Unterwegs beim Kampagnenauftakt

Es geht wieder los: Karneval. Samstag war ich in Weiterstadt. Echo Online: Mit einem Frühstart in die Fastnacht

Als Showact hatte der KV Weiterstadt die Partysängerin Ina Colada engagiert. Der Auftritt des Energiebündels war am Anfang etwas laut abgestimmt, fand ich.

Und da bestimmt mal einer fragt, wegen Karneval uns so. Ok, ich bin kein Fastnachter, aber eigentlich ist das alles ganz ok. Nur finde ich die normalen Sitzungen einfach zu lang. So ein Kampagnenauftakt hat mit drei bis vier Stunden meiner Meinung nach die richtige Länge. Ich sehe natürlich auch, dass die Vereine viele Gruppen und Aktive haben und die alle im Programm unterkommen müssen – was es dann wieder lange Sitzungen bedeutet.

Der Historiker Alexander Koch über den Häftlingsfreikauf

Der Historiker Alexander Koch hat den Freikauf von politischen Häftlingen aus DDR-Gefängnissen durch die Bundesrepublik untersucht.

Fürs Echo habe ich mich mit dem Weiterstädter Alexander Koch unterhalten; der Stadtverordnete und Weiterstädter SPD-Vorsitzende hat in seiner jetzt als Buch erschienenen Doktorarbeit den Häftlingsfreikauf aus der DDR durch die BRD untersucht.

 

Alexander Koch: Der Häftlingsfreikauf
Alexander Koch:
Der Häftlingsfreikauf

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(PM Uni Heidelberg) „Ein wichtiger Faktor für den Start des Häftlingsfreikaufs im Jahr 1963 war der Bau der Berliner Mauer zwei Jahre zuvor. Die Hoffnung auf eine schnelle Wiedervereinigung hatte sich zerschlagen. Damit erhöhte sich für die westdeutschen Politiker der Druck, etwas für die politischen Häftlinge in der DDR zu tun“, erläutert Dr. Koch. Der „Preis“ für einen freigekauften Häftling variierte anfangs und war an verschiedene Kriterien gekoppelt. Dies waren die Höhe des Strafmaßes, die Reststrafe und die Ausbildung der betroffenen Person. 1977 einigte man sich auf einen Pauschalbetrag von rund 96.000 DM pro Person. Bezahlt wurde allerdings nicht mit Geld, sondern mit Sachgütern, vor allem mit Rohstoffen, die von der DDR zur Generierung von Deviseneinnahmen auf internationalen Märkten weiterverkauft wurden, wie der Historiker betont.

Für die Bundesrepublik stellte der Häftlingsfreikauf, so Dr. Koch, ein Instrument dar, um die Bindung zu den Menschen in Ostdeutschland aufrechtzuerhalten und ein ständiges Signal der Verbundenheit an die DDR-Bürger zu setzen. „Die DDR profitierte zumindest kurzfristig. Für den stets klammen Staat ergab sich damit eine willkommene Einnahmequelle. Gleichzeitig konnten auf diese Weise politische Gegner abgeschoben werden. Nicht zuletzt trug der Häftlingsfreikauf zu einer Zusammenarbeit der beiden deutschen Staaten auch in anderen humanitären und politischen Fragen bei“, betont Alexander Koch. Im Laufe der Zeit setzte jedoch eine für die SED-Diktatur gefährliche Eigendynamik ein. „Letztlich wurde mit diesem Verfahren ein Anreiz geschaffen, über den Freikauf die DDR zu verlassen. Insbesondere in den 1980er Jahren stieg die Zahl der freigekauften Häftlinge stark an. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass die Risikobereitschaft vieler DDR-Bürger, die in den Westen wollten, immer stärker wurde und in diesem Zusammenhang sogar eine Haftstrafe bewusst in Kauf genommen wurde.“

Verflochten war der Häftlingsfreikauf zudem mit der sogenannten „Familienzusammenführung“. In der DDR zurückgebliebene Angehörige konnten Ausreiseanträge stellen. Auch dafür erbrachte die Bundesrepublik wirtschaftliche Gegenleistungen. Über diesen Weg, so Alexander Koch, wurde bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989 rund 250.000 Menschen die Übersiedlung in die Bundesrepublik ermöglicht.

