
Im Weiterstädter Rathaus tagen das Stradtparlament und die Ausschüsse.
Echo online: Aus der Sitzung direkt ins Netz

Im Weiterstädter Rathaus tagen das Stradtparlament und die Ausschüsse.
Echo online: Aus der Sitzung direkt ins Netz
In Weiterstadt gibt es nun vier Bürgermeisterkandidaten. Neben Bürgermeister Ralf Möller (SPD), Matthias Geertz (ALW) und Ina Dürr (CDU) tritt noch Jürgen Spamer an:
Und was der so in seiner Freizeit macht, hatte ich 2017 schonmal beschrieben: Weiterlesen

Die Gräfenhäuser CDU-Stadtverordnete ist die CDU-Kandidatin bei der Weiterstädter Bürgermeisterwahl im Mai. (Foto: Patrick Liste)
Echo online: Der offene Diskurs ist ihr wichtig
„Schon“ müsste natürlich in Anführungszeichen stehen, denn ich hatte mit Ina Dürr ziemlich genau vor einem Jahr am 14. Januar 2018 gesprochen.
Bei Facebook geht ein Stöckchen herum und ich bin „getroffen“ worden: Sieben Tage, sieben Bilder in schwarz-weiß von meinem täglichen Leben. Keine Leute und keine Erklärung.
Und jeden Tag einen neuen Freund herausfordern. Ich nominiere jemandem mit einem U in seinem Namen (ich bin nicht so der Stöckchenweiterwerfer).

Der Weihnachtsbaum auf dem Braunshardter Weihnachtsmarkt im Schlosspark.
Echo online: Weihnachtsmarkt in Braunshardt
So war das auch beim Braunshardter Weihnachtsmarkt. Und jetzt lese ich, dass das was die Leute sagen und das was sie kaufen, dann doch zwei verschiedene Sachen sind. Glühweinstände lohnen sich, Kunsthandwerk nicht, sagt ein SpOn-Artikel.
SpOn: Wie der Weihnachtsmarkt zum Volksfest verkommt
SpOn: „Weihnachtsmarkt ist mehr als ungesundes Essen und Alkohol“
Was auch auffällt – die Märkte sind voll. Ich vermute ja, dass der Darmstädter Markt unter der Woche sein Geld mit den ganzen Firmenbesatzungen macht, die einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken wollen.
Ach ja, könnte es sein, dass die Märkte in den 90ern nicht so gut liefen? Ich erinnere mich noch ans „Kunstzelt“ in Darmstadt und ich meine, das war, damit ein paar mehr Leute kommen.

Der Sozialpädagoge Moritz Becker erklärt im Bürgerhaus Gräfenhausen, warum wie in den sozialen Netzwerken kommuniziert wird.
Am Mittwoch waren der Medienpädagoge Peter Holnick und der Sozialpädagoge Moritz Becker in Gräfenhausen und vermittelten, dass online nicht alles neu sei.
Echo online: Einblicke in die Online-Welt
Zwei Punkte, die auch gut waren, es aber leider nicht mehr in den Artikel schafften. Moritz Becker erinnerte daran, dass Eltern oft den Kindern sagten, dass sich nicht darauf hören sollten, was andere denken. Nur bringe das bei Jugendlichen, die sich und die Welt gerade entdecken, wenig. „Für die gibt es nichts wichtigeres, als das was andere von ihnen denken.“ Viele Likes unter einem Selfie vermittelten daher Stabilität und Orientierung.
Und Peter Holnick wies darauf hin, dass die Grenzen zwischen online und offline immer mehr verwischen. „Die jungen Leute wachsen in einer Mischwelt auf.“ Rein und raus aus dem Internet – weil jede Minute Geld kostete – wie anfangs in den 90ern, gebe es nicht mehr.

Was Jugendliche prägt und antreibt ist 2018 nicht so viel anders als zum Beispiel 1978.

