Aktion auf dem Radweg?

Neulich war ich auf einem Termin und da war dann wegen einer Veranstaltung der Radweg teilweise blockiert. Ein Sportverein veranstaltete über den Radweg hinweg ein Torwandschießen. Ok, es wurde auch immer gewarnt, dass ein Radler kommt, aber hätten die sich etwa auf die Straße gestellt und dann „Auto kommt“ gerufen?

Wie es sich ergab, konnte ich den Veranstalter am nächsten Tag einiges fragen. Und die Antwort zu den Torwandschießern war: „Uns ist nicht bekannt, dass diese Aktion auf dem Radweg stattfand.“

So verdirbt man es sich mit den Leuten. Was das PR-Büro übrigens auch gemerkt hatte. Die Antwort wurde mit allen anderen Antworten komplett zurückgezogen und durch ein Statement ersetzt. Auf die Sportler ging man gar nicht mehr ein.

Aber egal: Die erste Antwort zeigt die Denke, die da herrscht.

Verkaufsoffener Sonntag in Weiterstadt

Aktuell (6.1.2013): Loop & Co. haben heute (6.1.) offen – Verkaufsoffener Sonntag in Weiterstadt vom hessischen Verwaltungsgerichtshof nicht abgesagt

Sonntag (11. November 2012) war verkaufsoffener Sonntag in Weiterstadt. Anwohner im Stadtteil Riedbahn sorgten sich, dass es wieder so läuft wie an Allerheiligen, als wegen zuviel Verkehr (Shoppingtouristen aus den Bundesländern mit Feiertag plus Berufsverkehr und Baustelle auf der Bundesstraße) die Autos durch ihr Wohngebiet geleitet wurden.

Für Sonntag waren nun die Ampelphasen umgestellt und eine Bundestraßenkreuzung teilweise gesperrt worden. Was wohl half, denn es gab keinen Stau bis tief in den Stadtteil und auch keinen Rückstau bis ins Loop 5-Parkhaus.

Ok, rein ins Gewerbegebiet gab es schon Stau:

Verkaufsoffener Sonntag am 11.11.2012 in Weiterstadt.


Ihre für Sonntagnachmittag geplante Demonstration gegen Durchgangsverkehr in der Wiesenstraße hatten die Anwohnern jedoch abgesagt.

Die Demonstration um 16.30 Uhr sei von den Behörden und Gericht abgelehnt worden, sagte Anwohner Rainer Weiss. „Man hatte uns zwar eine Uhrzeit von 14:30 Uhr als Alternative zugestanden, aber dies, davon bin ich überzeugt, hätte uns nicht wirklich weiter gebracht.“ Weiss dankte „den Damen und Herren des 3. Polizeireviers, die eine hervorragende Arbeit leisten“, bat die rund 60 Anwesenden nach Hause zu gehen und erklärte die Demonstration für beendet.

Den Riedbahnern war der Kragen geplatzt, als an Allerheiligen der Verkehr aus dem verstopften Parkhaus des Einkaufszentrums Loop 5 durch ihre Anliegerstraße geleitet worden war. Shoppingtouristen aus Nachbarbundesländern und Berufsverkehr plus Baustelle auf der Bundesstraße B42, hatten den regulären Verkehrsfluss kollabieren lassen, sodass die Stadt die Anliegerstraße geöffnet hatte.

Ab 14.30 Uhr standen am Sonntag Landespolizei und zeitweise Stadtpolizei am Übergang zwischen Wiesen- und Riedstraße. Ursprünglich sollen sie die Demonstration absichern. Stattdessen kontrollierten sie nun Autofahrer oder hinderten sie durch die Anliegerstraße zu fahren. „Wenn ich da langfahre, kriege ich einen Knollen?“, fragte ein gut gelaunt wirkender Autofahrer durchs offene Fenster. „Stimmt“, riefen zwei Polizeibeamtinnen zurück, woraufhin der Fahrer die Riedstraße weiterfuhr. Wer die Wiesenstraße als Scheichweg aus Richtung Darmstadt genommen hatte, wurde kontrolliert und notiert. Kennzeichen aus Nürnberg, Darmstadt, Aschaffenburg oder Heppenheim legten nahe, dass die Fahrer keine Anlieger waren. „Das ist aber nicht so einfach, seitdem man sein Nummernschild behalten darf“, gab ein Polizist zu bedenken.

Als einen Moment lang kein Polizeiwagen vor Ort war, sprachen die Anwohner selbst Autosfahrer an, die sich auf den Weg durch Durchfahrt verboten-Straße machen wollten.

Anwohner, die zum demonstrieren mit ihren Schildern („Mehr Kontrollen lassen Falschfahrer grollen“) gekommen waren, sahen die Umkehrer und Kontrollen mit Genugtuung. Aber auch wenn regelmäßig Nicht-Anlieger durchfuhren, waren am Sonntag keine Autoschlangen in der Wiesenstraße. Ein Polizist vom 3. Revier wies gegen 20.30 Uhr darauf hin, dass die geänderten Ampelphasen geriffen hätten. Er regte zudem an, zu überlegen, ob man den Linienbus aus der Straße verlegen könnte, da man dann die Straße leichter absperren könne.

Kampagnenauftakt 2012/2013 – KV Weiterstadt

So, am 11.11. ging sie los, die neue Karnevalkampagne. Arbeitnehmerfreundlich feiern die Narren aber am drauffolgenden Wochenende, oder feiern rein in den 11.11. – wie am Samstag der Karnevalverein Weiterstadt (KVW).