Für seine Studie hat Alexander Koch zahlreiche, zum Teil unveröffentlichte Quellen aus verschiedenen Archiven ausgewertet. Der Historiker stieß dabei auch auf ein Dokument der Westberliner „Rechtsschutzstelle“, in dem der Freikauf bereits im Jahr 1951 als eine Möglichkeit angesehen wird, politisch Inhaftierten in der DDR zu helfen. Darüber hinaus hat der Wissenschaftler Interviews mit Zeitzeugen geführt. Neben ehemaligen Häftlingen, Rechtsanwälten und Diplomaten gehörten dazu auch Politiker wie Egon Bahr und Hans-Dietrich Genscher. Gesprächspartner waren zudem die ehemaligen ranghohen Mitarbeiter im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen Ludwig Rehlinger und Jan Hoesch, die beim Häftlingsfreikauf eine zentrale Rolle auf bundesrepublikanischer Seite spielten.

Die DDR hatte gehofft, aus ihrer Sicht unbelehrbare politische Häftlinge loszuwerden. Aber Koch zeigt, dass das Ministerium für Staatssicherheit am 2. November 1987 selbst feststellte:

Der Umstand, dass Genehmigungen zur Übersiedlung in die BRD bzw. nach Westberlin überwiegend trotz Fehlens der dafür gesetzlich geregelten Voraussetzungen erteilt werden, hat eine Sogwirkung erzeugt, zu deren Eindämmung die Schwelle strafrechtlicher Verantwortlichkeit für Forderungen nach weiteren derartigen Entscheidungen so weit abgesenkt wurde, dass der mit der Strafverfolgung verbundene Vorwurf der Begehung kriminellen Unrechts vielfach nicht akzeptiert wird, zumal über den Strafvollzug das angestrebte Ziel – die Übersiedlung – mit staatlichem Handeln gerade erreichbar wird.

Aber es war auch in dem Bereich zu spät, sagt Alexander Koch: „Die DDR bekam es nicht mehr unter Kontrolle.“

Was kostet der Unterhalt der Weiterstädter Bürgerhäuser und was spart das sanierte Rathaus?

Das Weiterstädter Rathaus war 2009 und 2010 für 1,5 Millionen Euro energetisch saniert worden.

Die Weiterstädter CDU hat nachgefragt was die Bürgerhäuser im Unterhalt kosten und wie sich die energetische Rathaussanierung finanziell auswirkt.

Echo online: Weiterstädter Bürgerhäuser unter der Lupe

„Jack the Ripper“

Das T-Time-Theater gibt „Jack the Ripper“, ich war fürs Echo bei einer Probe.

Das T-Time-Theater führt „Jack the Ripper“ im Marga-Meusel- Haus an zwei November-Wochenenden auf. Die Vorstellungen an den Freitagen (7. und 14.) sowie Samstagen (8. und 15.) beginnen um 19.30 Uhr, die Sonntagsvorstellungen (9. und 16.) um 18 Uhr. Kartenvorverkauf im Evangelischen Gemeindebüro, Telefon 06150 1876-32 oder -33.

Abba-Coverband in Weiterstadt

Echo online: Die Abba-Coverband „The Sound of Swedenrockt das Bürgerzentrum in Weiterstadt.

Nebenbei: So stelle ich mir für mich so einen Artikel vor, vor allem mit den Hintergundinfos zur Band. Da hatte ich in der Woche vor dem Konzert die Band angemailt und ein paar Fragen gestellt. Trivial? Vielleicht, aber das steht nicht auf deren Website, und es ist etwas, was auch die, die da waren nicht wussten. Und Lokalteil ist nunmal nicht Feuilleton.

Kampagnenauftakt 2012/2013 – KV Weiterstadt

So, am 11.11. ging sie los, die neue Karnevalkampagne. Arbeitnehmerfreundlich feiern die Narren aber am drauffolgenden Wochenende, oder feiern rein in den 11.11. – wie am Samstag der Karnevalverein Weiterstadt (KVW).

Mangels Tanzmariechen – das ist gerade auf Schüleraustausch in Brasilien – hatte der Verein sich einen Ersatz überlegt und eine richtig gute Idee: Die Ex-Tanzmariechen. Und zwar alle sechs die es seit 1976 gab.

Weiterstädter Tanzmariechengala: Anna Klink (2006-2012), Nadja Gruber (1994-2000), Heike Linnert (1978-1986), Ute Frieß (1976-1979), Bezi Bormet (1985-1992) und Anna Lohrum (2001-2005).

Die Idee fanden sogar Nicht-Karnevalisten gut, wie ich hörte.

