt man es ernst.

Weia, vor lauter Hände vor die Augen halten (neudeutsch: Facepalm) komme ich kaum zum tippen.

Nachtrag: Da rät man Geschäftsleuten nicht mit der Opposition im Parlament gemeinsame Sache zu machen, weil das bei den Regierenden selten gut ankommt. Und was machen die? Genau das. Was haben sie erreicht? Nix. Selbst schuld.

Veröffentlicht unter Job

Nachfragen hilft

Das Weiterstädter Rathaus vor genau einem Monat am 29.10.2013.

Weiterstadt spart durch sein Haushaltskonsolidierungsprogramm bis 2016 geschätzt rund drei Millionen Euro ein.

Macht aber voraussichtlich etwa auch 12,8 Millionen Euro Defizit.

Da ich die Zahlen anhand des Konzepts nicht zur Deckung bringen konnte, habe ich herumgefragt. Und siehe da: „Ein Ausgleich sei mit dem Haushaltssicherungskonzept auch nicht möglich, erklärte die Kämmerei auf ECHO-Nachfrage nach der Differenz.“ Lesen und dann nachfragen hilft.

Echo online: Drei Millionen Euro sparen – Weiterstädter Stadtparlament beschließt Haushaltssicherungskonzept – Grundsteuer und Friedhofsgebühr könnten steigen