Nun gibt es drei Versionen, was Ende August 2018 in dem Einfamilienhaus in Mörlenbach passiert ist.
Echo online: „Ich forderte ihn auf, mich zu töten“
Echo online: Die Sache mit dem Kohlenmonoxid
Nun gibt es drei Versionen, was Ende August 2018 in dem Einfamilienhaus in Mörlenbach passiert ist.
Echo online: „Ich forderte ihn auf, mich zu töten“
Echo online: Die Sache mit dem Kohlenmonoxid
Der Prozess um einen Kindesmissbrauch, der 2005 und 2006 stattgefunden hatte, ist zuende. Der Angeklagte, ein ehemaliger Orchesterleiter, der einen Musikschüler aus Erbach missbraucht hatte, muss ins Gefängnis.
„Sie haben die Vorliebe für pubertierende Jungs zwischen zehn und 16 Jahren gehabt, und die haben sie ausgelebt“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung zum Angeklagten. „Das Kind ist gezielt an sexuelle Handlungen herangeführt worden.“ Der Angeklagte ist 34 Jahre älter als der Geschädigte.
Echo online, 24.4.2019: Ex-Orchesterleiter wegen Missbrauchs im Odenwald vor Gericht
Echo online, 30.4.2019: Tagebucheinträge offenbaren Missbrauch
Echo online, 1.5.2019: Orchesterleiter nach Kindesmissbrauch schuldig gesprochen
Im Kokainrausch tötete ein Mann seinen Bekannten. Das Landgericht Darmstadt ordnete die Unterbringung in der Psychiatrie an. Eine unglaublich Tat. Mit über 50 Messerstichen hatte ein kokainabhängiger und wohnsitzloser Italiener am 28. Juni 2018 in einer Offenbacher Wohnung einen 26 Jahre alten Landsmann getötet. Beide hatten Kokain konsumiert, hatten sich dann gestritten und der 34-Jährige war dabei total ausgerastet. Auch wenn er im Gericht sagte, dass er sich nur verteidigt habe.
Die rechtsmedizinische Gutachterin hatte beschrieben, dass man über 50 Stich- und Schnittverletzungen im Kopf, Rumpf, Armen und Beinen des Getöteten gezählt habe. In den rechten Oberarm sei so heftig gestochen worden, dass der Knochen eingekerbt gewesen sei, so die Ärztin.
Zudem war die Wohnung so verwüstet gewesen, dass die Polizisten die den Mann kurz nach der Tat festnahmen, den tödlich Verletzten erst dann unter Möbelstücken entdeckten. Den auffällig hohen Kokaingehalt (bzw. dessen Abbauprodukte) im Blut des Beschuldigten kommentierte der Vorsitzende Richter mit „Werte, die ich noch nie gehört hatte“.
FAZ (dpa): Mann muss nach tödlicher Messerattacke in Psychiatrie

Die Waage der Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum.
Echo online: Ex-Orchesterleiter wegen Missbrauchs im Odenwald vor Gericht
Auch Prozess um die in Mörlenbach getöteten Kinder gibt es unterschiedliche Zeugenaussagen zu einigen Abläufen. Die gehen von ‚beide sind rausgelaufen‘ über ‚die Frau bewegte sich nicht‘ bis ‚der Mann wurde aus dem Auto gehoben‘. Ich habe dazu mit der Psychologin Katrin Streich vom „Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement“ gesprochen.
Echo online: Unterschiedliche Zeugenaussagen
Ende Juni 2018 wurde die Polizei zu einem Streit in den Offenbacher Stadttteil Senefelder Quartier gerufen. Ein Mann mit einem Messer lässt sich festnehmen, dabei findet die Polizei in der verwüsteten Wohnung unter Möbelstücken das mit 30 Messerstichen schwer verletzte Opfer, welches vier Tage später verstirbt.
sueddeutsche.de (dpa): Tödliche Attacke in Offenbach – Prozessbeginn in Darmstadt

Im Darmstädter Landgericht wird zur Zeit der Mord an zwei Kindern in Mörlenbach verhandelt.
Echo online: Angeklagte Zahnärzte „juristisch und menschlich überfordert“
Echo online (26.3.2019): Bekenntnis im Gefängnis
Echo online (23.3.2019): Ehepaar von der Bergstraße tötete eigene Kinder
Echo online (22.3.2019): Mörlenbacher Mordprozess beginnt

Im Darmstädter Landgericht wird zur Zeit der Mord an zwei Kindern in Mörlenbach verhandelt.
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Muss man vors Amtsgericht, braucht man keinen Anwalt, man kann sich auch selbst verteidigen. Das spart natürlich Geld, aber ob das Nerven spart, weiß ich nicht. Anwältinnen und Anwälte sagen ja nicht nur das was man ihnen erzählt hat, sie kennen sich auch mit den Möglichkeiten zwischen Schuld- und Freispruch aus. Man kann zum Beispiel ein Verfahren gegen Geldauflage einstellen. Das ist zwar kein Freispruch, aber auch kein Schuldspruch. Außerdem wissen Anwältinnen und Anwälte, welche Fragen sie stellen müssen, um Sachverhalte herauszuarbeiten.
Gestern war ich im Amtsgericht. Angeklagt waren eine Frau und ein Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen. Ein Pitbull-Mischling, der seit zwei Wochen bei der Frau ihrer kleinen Tochter wohnte, hatte das zweijährige Mädchen schwer am Auge verletzt. Dem Mädchen geht es laut den Eltern wieder gut, die Verletzung sei abgeheilt und kaum noch sichtbar.
Echo online: Hund verletzt Kind: Eltern zu Geldstrafe auf Bewährung verurteilt
Jetzt standen die Eltern, die beide an dem Tag in der Wohnung waren, ohne Anwälte vor Gericht. Und ich habe das Gefühl, dass das mit Verteidger (wenigstens teilweise) anders gelaufen wäre. Beispielsweise hatte ein Polizeibeamter, der nach dem Rettungsdienst eintraf, sehr fest behauptet, dass die Verletzung ein Biss gewesen sei. Die Eltern sagten, dass der Hund das Kind mit einer Kralle verletzt habe. Ein Anwalt hätte hier wahrscheinlich die Expertise des Beamten abgefragt. Woher er denn wisse, dass das ein Biss sei? Ob er Erfahrung mit Hundebissen habe? Oder ob er einen Hund habe?
Auch in dem Moment als die Richterin überlegte, das Verfahren wegen Auflagen einzustellen, wäre ein Rechtsbeistand hilfreich gewesen, so aber konnte die Staatsanwaltschaft bei ihrer Linie bleiben. Die Angeklagten, so mein Eindruck, wussten ja gar nicht was in den zwei Sätzen erörtert worden war. Und spätestens nach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft zeigte sich für mich, dass ein Rechtsbeistand sinnvoll gewesen wäre. Denn der Oberstaatsanwalt forderte die Eltern zu verwarnen und eine Geldbuße zur Bewährung zu verhängen. „Ich habe nichts verstanden“, sagte in dem Moment die Angeklagte. Zwar wurde ihr das von der Richterin nach dem Urteil dann erklärt, aber irgendwie wirkte das auf mich seltsam.