Der reichste James Bond-Schurke

Forbes hatte im November 2015 mal „The 10 Richest James Bond Villains“ ermittelt und was dazu geschrieben. Man müsste bei deren Milliarden Dollar inzwischen wahrscheinlich die Kaufkraft nachjustieren. Jedenfalls wurde Hugo Drax aus „Moonraker“ der Reichste. Allerdings ist der echte Elon Musk mit seinen Milliarden reicher als alle zehn zusammen. Und das wahrscheinlich auch ohne, dass wir auf die Kaufkraft schauen. Moment, hat der nicht auch ein Raumfahrtprogramm?

Forbes: The 10 Richest James Bond Villains

1. Hugo Drax in „Moonraker“ (1979): 7,6 Milliarden Dollar
2. Auric Goldfinger in „Goldfinger“ (1964): 6,5 Milliarden Dollar
3. Max Zorin in „Im Angesicht des Todes“ (1985): 5,3 Milliarden Dollar
4. Elliot Carver in „Der Morgen stirbt nie“ (1997): 3,9 Milliarden Dollar
5. Franz Sanchez in „Lizenz zum Töten“ (1989): 1 Milliarde Dollar
6. Ernst Stavro Blofeld: 640 Millionen Dollar
7. Karl Stromberg in „Der Spion, der mich liebte“ (1977): 640 Millionen Dollar
8. Elektra King in „Die Welt ist nicht genug“ (1999): 420 Millionen Dollar
9. Francisco Scaramanga in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974): 115 Millionen Dollar
10. Dr. No in „Dr. No“ (1962): 110 Millionen Dollar

James Bond – Im Angesicht des Todes, besser als gedacht

Neulich hatte ich mir den James Bond-Film „Im Angesicht des Todes“ nach vielen Jahren mal wieder angeschaut. Der Film ist besser, als ich ihn in Erinnerung hatte.

Wobei ich es damals nicht gut fand, dass Grace Jones eine Rolle in dem Film hat. Das ist auch noch heute so. Grace Jones hatte damals eine ganz eigene Präsenz als die Künstlerin Grace Jones. Und so sah und sehe ich in dem Film immer nur Grace Jones und nicht die Figur Mayday.

Aber der Film ist logischer als einige seiner Vorgänger. Es gibt nicht mehr diese vielen Mordanschläge auf Bond wie in „In tödlicher Mission“, „Moonraker“ oder „Der Spion der mich liebte“. Die sind zwar nett zum Gucken, aber doch arg unlogisch. In „Im Angesicht des Todes“ wird Bond nach seinem Erstkontakt mit dem Schurken Max Zorin betäubt und im Rolls Royce versenkt; Zorin glaubt so lange Zeit, dass Bond ertrunken ist.

Auch schön: Der See, der in das Bergwerk läuft, hat einen realen Hintergrund, so etwas war einige Jahre vor dem Film tatsächlich passiert. Eine Bohrinsel im Lake Peigneur in Lousiana hatte ein Salzbergwerk unter dem See angebohrt.

Allerdings wirkt Roger Moore in der Rolle doch väterlicher als es zum Verführer James Bond passt. Wobei das nicht nur an seinem Gesicht, sondern auch an seinem Outfit liegt. Aber das war damals wohl modern. Und wäre der Dialog am Schluss der Pre-Title-Sequenz mit der jungen Agentin in dem als Eisbrocken getarnten Boot etwas anders (z.B. „Lass und da weitermachen wo wir aufgehört haben, James“, käme der nicht so schräg rüber.

Es ist aber rührend, wie James Bond Stacey Sutton in ihrem Bett einfach nur zudeckt, wie er sie im brennenden Rathaus aus dem Fahrstuhl rettet und später mit ihr auf den Schultern die Drehleiter runtersteigt. Die Fanfare dazu aus dem Soundtrack kann man fast als Verabschiedung Roger Moores aus der Bond-Rolle sehen.

„James Bond Theme“-Komponist Monty Norman ist gestorben

Der „James Bond Theme“-Komponist Monty Norman (1928-2022) ist heute gestorben. Allerdings hat auch der James-Bond-Komponist John Barry (1933-2011) etwas zum „James Bond Theme“ beigetragen.