Und – jetzt kommt kostenlose Medienberatung – das ist was, was auch prima für ein Foto wäre, wenn man es vorher weiß. Denn so war mir das noch nicht untergekommen (seit bald sieben Jahren Lokalteil). Aber die Fotografen bleiben keine vier Stunden bei einer Veranstaltung und hoffen auf ein gutes Motiv.

Was nebenbei das Problem beim Karneval ist – also die Sitzungsdauer. Die Beiträge – vor allem die Tanznummern – sind in der Regel gut (außer so einige als Büttenreden getarnte Witzparaden) nur dauert eine Sitzung eben mehrere Stunden. Das kann man gar nicht alles schreiben. (Ja, mir ist klar, dass es zahlreiche Gruppen gibt, die sich fast ein Jahr lang vorbereiten und die alle unterkommen müssen.)

Wohn- und Quartierzentum Laukesgarten

Mit dem Bau des Wohn- und Quartierzentrum wurde Ende Juli 2012 begonnen. Inzwischen ist auch die Baurechtslage geklärt. Anwohnerklagen vorm Verwaltungsgericht hatten keinen Erfolg. (Foto: Marc Wickel)

(PM Stadt Weiterstadt) In Weiterstadt wird zur Zeit das Wohn- und Quartierzentrum im Laukesgarten gebaut. Im Erdgeschoss befindet sich eine Tagespflege, betrieben durch das Rote Kreuz sowie eine Wohngemeinschaft die als Demenz WG betrieben wird. Hinzu kommen Dienstleister wie Physiotherapeut, Friseur, Fußpflege und dergleichen. Das integrative Zentrum ist das Tages- und Nachtcafe, mit Mittagstisch und kulturellen Veranstaltungen – es ist der Ort nachbarschaftlicher Begegnung. Ab dem 1. Geschoss befinden sich barrierefreie 1- bis 3-Zimmerwohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse. Alle 22 Wohnungen sind mit behindertengerechten Küchen und Bädern ausgestattet.

Das Wohn- und Quartierzentrum im Modell. Im Erdgeschoss sollen Dienstleister wie Physiotherpeuten, Fußpfleger oder Friseure und Einzelhandel ihre Geschäfte haben. Auch mit einem Betreiber für einen Mini-Supermarkt werde gesprochen. Das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg wird unter anderem das Quartiersmanagement übernehmen. Die Haustechnik soll durch eine sogenannte intelligente Wohnumgebung ergänzt werden. Zusammen mit dem Darmstädter Fraunhofer-Institut für graphische Datenverarbeitung sollen Software-Anwendungen entwickelt werden, die zusammen mit Sensortechnik Sicherheit und Leben der Bewohner verbessern.
(Foto: Marc Wickel)

Das Haus verfügt über ein modernes Notruf- und Kommunikationssystem und wird an dieser Stelle innovativ und zukunftsweisend ausgestattet. Die technische Unterstützung leistet hierbei das Fraunhofer-Institut IGD in Darmstadt. Die Unterhaltung des Hauses wird von der gemeinnützigen Wohn-und Quartierzentrums gGmbH übernommen. Die Grundleistungen für alle Bewohner beinhalten die Organisation von Veranstaltungen, auf Wunsch auch von den Bewohnern ganz persönlichen, soziale und kulturelle Angebote, Schaffen von Freizeitangeboten und nachbarschaftliche Kontakte mit dem Quartiers Management des Diakonischen Werkes. Der 24h Notruf ist Bestandteil des Angebotes und der Betreiber stellt sicher, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit jegliche Rufe angenommen und bei Bedarf mit der Einleitung notwendiger Maßnahmen sofort reagiert wird. Rezeptionsdienstleistungen sowie ein Concierge- Service werden über das Tages-Nacht-Café bedient.

Neulich im Ausschuss in Weiterstadt – Teiche teilen

Ein Angler zieht Fische aus seinem Gewässer, der Anglerclub Weiterstadt zieht mit seinem Gewässer regelmäßig um. Die Stadt will nun bei der Suche nach einer dauerhaften Lösung helfen.

SPD-Stadtverordneter Stefan Burger fragte nach: “Könnte man nicht mit dem Angelverein in Gräfenhausen zusammenarbeiten?” Ein Vertreter des Clubs regierte ablehnend mit einem rhetorischen Vergleich: “Fragen Sie mal ob 1860 München und Bayern München fusionieren wollen.” Burger: “Die benutzen das gleiche Stadion.”