Der Schatz von Kranichstein – Die DKP blickt auf die „Soziale Stadt“-Förderung

Die „Neue Mitte“ in Kranichstein war das letzte große Projekt des Städtebauprogramms „Soziale Stadt“ in Kranichstein.

1,3 Millionen Euro kostete die „Neue Mitte„, ein Platz in der Kranichsteiner Bartningstraße, der infolge von zwei Planungswerkstätten mit Bürgern und Einrichtungen entstanden war.

In ihrem aktuellen „Blickpunkt Kranichstein“ (PDF, 1,3MB) schreibt die DKP dazu

1,3 Millionen Euro in Beton gegossen – Bei der Besichtigung des Boulevards breche ich in spontanen Jubel aus. Da haben sich die Stadtplaner wirklich was nettes für uns ausgedacht. Sofort mache ich mich auf die Suche nach dem vergrabenen Schatz. Irgendwo müssen die 1,3 Millionen ja liegen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Sonntag (7.) hatte die DKP dann zu einer kleinen Begehung eingeladen. Echo Online: Kritik der Kommunisten an der „Sozialen Stadt“ – „Viel Geld in Beton investiert“: DKP-Mitglieder bemängeln bei Rundgang den Umgang mit Fördermitteln

Rund 7,5 Millionen Euro stecken über das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ in baulichen Maßnahmen in Kranichstein, in Eberstadt sind es um die 7,7 Millionen Euro.

Wo – ich nenne es mal – der „Schatz von Kranichstein“ vergraben ist, haben sich die Genossen (vielleicht unbemerkt) selbst beantwortet. Weiterlesen

Der Förderverein, der als Kerbverein angefangen hat

Echo Online: Der Förderverein Kranichstein wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Er veranstaltet die „Bunte Wiese“ und ist Keimzelle vieler Projekte

Übrigens: Ein Bild, dass der Fotograf André Hirtz von der „Bunten Wiese“ im Mai gemacht hat (und mit meinem Text, *trittbrettfahrbeimruhm*) wurde als eines der besten „Presse-Fotos Hessen-Thüringen 2014“ ausgezeichnet

Der Indoor-Adventmarkt

Der Jugendposauenchor des evangelischen Dekanats Darmstadt spielte auf dem Kranichsteiner Weihnachtsmarkt.


Der Kranichsteiner Weihnachtsmarkt hat eine Besonderheit: Es ist ein „Indoor“-Weihnachtsmarkt.

Echo Online: Der Weihnachtsmarkt auf dem man nicht friert Der Förderverein wollte im Jahr 2000 einen Weihnachtsmarkt für den Stadtteil, aber die markttypischen Holzhäuschen für die Händler waren nicht zu finanzieren. Also tat sich der Verein mit dem Wohnpark zusammen, der damit auch eine Veranstaltung im Haus für seine Bewohner hat.

Nikolaus Bernd Rohrmann grüßte auf dem Adventmarkt im Wohnpark Kranichstein.


(Ich bin ja dafür, die ein- bis dreitägigentägigen Märkte „Adventmärkte“ zu nennen. Weihnachtsmärkte sind für mich die großen Märkte, die von Ende November bis 23. Dezember laufen. Aber da gibt es wohl keine Regel.)

450, 525 oder 615 Jahre Kranichstein

Gläser mit Kranichsteinwappen zum Andenken an den Darmstädter Grenzgang von 2014

Gläser zum Andenken an den Darmstädter Grenzgang von 2014

Beim diesjährigen Darmstädter Grenzgang in Kranichstein hatte ich mich zwar schon ein wenig gewundert, dass Kranichstein erst vor 450 Jahre erwähnt worden sein soll (aber das konnte ich an dem Wochenende nicht klären). Mit Jörgs Anstoß und etwas mehr Zeit habe ich das nun mal etwas ausgeleuchtet, woher die 450 Jahre kommen, wo der Ort doch schon im Jahr 1399 erwähnt wird.

Echo-online: Wie alt ist Kranichstein? Stadtgeschichte – Auf der Suche nach einem Jubiläum gibt es verschiedene Daten

Ich war dazu auch im Hessischen Staatsarchiv und dort gibt es unter anderem eine Urkunde von 1564, die die 450 Jahre erklärt: Es ist das Jubiläum für den Namen, damals „Cranigstein“ geschrieben (13. Zeile, erstes Wort.) Aber der Ort wurde schon viel früher erwähnt.

Die Tücke eines sonnigen Wochenendes

Bei so einem schönen Wochenende mit zwei Freiluftterminen, muss ich mich immer daran erinnern, mich auch ja einzucremen. Denn dass ich zur Arbeit gehe und nicht zum Strand, interessiert die Sonne recht wenig.