Nächstes Jahr wird es darum gehen, wer Rathauschef in Weiterstadt wird.
Und da stimme ich der ALW zu. Mir sind nämlich schon die üblichen Übergangszeiten (drei bis sechs Monate) bei den Bürgermeisterwahlen zu lang. Ich war auch schon bei der Hessenwahl 2013 dagegen, dass diese zeitgleich mit der Bundestagswahl im September war. Denn der hessische Landtag trat ja erst im Januar 2014 zusammen.
Durch eine lange Überganszeit kann jegliche Aufbruchstimmung, der durch einen Wechsel bei einer Wahl entstehen kann, verlore gehen. Abgewählte Amtsinhaber haben zudem jede Menge Zeit noch Unfug anzustellen oder sie können zur „Lame Duck“ werden, weil sie das Wissen um ihren Abgang lähmt oder sie im Parlament den Rückhalt verlieren.
Das mit dem Schwung wäre schade, das andere ärgerlich. (Es reicht schon, wie passiert, wenn Ex-Amtsinhaber noch in Gremien sitzen und der neuen Stadtregierung das Leben schwer machen, indem sie Leute auf Posten berufen, die die neue Verwaltungsspitze nicht will.)
Und dann kann in den vielen Monaten vor einer Amtsübergabe noch jede Menge passieren, was die Wahl beeinflussen hätte können. So weite Spannen für Wahltermine erinnern mich einfach zu sehr an Großbritannien, wo der Premier den Wahltermin vorziehen kann, wenn die Stimmung ihm günstig erscheint.
Echo online: Debatte um Termin für Bürgermeisterwahl in Weiterstadt
Echo online: Flauschige Alpakas in Weiterstadt

Die von der Straße abgewandte Nordfassade des Internats im Weiterstädter BTZ.
Grußworte sprachen unter anderem Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Bernd Ehinger, Präsident des Hessischen Handwerkstages und Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main.
Wir von der Presse hatten tags vorher Bescheid sagen sollen, dass wir kommen. Dafür durften wir uns dann selbst einen Platz auf einer der schon gut besetzten Bierzeltgarnituren suchen und mussten gucken, am Ende nicht hinter einer Säule zu sitzen. Manche mussten ja noch parallel Bilder machen (ich nicht). Von der Pressesprecherin war Anfangs auch nichts zu sehen. Ebenso vom Ministerpräsidenten. Der kam etwas zu spät. Und dafür, dass es dann noch einen Moment später losging, sorgte ein Kollege vom Radio, der Volker Bouffier (CDU) vorab für ein Statement abgriff. Kann ich verstehen, die müssen damit irgendwann flott auf Sendung. Nur habe auch ich Anschlusstermine. Und für heute schreiben musste ich den Artikel ja auch noch.
Nach den Grußworten entschied ich, auf den tatsächlichen Anlass zu gucken: Das neue Gebäude, zu dem mir der Frankfurter Architekt Zvonko Turkali (und Professor in Hannover) auch einiges erläutern konnte. Unter anderem, warum eben auf der Nordseite solche Erker sind.
Echo online: Unterkünfte mit mehr Komfort
Ich habe ja oft über den Darmstädter Politikstil der grün-schwarzen Koalition geschimpft, weil der die Opposition eher abbügelte und selten versucht wurde, sie mitzunehmen – auch wenn es ein leichtes gewesen wäre.
Wie ich jetzt sehe, bekommt das auch die Weiterstädter Kooperation aus SPD und Freien Wählern hin. Da stellt die CDU einen Antrag zu Kita-Konzepten. Der erste und der dritte Unterpunkt wird abgelehnt und der mittlere komplett ausgetauscht gegen einen SPD- und FWW-Antrag. Dieses Antragkapern ist in meinen Augen dreist, da wäre es ehrlicher, alle drei Punkte abzulehnen und einen eigenen Antrag wieder zu stellen.
Und bei dem Änderungsantrag (Evaluierung der Kitas) stellt sich dann heraus, dass die Verwaltung schon mit Evaluationen angefangen hat. Da wird also ein Antrag gestellt, den die Verwaltung nur zu gerne umsetzt. Naja. Dass die CDU dem zustimmt, weil die Idee ja gut ist, macht den abbügelnden Stil von SPD und Freien Wählern in meinen Augen nicht besser.
Ich kann ja noch verstehen, dass man den städtischen Kindertagesstätten nicht freistellen will, ob sie mit offenen, teiloffenen oder geschlossenen Kindergruppen arbeiten wollen, weil das bei einem so großen und personalintensiven Bereich nicht so einfach umzusetzen wäre. Auch gehe ich mit der Verwaltung, die sagt, dass geschlossene Gruppen bei zehn Stunden Öffnungszeit nicht umsetzbar seien.
Aber abzulehnen, dass man Eltern und Erzieherinnen befragt, wie sie zu den Gruppenkonzepten und den Sommerschließzeiten stehen, ist für mich kein Zeichen von Selbstvertrauen. Vielmehr sieht es so aus, dass man nicht riskieren will, dass was anderes rauskommt, als es einem offiziell in den Kram passt. Verschwindet etwas, wenn ich es nicht wissen will?
Echo online: Weiterstädter CDU hinterfragt Kita-Konzepte