Wie man Möchtegernsportler demotiviert

Im HR läuft die Reportage „Mit eisernem Willen zum Ironman„. Ein bisher eher unsportlicher Sportjournalist will den „Ironman Frankfurt“-Triathlon mitmachen. Dafür muss er natürlich erstmal trainieren.

Und so erfährt der Zuschauer, was man alles falsch machen kann, vom Rad über die bisherigen Laufschuhe bis hin zur Ernährung. Aber damit der Sportjournalist dass auch packt, hat er ein paar Experten an seiner Seite.

Und spätestens da bewirkt der Film meiner Meinung nach genau das Gegenteil von dem was gewollt ist. Denn die Experten sind welche, an die man als Normalo doch gar nicht rankommt: Franziska van Almsick (Schwimmerin), Kai Hundertmarck (Radprofi) und Lothar Leder (Triathlet). Der Schluss, den man zieht – auch wegen der High-Tech-Beratung in Sachen Schuhe und Fahrrad – ist doch, dass man es nur falsch machen kann, und ohne professionelle Hilfe es besser bleiben lässt. Mich motiviert sowas jedenfalls so gar nicht.

Keine Sommerzeit in Argentinien

Pia macht gerade auf eine sehr vernüftige Entscheidung der Argentinischen Regierung aufmerksam:

Government Aborts 2009–2010 Daylight Saving Schedule

Argentina’s federal government has confirmed that there would be no DST for the nation. The plan to move the clocks one hour forward at midnight (00:00) between Saturday, October 17, and Sunday, October 18, in 2009, is scrapped.

Unsere Sommerzeit endet übrigens am 25. Oktober, dem letzten Sonntag des Monats. Auch wenn die Einsparungen bei uns marginal bis gar nicht vorhanden sind, los werden wir die Sommerzeit nur, wenn die ganze EU mitmacht.

Da gibt’s was auf die Pfoten (Update)

Jetzt im Oktober, wenn es draußen kälter wird, mahnt ein größerer Kleiderhersteller wegen Katzenpfoten auf Lätzchen ab.

taz: Wenn die Wildnis abmahnt.
SpOn: Outdoor-Riese mahnt ohne Vorwarnung Hobby-Handarbeiter ab.

Einerseits kann ich die Rechsposition des Unternehmens verstehen, anderseits sind Wolfstatzen einige tausend Jahre älter als die Firma.

Nachtrag, 23.10.2009,

Netzeitung – Jack Wolfskin zieht die Tatze ein

– Das Unternehmen verzichtet auf rechtliche Schritte gegen die Webplattform und einige ihrer Nutzer und erlässt den Abgemahnten die Kosten.
„Der Werbeblogger“ meint: Jack Wolfskin hat soeben eine Pressemitteilung veröffentlicht (pdf), die zeigt, wie wenig das Unternehmen tatsächlich verstanden hat.

Loop 5 hat durchgezählt

Das neue Weiterstädter Einkaufszentrum „Loop 5“ hat seine Besucherzahlen vom Eröffnungswochende zusammengezählt und der Presse mittgeteilt.

Am Freitag, dem ersten Öffnungstag des „Loop 5“, haben sich bereits 71.328 und am Samstag 98.953 Besucher persönlich vom neuen Themencentre überzeugt.

Siehe auch: 8.10.2009 – „Loop 5″ öffnet Freitag in Weiterstadt

Sagte ich Herbst?

Nö, es ist September, also ganz klar Adventszeit. Zumindest wenn ich den Gebäckpaletten im Supermarkt sehe.

Dafür – aber nur dafür, jawohl – wäre Sauwetter anstelle 25 Grad Celsius ganz passend. Aber irgendwer wird es kaufen, die Läden werden sich den Stellplatz ja nicht zwei Monate mit unverkäuflichen Zeug vollstellen.

Himalayasalz?

Da hatte ich im Laden Bio-Salami-Aufschnitt in der Hand und begann mit Kaufüberlegungen. Die ich sofort beendete, als ich die Zutat „Himalayasalz“ las. Bio und Geschmack sind ja schon Glaubenssache, aber Himalayasalz ist es für mich erst recht.

Ärzteanzahl, Privatpatienten, Einkommen

Seit Jahren steigt die Anzahl der berufstätigen Ärzte in Deutschland an. 2008 zählte die Bundesärztekammer rund 319.700 Ärzte, 2004 waren es 306.400. Dennoch gibt es Landkreise, in denen Ärzte fehlen und entsprechend überversorgte Gebiete (tagesschau.de: „Nicht überall optimal verteilt„)

Wie viel Ärzte an der PKV und GKV verdienen (Einnahmestruktur) zeigt das Statistische Bundesamt: Auf alle Ärzte berechnet, kamen 2007 rund 26 Prozent der Einnahmen von der PKV. Bezogen beispielsweise Allgemeinärzte 16 Prozent ihrer Bezüge von der PKV, Kinderärzte 20 Prozent, Augenärzte 31 Prozent und Hautärzte 45 Prozent.

Privatpatienten bringen somit mehr ein, da etwas mehr als 10 Prozent der Versicherten in privaten Kassen sind. In der privaten Krankenversicherung sind laut PKV-Dachverband rund 8,6 Millionen Menschen voll krankenversichert, 70 Millionen sind laut GKV-Dachverband in einer der gesetzlichen Kassen.

Im Vergleich zu den durchschnittlichen Einkommen der GKV-Mitglieder – also der Versicherten – sind die zu versteuernden Einkommen der niedergelassenen Ärzte laut Barmer-Krankenkasse sechs- bis siebenmal höher.

Je Praxisinhaber lag nach Destatis.de der durchschnittliche Reinertrag 2007 mit 142.000 Euro um 12,7% über dem von 2003. Zwischen den Ärzten gibt es aber enorme Unterschiede. Radiologen erzielten im Durchschnitt 264.000 Euro Reinertrag, Allgemeinmediziner 116.000 Euro. Vom Reinertrag gehen aber noch Krankenversicherungskosten und Altersvorsorge ab, da Ärzte Freiberufler sind.

Nachtrag, 31.8.2009:

FAZ, Immer mehr Ärzte „verkaufen“ ihre Patienten – Immer mehr Ärzte bekommen von Krankenhäusern Prämien für die Einweisung von Patienten. […] Aus der Krankenversicherung wird berichtet, die Einweisung eines Patienten, der eine neue Hüfte bekommt, ließen sich Krankenhäuser bis zu 1000 Euro kosten. Einen Teil davon holten sie sich anschließend bei „ausgewählten“ Reha-Einrichtungen zurück. […] Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe sagt, Geld für eine Einweisung zu nehmen, sei „total verboten“. […] „Fangprämien“ verstießen nicht nur gegen die ärztliche Berufsordnung, mahnt der Vorsitzende der Kassenärzte, Andreas Köhler. Sie seien auch aus berufsethischer Sicht nicht zu tolerieren.

Kindesmisshandlung

Wenn ein Erwachsener ein wenige Wochen altes Baby schüttelt (und so möglicherweise irreparable Hirnschäden bis lebensgefährliche Verletzungen verursacht) wäre das so, als würde diesen Erwachsenen ein fünf Meter großer Riese schütteln.

Hinweise auf ein Schütteltrauma sind Hirnblutungen (unter der Hirnhaut) und Netzhauteinblutungen. Ein Schädelbruch verursacht hingegen Blutungen über der Hirnhaut.