Frühaufsteher am Ostbahnhof

Der Darmstädter Ostbahnhof morgens um halb sieben im Oktober.

Ich war ja am Freitag um 6.15 Uhr am Darmstädter Ostbahnhof, um zu gucken, wie das mit der Vollsperrung am Bahnhübergang läuft. Denn laut Stadt Darmstadt, die es wohl so von der DB AG bekommen hatte, war der ab 4 Uhr gesperrt.

Die Stadt Darmstadt informiert auf ihrer Website über Baustellen im Stadtgebiet.

Aber es fuhren fröhlich Autos über die Gleise, von einer Sperrung war nichts zu sehen. Bis ich das Schild fand: Ab 9 Uhr.

Tja, um 5 Uhr aufstehen war also für die Katz. Aber auch um 11.30 Uhr glaubten viele Autofahrer nicht, dass sie in eine Sackgasse fahren.

Echo online: Sperrung am Darmstädter Ostbahnhof überrascht Autofahrer

Die gekalkten Sandsteinlöwen vom Mathildenplatz

Der Löwenbrunnen auf dem Mathildenplatz hieß früher Luisenbrunnen. Er stand auf dem Luisenplatz, bis da der Lange Ludwig gebaut wurde.

Ein Bauzaun umschließt den Löwenbrunnen auf dem Mathildenplatz schon länger. Ich habe mal nachgefragt, warum die Sanierung nicht vorankommt. Es ist jedenfalls kompliziert.

Echo online: Löwenbrunnen muss weiter warten

Was wie abgeplatzt aussieht, ist eine Kalkschicht, die eigentlich auf dem Sandsteinlöwen nicht sein sollte.

Ausgezeichnet

Gleiserneuerung auf dem Luisenplatz am 18. Juni.


Das habe ich doch glatt einen Preis gewonnen mit diesem Foto. Die Heag Mobilo guckt jeden Monat nach Bildern, die einen Bezug zu ihren Bussen und Bahnen haben. Unter den eingereichten Bildern stimmen dann User über Facebook ab.
Und so ist dieses Foto im Juli für einen Monat in den Darmstädter Straßenbahnen zu sehen.

FAIR steht vor der Tür – Erste Rodungen im Dezember, Baustellenstraßen im Januar

Im Januar 2012 werden die Baustellenstraßen (rot) für den Bau des Beschleunigerzentrums für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen (FAIR, östlich von der GSI) angelegt.

Wixhausen und Arheilgen stehen vor einem Jahrhundertbau. Jetzt im Dezember beginnen die Vorbereitungen für den Bau des internationalen Beschleunigerzentrum für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen. Die Anlage für „Fair“ (Facility for Antiproton and Ion Research) entsteht östlich der GSI. Ab voraussichtlich 2018 forschen in dem eine Milliarde Euro-Projekt 3000 Menschen zu Fragen aus Teilchenphysik, Biologie, Medizin und Weltraumforschung.

„Anfang Dezember werden die Rodungen beginnen“, sagte am Mittwoch Johannes Christoph Kress von der Planungsgruppe Natur und Umwelt im Bürgermeister-Pohl-Haus. Andere Vorbereitungen wie Amphibienzäune aufstellen und 130 Fledermauskästen aufhängen seien schon erledigt. „In dem Waldbereich, der jetzt gerodet wird, wurden die Frösche eingefangen“, wies der Biologe die 80 Zuhörer hin. Die Tiere seien jetzt am Teich bei der Dianaburg.

Während der Bauarbeiten wird der Grundwasserspiegel abgesenkt werden, kündigte Kress an. Die Folgen im direkt benachbarten Forst werde man beobachten und dokumentieren. Da man das Wasser gleich wieder versickern lasse, rechne man nicht mit Bodensetzungen. „Bis hin zu Wixhausen haben sie überhaupt keine Änderung mehr“, sagte der Umweltplaner. Neben dem Grundwasserspiegel wird die Lärm- und Staubentwicklung laufend gemessen werden.

