Leichte Verschiebungen

So, liebe Leser, ich habe ab heute etwas ausgemistet. Die Pressemitteilungen (PM) finde ich ja ganz brauchbar, aber damit könnte man ja ein eigenen Blog füllen. Was ich von nunab bei der Außenstelle „Ludwigs Blick“ (http://ludwigsblick.wordpress.com) machen werde.

Damit verwässert „Verwickeltes“ nicht weiter, denn eine reine Pressemitteilungswiedergabe sollte das hier ja nicht werden, andererseits ist es schade, wenn so manche PM versandet. Ebenso werden bei „Ludwigs Blick nach DA und dort“ die Südhessenlinks erscheinen.

Ich hoffe mal, dass das Konzept trägt.

Nachtrag: Tat es nicht. Denn zum einen waren manche PMs einfach zu lang und andere mussten von mir erst umformatiert werden, weil sie z.B. PDFs waren. Oder die Rechtschreibung zu eigenwillig war indem manche Worte komplett in Versalien geschrieben waren. Das machte dann doch zuviel Arbeit

Bedürfnisse nach Freundschaft und Kommunikation werden global abgekocht

Ich finde ich Facebooks (und StudiVZ etc.) Ansatz menschliche Bedürfnisse nach Freundschaft und Kommunikation global abzukochen, um den großen Reibach zu machen, ziemlich unangenehm. (Xing ist nicht viel besser, da wird so getan, als ob jeder eine Chance hätte. Aber der Hase läuft doch eher über den Golfplatz als über so ein Karrierenetzwerk.) Eigentlich ist das ja ganz praktisch für Klassentreffen oder um gefunden zu werden, nur: Wer nach meinem Namen googelt, findet dieses Blog – und das ist schon eine ganze Menge.

Und dann sind bei Facebook alle „Freunde“. Weswegen ich mich nach kurzem Überlegen entschlossen hatte, alle „Freundschafts“angebote abzulehnen. Ich habe nämlich Freunde, Verwandte, Kollegen, Kontakte, Klassenkamerade, Studienkollegen sowie mehr oder weniger gute Bekannte – und bei jeder der Gruppen (das kommt noch dazu) lege ich auf einige darin mehr und auf andere weniger Wert. Das ändert sich auch noch im Laufe der Zeit. Ich will weder in irgendwelche Soziogramme und alles vernetzende Datenbanken, die ich nicht unter Kontrolle habe und die jederzeit Datenschutz- und Privatsphäre-Regeln ändern können, noch geht es andere was an, wen ich alles kenne. Wer was bei so sozialen Netzwerken alles sehen kann, finde ich ziemlich kryptisch und temporär. Und was habe ich davon bei Menschen auf Listen zu stehen, die ich regelmäßig sehe oder deren Blog ich lesen kann? Um mir bitte was genau zu beweisen?

Alles in einen „Freunde“-Topf werfen will, ich nicht. Und ich spiele auch nicht das Spiel „mein Haus, mein Auto mein Boot und meine Freundesliste“.

Nachtrag, 18.8.2023: Ja, was soll ich sagen? Irgenwann war ich dann doch „auf Facebook“ und bin es noch. Eben weil es ein weiterer Kommunikationskanal ist. Das mit den „Freunden“ ist natürlich noch immer so, aber wenn man es immer hört, stumpft man auch ab.

Willkommen, Bild.de-Leser!

Gerade stelle ich fest, dass die Zugriffe auf meine Gerichtsreportagen hochgehen. Klar, ich berichtete auch von Prozessen unter dem heute in der „Bild“ angeprangerten Vorsitzenden Richter am hiesigen Landgericht. Ich habe bei meinen Terminen den Richter jedenfalls als korrekten Vorsitzenden erlebt, und auch nicht den Eindruck gehabt, dass er „zu lasch“ (darum geht es doch, hm?) urteilt. Ich erinnere mich noch, wie er beispielweise einen mehrfach aufgefallenen Autodieb, Einbrecher, Räuber und Urkundenfälscher zu Sicherungsverwahrung verurteilte.

Ein letztes Katzenfoto

Ein Katzenkopf von der Seite

In ein richtiges Blog gehören ja angeblich Katzenfotos, mangels eigener Kätzchen komme ich eher selten dazu. Nur der Anlass heute ist nicht der schönste Moment dafür, da der Kater meiner Eltern, Jerry, gestorben ist. Der sehr streichelfreundliche, gerne auf dem Schoß liegende und zuletzt leider ziemlich ertaubte Jerry wurde 19 Jahre alt, hatte mich durch mein Hauptstudium begleitet und zum Auszug quasi gewunken. Wenn ich vorbeischaute, war der Kater immer gleich da, miaute und wollte gleich auf den Arm genommen werden. Als er dann taub war, hörte er einen nicht mehr kommen, maunzte aber immer, wenn er einen dann sah.

Meine Eltern entschlossen sich ihn einschläfern zu lassen, da er nach einem Schlaganfall nicht mehr aufstehen, fressen und trinken konnte.

Und wie es so ist, das Foto oben habe ich vergangene Woche gemacht und noch so gedacht, dass das hoffentlich nicht das letzte sein wird. Das war natürlich Zufall, denn die Katze war schließlich Jahrgang 1991, taub, verschlafener sowie grauer geworden – und in einem Auge zeichnete sich ein Star ab, da habe ich das wohl öfters gedacht, als ich mich jetzt erinnere.

Eine Katze von oben

Scheinkommentare

Kommentare wie diese:

Vielen Dank für die tollen Hinweise und Tipps. Echt schöner Beitrag! Zu dem Thema habe ich jetzt schon viele nützliche Anregungen gefunden.

oder

Find ich gut, dass das hier mal thematisiert wird. , an der Sache solltet Ihr dranbleiben. Ich glaube, dass ich vor einigen Tagen an anderer Stelle zum gleichen Thema etwas gesehen habe.

kann man sich hier gleich sparen, wenn der im Absender auf ein kommerzielles Angebot führt. Lasst es, oder richtet den Dienstleistern, die solche Scheinkommentare schreiben, aus, dass das das Geld nicht wert ist. Die Dinger landen bei mir gerade im Spam.

Kleiner Tipp: Sowas muss langhändig vorbereitet sein. Erstmal ein normales Wasauchimmer-Blog aufmachen, ein paar Katzenfotos und so posten, lange (drei oder vier Monate) viel, fleißig und intelligent (!) in der Welt rumkommentieren und dann klammheimlich die Site umwidmen oder eine Weiterleitung zum Webshop einrichten.

Vor zehn Jahren – bleibt alles anders

„Publish or perish“ hieß und heißt es so schön in den Naturwissenschaften. Ohne Publikation ist es mit der Karriere Essig. Im Oktober 1999 war es für mich endlich soweit – meine erste (wichtige) Publikation: Cathepsin D targeted by acid sphingomyelinase-derived ceramide.

Insgesamt habe ich in der Branche sieben „Paper“.

Eigentlich hat sich nicht viel geändert. „Publish or perish“ heißt es für mich immer noch.