Mangels Tanzmariechen – das ist gerade auf Schüleraustausch in Brasilien – hatte der Verein sich einen Ersatz überlegt und eine richtig gute Idee: Die Ex-Tanzmariechen. Und zwar alle sechs die es seit 1976 gab.

Weiterstädter Tanzmariechengala: Anna Klink (2006-2012), Nadja Gruber (1994-2000), Heike Linnert (1978-1986), Ute Frieß (1976-1979), Bezi Bormet (1985-1992) und Anna Lohrum (2001-2005).

Die Idee fanden sogar Nicht-Karnevalisten gut, wie ich hörte.

Und – jetzt kommt kostenlose Medienberatung – das ist was, was auch prima für ein Foto wäre, wenn man es vorher weiß. Denn so war mir das noch nicht untergekommen (seit bald sieben Jahren Lokalteil). Aber die Fotografen bleiben keine vier Stunden bei einer Veranstaltung und hoffen auf ein gutes Motiv.

Was nebenbei das Problem beim Karneval ist – also die Sitzungsdauer. Die Beiträge – vor allem die Tanznummern – sind in der Regel gut (außer so einige als Büttenreden getarnte Witzparaden) nur dauert eine Sitzung eben mehrere Stunden. Das kann man gar nicht alles schreiben. (Ja, mir ist klar, dass es zahlreiche Gruppen gibt, die sich fast ein Jahr lang vorbereiten und die alle unterkommen müssen.)

Jungentag

Gestern war Jungentag in der Kasinohalle. Auch auf dem Programm: Basketball im Rollstuhl. „Wir wollten neue Sachen zeigen, die zum Jungssein dazugehören“, sagte Mitplaner Kai Schuber vom Eberstädter Kinderhaus Paradies.

Jürgen Mißback (mit Ball), Artem Rasnovskyy und Jonas Gill von der Rollstuhl-Basketball-Abteilung des Basketballclub Darmstadt vermittelten ganz praktisch „Rolli-ErFAHRungen“

Echo online: Entspannung auf der Schokoladeninsel – Ferienspiele – 80 Kinder spielen, rätseln und ruhen beim Jungentag in der Kasinohalle

Kelterfest bei den Eberstädter Streuobstwiesen

Schön müssen sie nicht sein, die Äpfel, die zu Most werden, aber gewaschen werden sie schon.

Vor zwei Jahren war ich mal auf einem Grenzgang und sollte anschließend noch zu einem Kelterfest. Da der Grenzgang – mit so gut wie keinen Infos – etwas länger ging, war beim Keltern alles schon gelaufen. Dabei war dort was los gewesen, denn Äpfel werden ja nicht einfach so zu Saft. Über Menschen beim arbeiten schreibt es sich nunmal besser, als über Menschen beim laufen. Dank kompetenter Pressearbeit (danke Sandra) konnte ich aber auch aus dem verlaufenen Markt etwas machen.

Diesen Sonntag war ich nun nur bei einem (anderen) Kelterfest, dem des Eberstädter Streuobstwiesenzentrums. Ok, es war wegen des Regens nicht voll, aber dennoch waren dafür viele Menschen gekommen (ein politischer Vortrag hat weniger Teilnehmer).

Echo online: Das kracht richtig, wenn aus Äpfeln Most wird

Dieser „Obstkuchen“ ist ausgepresste Apfelmaische, die dann aber Trester heißt.

„Wir stehen ja gar nicht im Artikel.“

Wenn man in einem Artikel nicht erwähnt wird, kann das verschiedenen Gründe haben. 1. Es wurde rausgekürzt. 2. Die eigene Bedeutung war so gering, dass ich es am Ende nicht wichtig fand. 3. Ich konnte damals wie jetzt keine Gedanken lesen und habe in dem Geschwurbel keine Relevanz mehr gesehen.

Und dann wäre es auch mal schön zu erkennen, dass auch andere Akteure, die sich für wichtig hielten, im Artikel nicht erwähnt wurde.

Veröffentlicht unter Job

Entegas E-Schwalbe-Ausstieg nun auch in Thüringen

Zweitverwertung

Freies Wort: Neue Startprobleme für die E-Schwalbe – Die Zukunft der E-Schwalbe steht in den Sternen. Der Darmstädter Energieanbieter Entega steigt aus dem Projekt aus. Das Unternehmen will nicht weitere 2,6 Millionen Euro Entwicklungskosten nachschießen.

(Echo online: Notbremse bei E-Roller)

Nachtrag: In Thüringen ist das übrigens eine echte Nachricht. Auf die nun auch die Agenturen zurückgreifen.
MDR: Zukunft der E-Schwalbe gesichert
Mitteldeutsche Zeitung: Neuauflage der «Schwalbe» vertagt
DAPD: Bei E-Schwalbe wechselt der Investor
DPA: Neuauflage des Schwalbe Kult-Mopeds soll 2013 kommen

Nachtrag:

Freies Wort, 13.9.2012: Ab 2013 soll die Schwalbe fliegen – (…) Dabei beziffert Martin die weiteren Entwicklungskosten als eher gering. (…) Am meisten Kapital werde gebraucht, um die für die Serienproduktion nötigen Teile einkaufen zu können.

Sandkastenspiele in Weiterstadt

Rektor Hagen Rothkirch bearbeitet einen Eichenstamm mit der Motorsäge. Die Stämme fassen seit Sonntag einen 100-Quadratmeter-Sandkasten im Hof der Weiterstädter Carl-Ulrich-Schule ein.

Echo online: Umfrage zeigt: „Sie wollen buddeln“ – Eigeninitiative – In Weiterstadt packen Kindern und Erwachsene gemeinsam an – Ergebnis: ein Riesen-Sandkasten.