Insgesamt werden 4000 Festmeter Buchen-, Kiefer- und Eichenholz bei den Rodungen anfallen, die mit 40 Langholzlastern und 110 LKW für das kürzere Industrieholz und die Hackschnitzel abtransportiert werden. „Das wird über die Prinzenschneise und Messeler Park-Straße abgefahren“, sagte Kress. Die Baustellenstraßen sind bis dahin noch nicht fertig, diese Straßen werden ab Januar 2012 gebaut.

Anmerkung meinerseits: Eigentlich wollte ich hier ein Foto aus dem Pressematerial einbinden, um zu zeigen, wie Fair ausssehen wird. (Klick) Zwar ist das Foto Pressematerial, aber die Bedingungen „Wir weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass jedwede Veröffentlichung in firmenfremden Medien aller Art einer Genehmigung durch die FAIR GmbH bedarf“ ist mir dann ehrlich gesagt doch zu viel Kindergarten und Arbeit für einen Blogeintrag, den ich nicht bezahlt bekomme. (Wer das Bild missbrauchen will, wird nicht fragen oder lügen. Und wenn man wissen will, wer es nutzt, bittet man um E-Mail-Mitteilung.) Also verlinke ich lieber. Das darf man nämlich einfach so.

„Wir haben eine nördliche Einfahrt geplant“, zeigte Bausstellenlogistiker Horst Feick auf einen Feldweg an der B3 nördlich des Zeisswegs. Dort werde die Bundesstraße um eine Ampel und Abbiegespuren erweitert. Die Straße umgeht das Gewerbegebiet und stößt auf die Messeler Park-Straße, die von dort bis zur Baustelle inklusive der Prinzenschneise „robust“ ausgebaut wird. „Die Baufahrzeuge haben diese Baustraße zu nutzen und dürfen nicht durch die Gemeinde fahren“, sagte der Bauingenieur. Das werde auch vertraglich festgelegt. Am Grillplatz biegt die Baustraße nach Süden ab um dann im Westen vor der GSI die Baustellenzufahrt zu bilden. Die dann auch gesperrte Prinzenschneise wird zur Baustellenausfahrt. Beim Baustellenverkehr rechne man mit durchschnittlich 18 LKW pro Stunde, sagte Feick. In Spitzenzeiten werden rund 50 Fahrzeuge (inklusive PKW und Transporter) die Stunde fahren. Gesteuert werde der Ab- und Zuliefererverkehr durch die Bauleitung, sagte der Ingenieur. Die Zufahrtskontrollstelle im Süden diene zum einen der Sicherheit und zum anderen der Verkehrsregelung. Auch bei der Reifenwaschanlage an der Baustellenausfahrt könne man den Verkehrsfluss regeln. Arbeitszeiten werden zwischen 7 Uhr und 20 Uhr liegen, teilweise auch zwischen 6 Uhr und 22 Uhr.

Die Aushubarbeiten beginnen voraussichtlich im Oktober 2012. Insgesamt rechnen die Bauherren mit einer Million Kubikmeter Aushub (ein Einfamilienhaus hat zwischen 500 und 1000 Kubikmeter Aushub), der größtenteils wieder verbaut wird. Weiterhin werden 519.000 Kubikmeter Beton, 34.000 Tonnen Betonstahl und 500.000 Tonnen andere Baustoffe verbaut. Wo die 3000 neuen Mitarbeiter ab 2018 wohnen werden, ist noch offen. „Fair“ baut keine Wohnungen und wird auf die Infrastruktur in Darmstadt und Frankfurt zurückgreifen.


Ich wurde ja gefragt, warum in der Zeitung FAIR immer klein geschrieben werde. „Das ist eine aussprechbare Abkürzung“, erklärte ich und. Aber ESA werde wiederum in Versalien geschrieben, hieß es dann. „Das sind nur drei Buchstaben“, schob ich die Systematik nach, das schreibe man noch groß.