Wicki Weißwie tief die Hölle ist

Bevor ich erzähle, wie tief es bis zur Unterwelt ist, hole ich aber etwas aus, denn bis zum Tartaros ist es eine lange Reise.

Die Unterwelt der griechischen Mythologie ist erstmal der Hades, und so heißt auch der Gott, der dort das Sagen hat. Der Fluss Styx trennt die Ober- von der Unterwelt, der Fährmann, der die Toten über den Fluss bringt ist Charon.

Andere Flüsse der Unterwelt heißen Kokytos („Fluss des Wehklagens“), Pyriphlegethon („feuerbrennend“) und Lethes („Fluss des Vergessens“) sowie der Acheron („Fluss des Stöhnens“), der den Acherusischen See bildet.

Unter dem Hades liegt dann noch der Tartaros, der Strafort der Unterwelt.Er liegt so irre tief, Weiterlesen

Wicki Weißwas: Deutsche Worte in anderen Sprachen

Klar, es gibt deutsche Worte in anderen Sprachen. „Kindergarten“ ist da der Klassiker, den es auch auf Englisch gibt. Nur bei uns heißt diese Einrichtung nun Kindertagesstätte (Kita). Ok, ok, da habe ich etwas übertrieben, es gibt viele Kindergärten, die genau deswegen so heißen, weil es ein historischer Begriff ist.

Aber es gibt viel mehr deutsche Worte in der Welt. Die „kahvipaussi“, ja die Kaffeepause, klingt und ist Finnisch. „le waldsterben“ oder „le kirsch“ (Kirschwasser) ist Französisch, wie auch „Zeitnot„, ein Begriff aus dem Schach. Den gibt es auch auf Russisch. Die Russen kennen auch „buterbrod“ und „fejerwerk“.

„fogsvans“ ist schwedisch für die Fuchsschwanz-Säge und „wallraffa“ bedeutet verdeckt recherchieren, wie eben Günter Wallraff. „bakfis“ ist Backfisch (heranwachsendes Mädchen) und „vekker“ ist Wecker auf Ungarisch.

Übrigens gibt es den „besserwisser(i)“ auch im Finnischen.

Wicki Weißwas zu Montesquieu

Heute starb 1755 die Gewaltenteilung, naja, der Mann der das Prinzip postulierte, dass Richter, Gesetzgeber und Regierung nicht ein und diesselben sein sollten. Das war der Baron de Montesquieu (1689-1755).

Montesquieus Buch zur Gewaltenteilung heißt Vom Geist der Gesetze.

In der Schule klang Gewaltenteilung immer kompliziert, weil man da gleich klugscheißend mit Fremdwörtern um sich werfen konnte und dann von Exekutive (Regierung, Verwaltung, Polizei, Armee), Judikative (Gerichte) und Legislative (Parlamente, die Gesetze beschließen) sprach.

Wicki Weißwas über Amerika und die Sprühdose

Amerika hat noch einen Präsidenten, der in der Reihe der US-Präsidenten nicht mitgezählt wird, weil er der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika (CSA nicht USA) war: Jefferson Davis, er wurde am 9. Februar 1861 gewählt.

Jefferson Davis‘ Tochter Varina „Winnie“ Davis war von 1876 bis 1881 Schülerin in Karlsruhe am „Institut Friedländer“.

Am 9. Februar 1926 war die Sprühdose fertig entwickelt. Der Norweger Erik Rotheim wollte damit seine Skier besser wachsen können.

Wicki Weißwas über die Balearen

Die Balearen haben fünf Inseln: Mallorca („die Größere“), Menorca („die Kleinere“), Ibiza, Formentera und Cabrera („Ziegeninsel“). Der Name der Inselgruppe kommt vom griechischen Wort für „werfen“, weil von den Insels Steine werfende Söldner (Baliarides) kamen.

Menorca war ab 1708 zeitweise britisch, zuletzt von 1798 bis 1802. Am 5. Februar 1782 waren mal wieder andere am Drücker: Eine spanisch-französische Flotte eroberte die Baleareninsel Menorca von den Briten. Menorcas Hauptort Maó liegt am zweitgrößten Naturhafen der Welt, der größte Naturhafen liegt übrigens in Sydney.

Die Bewohner Ibizas sprechen den katalanischen Dialekt Ibizenk.

Einen „König von Mallorca“ gab es tatsächlich. Zwischen 1276 und 1344 regierte dort ein Seitenzweig des aragónesischen Königshauses. Zum Königreich gehörte auch etwas von Nordkatalonien sowie Montpellier (heute in Frankreich).

Wicki Weißwas: Valéry Giscard d’Estaing

Der ehemalige französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing wurde am 2. Februar 1926 in Koblenz geboren. Sein Vater war damals bei der französischen Armee, die als Besatzungsarmee (nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg) im Rheinland stationiert war.

Valéry Giscard d’Estaing ist nicht in dem Sinne adelig Weiterlesen

Wicki Weiß was: Dürfen Kapitäne Paare trauen?

In Film und Fernsehen geht das immer, der Kapitän gibt den Standesbeamten und verheiratet ein Paar. Im wahren Leben geht das nicht – naja, doch, inzwischen schon, aber nicht auf dem Rheinausflugsdampfer.

In Deutschland dürfen nur Standesbeamte trauen. Auch ein Bürgermeister kann das nicht automatisch, auch wenn er der Chef der Standesbeamten ist, er braucht dazu eine Weiterbildung. Eine solche Weiterbildung für Kapitäne gibt es nicht mal eben, denn die müssten gleichzeitig auch Beamte sein.

Auch in anderen Ländern ist das nicht erlaubt, teilweise gibt es dafür sogar extra Gesetze.

zeit.de: „Stimmt’s ?“: Kapitäne dürfen auf hoher See Trauungen durchführen – Bei der U. S. Navy zum Beispiel heißt es eindeutig: „Der kommandierende Offizier darf an Bord seines Schiffes oder Flugzeuges keine Trauungszeremonie durchführen“ (Code of Federal Regulations, 32 CFR 700 716).

Aber es gibt nach deutschem Recht gültige trauende Kapitäne: Weiterlesen