Und so war ich in Kranichstein bei der Müllsammelaktion:
Echo Online: Sofa und Kochtopf in Bach und See

Sowie in der Autostadt Weiterstadt:
Echo Online: Tausende kommen zur Automobilausstellung

Das ganze sogar mit dem ÖPNV, denn von Kranichstein kam ich mit dem Zug nach Weiterstadt. Was auch eine gute Verbindung war, denn der Bus konnte während der Autoausstellung eh nicht über die Darmstädter Straße fahren.

Stadtteilbibliothek Kranichstein bleibt an drei Tagen in der Woche geöffnet

(Pressemitteilung der Stadt) Die Stadtteilbibliothek Kranichstein in der Erich Kästner-Schule ist ab sofort wieder dienstags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 19 Uhr sowie mittwochs und donnerstags jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Ein Team-Modell der Bibliotheksmitarbeiter ermöglicht die dreitägige Öffnung der Bibliothek. Lediglich am Donnerstag wurden Öffnungszeiten um zwei Stunden gekürzt und so denen der anderen Bibliotheks-Zweigstellen in Arheilgen, Bessungen und Eberstadt angepasst. Auch das monatliche Donnerstags-Vorlesen für Kinder bleibt mit veränderter Anfangszeit (16 Uhr) erhalten. Der nächste Termin ist der 04. Februar.

Siehe auch: Kranichsteiner nutzen ihre Stadtteilbücherei am intensivsten

Kranichsteiner nutzen ihre Stadtteilbücherei am intensivsten

Die Stadt plant, wegen Personalmangels die Kranichsteiner Stadtteilbücherei ab dem 12. Januar 2010 nur noch dienstags (10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 19 Uhr) zu öffnen. Wenn die eintägige Öffnung helfen soll die unterschiedlichen Ausleihquoten in den Stadtteilen zu nivellieren, ist das genau die richtige Maßnahme.

Vergleicht man die Ausleihstatistik der Darmstädter Stadtteilbibliotheken im Jahr 2008 mit den Einwohnerzahlen der Stadtteile, stellt man fest, dass die Kranichsteiner ihre Zweigstelle der Stadtbücherei relativ häufiger nutzen als andere Darmstädter Stadtteile.

Das mag vielleicht auch dadurch begünstigt sein, dass die Bücherei in Kranichstein im gleichen Gebäude wie die Erich-Kästner-Gesamtschule liegt und dass dort nicht nur Kranichsteiner Kinder zu Schule gehen.

Gleiche Wirkungen, aber unterschiedliche Reaktionen

Da zieht eine Bibliothekarin aus einer Stadtteilbibliothek aus persönlichen Gründen in eine andere Stadt. Die nun offene Stelle müsse die Stadt wieder besetzen, fordern die Stadtteilbewohner und kündigen an, Himmel und Hölle deswegen in Bewegung zu setzen.

Alles richtig, aber hatten die die Bibliothekarin genau so intensiv bekniet, dass sie bleibt? Nö, natürlich nicht, wegzugehen war deren freie Entscheidung und man hat sie gelassen. Und jetzt muss die Stadt, ob so einer egoistischen Haltung einspringen und ist die Böse, wenn sie es nicht tut?

Und was wäre wohl erst los gewesen, wenn die Stadt ihre Mitarbeiterin auf eine andere Stelle gesetzt hätte? Jaja, gleiche Wirkungen, aber ganz unterschiedliche Reaktionen.

Nur mal so zum kurz darüber nachdenken.

Und dann können wir wieder in die üblichen Schemata zurückfallen. Denn ohne die Bibliothekarin drohen eingeschränkte Öffnungszeiten. Gerüchten zufolge soll Die Bücherei soll demnächst nur noch ein Tag die Woche offen sein. Was ich allerdings auch für nicht besonders sinnvoll halte – besonders unter dem Aspekt, dass da sechs Tage die Woche eine Halle voller Bücher und Medien ungenutzt herumsteht.

Erich-Kästner-Schule lässt nicht für Sportgeräte sammeln

Gabriele Zimmerer, Schulleiterin der Erich-Kästner-Gesamtschule (EKS-IGS), warnte heute in der Kranichsteiner Stadtteilrunde, dass eine Firma aus dem Raum Nürnberg vorgebe Geld für Sportgeräte zu sammeln, die angeblich der EKS gespendet werden sollen. Die EKS habe damit nichts zu tun, sagte die Direktorin – wenn, sammele man solche Spenden selbst.