Filmmuseum sammelt persönliche Filmerinnerungen für eine Sonderausstellung

Das Deutsche Filmmuseum sammelt persönliche Filmerinnerungen für eine Sonderausstellung. Die Stücke können in Darmstadt am Samstag (23.) zwischen 11 und 13 Uhr auch in der Stephanstraße 8 abgegeben werden. Das ist die Seitenstraße zur Hochschule neben dem Echo-Hochhaus (das steht in der Holzhofallee).

Vom 2. März bis zum 16. Mai 2016 zeigt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt dann mit „Zusammen sammeln“ eine Ausstellung, die vom Publikum aktiv mitgestaltet wird. Die persönlichen Erinnerungsstücke und Geschichten, die mit besonderen Film-Erlebnissen verbunden sind, werden ergänzt durch Exponate aus den Depots und Archiven des Deutschen Filminstituts.

Kulturportal Hessen: Ausstellung im Filmmuseum sucht Film-Erinnerungen

Alan Rickman †

Es ist schon einige Jahre her – ich war noch jung genug, um in der „Sneak Preview“ (Überraschungsvorpremiere) des örtlichen Kinos nicht einzuschlafen – da sah ich 1988 Alan Rickman als Hans Gruber im ersten „Stirb langsam„-Film (wobei man das damals noch nicht wusste, dass die nächsten Jahre bis 2013 weiter und härter gestorben werden soll.)

Ja, der war schon ein fieser Schurke, aber mit Stil. Und schlau durfte er auch sein. Zum Stil gibt es eine Anekdote: Dass Gruber Anzug trägt und sich als Geisel ausgibt, soll Alan Rickmans Idee gewesen sein.

Und noch eine: Damit Alan Rickman bei Hans Grubers finalem Sturz auch schön erschrocken guckt, ließ ihn der Stuntman etwas früher los als abgesprochen.

Tja, und nach dem Sturz vom Hochhaus landete nach einer Zeitreise in Nottingham und war der Sheriff im Kevin Costner-Robin Hood. Da war er als Schurke ja so präsent auf der Leinwand, dass angeblich ein paar seiner Szenen rausgeschnitten wurden – sollte ja keiner Haupt- und Nebendarsteller verwechseln. (Angeblich wollte das Kevin Costner, schreibt die Süddeutsche in einem gut geschriebenen Nachruf.)

Überraschen konnte Rickman mich später in Sinn und Sinnlichkeit, denn da war er ja mal nicht der Böse.

Nun ist Alan Rickman mit 69 Jahren gestorben, ich denke die Melodie, die seine Rolle Hans Gruber pfiff, passt zum Abschied: Die Ode an die Freude.

20 Schauspieler unter 30

Rachel Bloom aus der Dramedy-Serie Crazy Ex-Girlfriend ist laut filmstarts.de eine von 20 kommenden Hollywoodstars. In der Serie spielt sie Rebecca Bunch, die sehr spontan von New York nach Californien, genauer West Covina, umzieht, weil dort ihre frühere Schulliebe wohnt. Das mit dem Star wird sich zeigen, jedenfalls hat sie aktuell einen Golden Globe bekommen. (Rachel Bloom wins, giving hope to CW’s Crazy Ex-Girlfriend). Wie auch Brie Larson, die auch in der Bildergalerie steht.

Andere der „20 Hollywoodstars unter 30, die man im Auge behalten sollte„, sind auch die Star Wars-Darsteller Daisy Ridley und John Boyega. Allerdings sind Vorhersagen ja schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. Denn wenn es 1977 oder 1978 eine solche Liste gegeben hätte, hätten bestimmt auch Carrie Fisher und Mark Hamill auf ihr gestanden.

Damit ich nächstes Jahr selbst leichter nachgucken kann, wie das für diese Leute weitergeht oder weiterging (und ob sich das mit „Hollywoodstars“ bestätigt), habe ich alle mal sturheil abgetippt. Und alphabetisch sortiert sowie mit ihren Wikipediaeinträgen verlinkt – was das „mal eben“ in der Idee „ach, das kann ich ja mal eben bloggen“ schon sehr relativ macht

Rachel Bloom, John Boyega, Jerrod Carmichael, Emilia Clarke, Xavier Dolan, Taron Egerton, Abby Elliott, Bryshere V. Gray, Corey Hawkins, O’Shea Jackson, Jr.., Dakota Johnson, Brie Larson (Golden Globe 2016), Zosia Mamet, Matt McGorry, Jason Mitchell, Shameik Moore, Daisy Ridley, Saoirse Ronan, Alicia Vikander und Zendaya.

Schema H wie „Heldenreise“: Was Matrix, Harry Potter und Luke Skywalker gemeinsam haben

Die Kraft der Heldenreise – Das Leben und Wirken des Mythologen Joseph Campbell (WDR Zeitzeichen)

Ich habe mich ja schon länger gefragt, wie viele Geschichten, also Typen für Geschichten, es gibt. Bei der Anzahl möglicher Plots bin ich noch nicht so richtig fündig geworden, aber ein Schema H (wie Heldenreise) habe ich gefunden:

Eben die Heldenreise. Eine „Zauberformel in zwölf Stationen“ wie der Bayrische Rundfunk es in einem Beitrag mit ausführlichen Beispielen beschreibt – das Video oben ist vom WDR und geht über den Entdeckter des Heldenreise-Schemas.

BR: Die Heldenreise – Typologie einer Erzählung

Wenn man „Krieg der Sterne“, „James Bond“, „Herr der Ringe“, „Harry Potter“, „Matrix“, „Der unsichtbare Dritte“ oder die „Unendliche Geschichte“ zerlegt, kommt eine „Heldenreise“ dabei heraus.

Marcus Johanus: Wieso manche Storys erfolgreicher sind als andere – Diese Struktur lautet in etwa wie folgt: Der Held verlässt seine Alltagswelt und betritt einen mythischen Wald, um dort ein erstrebenswertes Ziel zu erreichen. Auf seinem Weg begegnet er vielen Fabelwesen. Er erlangt einen entscheidenden Sieg. Anschließend kehrt er mit der Kraft, seine Mitmenschen mit Segnungen zu versehen, in seine Gemeinschaft zurück.

Aber der BR-Beitrag schränkt auch ein, da das Schema ja inzwischen sehr of angewendet wird, bzw. wir viele Geschichten kennen, kennen wir es unbewusst, so dass Abweichungen auch ihren Reiz haben.

„Für Dich, oh Herr der Welt, Dein Tag anbricht“

On Her Majesty’s Secret Service (1969) – Official Trailer

Heute lief in HR3 „Im Geheimdienst ihrer Majestät“. Kurz vorm Finale heuchelt Tracy Interesse an Blofeld vor und sie schmeichelt ihn mit einem Gedicht:

Für Dich, oh Herr der Welt, Dein Tag anbricht,
Für Dich erglänzt das Gras im Sonnenlicht,
Für Dich versinken Schiffe tief im Meer,
Für Dich sind Märkte da mit ihrem Sklavenheer,
Für Dich der Hammer auf dem Amboss klingt,
Für Dich der Dichter von Verführung singt.

In einem James Bond-Forum fand ich heraus, dass es im Original von James Elroy Flecker und aus dem Schauspiel “Hassan: A Soldier’s Story” stammt:

Thy dawn, O Master of the World, thy dawn;
For thee the sunlight creeps across the lawn,
For thee the ships are drawn down to the waves,
For thee the markets throng with myriad slaves,
For thee the hammer on the anvil rings,
For thee the poet of beguilement sings.