Die möglichen Anteile zeigt ein YouTube-Video, das ich vor sieben Jahren gefunden habe: Who Wrote the Bond Theme? — A Musical Experiment

Hans Zimmer, James Bond und Sherlock Holmes

Der Komponist Hans Zimmer hat den Soundtrack für den James Bond-Film „No Time to Die“ geschrieben. Bei einem Kampf, der auf Kuba spielt, variiert er das James Bond-Thema sehr kraftvoll (Cuba Chase). Die Sequenz ist die, in der James Bond und Agent Paloma (Ana de Armas) gegen einen Satz Henchmen antreten (nur der Soundtrack).

Mich hatte das damals im Kino ja an den Sound von „Isengard unleashed“ im „Herrn der Ringe“ erinnert. Aber, wie ich dann las, die hämmernden Trompeten bei „No Time to Die“ ähneln viel mehr einem musikalischen Motiv im Sherlock Holmes-Film von 2013 (Tick-Tock). Und jetzt raten wir mal, von wem der Sherlock Holmes-Soundtrack ist? Genau, Hans Zimmer.

Momsen, Taylor Momsen, singt „25“

Wieder mal ein Bond-Song, der keiner ist: „25“ von The Pretty Reckless. Man könnte ja erst denken, dass 25 das Alter der Sängerin Taylor Momsen ist, aber die ist 1993 geboren. Und „25“ ist die laufende Nummer* des – irgendwann vielleicht kommenden – Bond-Films „No Time to Die“.

Ok, ich bin mit der Erkenntnis ein halbes Jahr zu spät, aber der 25. Bond-Film ist bald ein Jahr zu spät.

* – Nr. 25 nach der Zählweise der Eon-Production, die als ersten Film, den von ihr produzierten „Dr. No“ von 1962 sieht. Und nicht den TV-Film „Casino Royale“ von 1954. Ebenso fallen bei Eon die „Casino Royale“-Parodie von 1967 und das „Thunderball“-Remake „Sag‘ niemals nie“ von 1983 unter den Tisch.

Diana Rigg

Die Schauspielerin Diana Rigg (unter anderem Emma Peel in „Mit Schirm, Charme und Melone“) ist gestorben. Sie wurde 82 Jahre alt.

2015 fragte ich mich, was eigentlich Diana Rigg inzwischen macht, beziehungsweise wie sie aussieht?

Nun, ich wusste es eigentlich, denn ich hatte sie in einer Fernsehserie gesehen. Nur hatte ich sie nicht erkannt. Erst beim Googlen stellte ich fest, dass sie die Olenna Tyrell in „Game of Thrones“ spielte.

„Toss A Coin To Your Witcher“, ein Bond-Titelsong?

In der Netflix-Serie „The Witcher“ wurde mit „Toss A Coin To Your Witcher“ ein Lied gesungen, dass ich in der gesungenen Version nicht so toll fand.

Obwohl darin einige kompositorische Tricks stecken, die es zu einem Hit machen. Was bei mir aber eher in der Pop- oder Rock-Version funktioniert.

Was aber das Beste ist, stelle ich erst jetzt fest. „Toss A Coin To Your Witcher“ ist in einer Moll-Tonart und würde daher beim entsprechenden Arrangement auch als James-Bond-Titelsong durchgehen.

„Dream on“, der getarnte Bond-Song

Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt – Dream on

In die Reihe „klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner“ gehört auch „Dream on“ von Aerosmith. Ja. Im Original klingt es erstmal nicht so durch, aber wenn man das Arrangement von „Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt“ hört, dann ist das schon eher Bond-Sound.

Klingt wie bei Bond: "Patrik Pacard"

Lady Lily – Patrik Pacard

Aus der Reihe „klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner“: Der Titelsong zur ZDF-Serie „Patrik Pacard“ von 1984. Die Sängerin „Lady Lily“ kennt man übrigens, wenn man das Lied zur Heidi-Zeichentrickserie kennt. „Lady Lily“ ist die Erika des Duos „Gitti und Erika„.

Sie ist übrigens auch die Stimme in „Milka, die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt„. Und bei der „Captain Future“-Titelmelodie. Alle drei Sachen hat Christian Bruhn komponiert.

Und jetzt raten wir, mit wem Erika verheiratet ist?