Auch Witze kann man modernisieren

10 years ago we had Steve Jobs, Bob Hope and Johnny Cash – Now we have no Jobs, no Hope and no Cash.

Früher war der noch auf Deutschland bezogen:

We have: Bill Clinton, Stevie Wonder, Bob Hope, Johnny Cash Germany – We have: Helmut Kohl, No Wonder, No Hope, No Cash

Südhessen ist nicht Dortmund oder Unna

Nachdem nordrhein-westfälische Banken der Polizei teilweise Rechnungen schreiben (Der Westen: Polizei muss bei Banken in Dortmund und Unna für Fahndungsfotos zahlen), wenn diese Bankräuberfotos aus Überwachungskamers der Banken zur Verfügung stellen, habe ich beim Polizeipräsidium Südhessen mal nachgefragt, wie das denn hier ist.

Die Polizeipressestelle teilte mir mit, dass in diesen Fällen bislang noch niemals Kosten erhoben wurden.

Im Angesichts des Strudels – Vorlage für James Bond 1985

Im James Bond-Film „Im Angesichts des Todes“ sprengt Schurke Max Zorin ein Bergwerk, um über ein daraus folgendes Erdbeben bei der San Andreas-Verwerfung Silicon-Valley zu zerstören. Unter anderem lässt Zorin einen See in das Bergwerk laufen.

So etwas ähnliches ist tatsächlich passiert, zeigt ein „Eines Tages“-SpOn-Artikel über den Lake Peigneur. Nur wahrscheinlich ohne Schurken.

1980 bohrte eine Ölbohrinsel in einem See in Lousiana ein darunter liegendes Bergwerk an.

Verflixte Rechtschreibkorrektur

Straßennamen sind ja oft etwas eigen, und so kann die Rechtschreibkorrektur daraus schöne neue Namen machen.

Bei den Darmstädter Grünen wurde so vor einiger Zeit die „Lauteschlägerstraße“ im Briefkopf zu „Meteoriteneinschläge“. Und gerade eben scrollte bei mir die „Holzofenallee“ in einem Absender der Hochschule Darmstadt über den den Monitor. Gemeint ist natürlich die „Holzhofallee“.

Zufall

Ich gucke ab und an in diverse Blogsuchmaschinen rein, vielleicht ergibt sich dabei ja ein Thema. Neulich staunte ich aber. Ich stolperte so über ein Blog einer jungen Frau, die etwas über ein Einkaufszentrum schrieb. Und als ich zufällig am Samstag in dem Shoppingcenter war, sah ich die Frau auf der Rolltreppe. Naja, da sagt man natürlich nichts, weil das ja etwas schräg wäre. Oder wie würde man es finden, wenn einen jemand anhaut, der so alt wie der eigene Vater ist?

Marketing verspielt mal wieder Werte und Gefühle

Zur Zeit steht in der Stadt regemäßig ein Zeltling einer Hilforganisation. Die Mitarbeiter beuten meiner Meinung nach menschliche Werte auf neue Art und Weise aus. Die Mitarbeiter winken freundlich Passanten zu, oder begrüßen sie mit einem freudigen Hallo. Um dann dem, der stehenbleibt eine Mitgliedschaft aufzudrücken.

Eine ehemalige Schulsekretärin war promt darauf reingefallen, weil sie dachte, die junge Dame kenne sie von der Schule. Im ersten Moment denkt man ja so freundliche Gesten sind auch so gemeint – und man überlegt, wer das sein könnte. Tatsächlich aber geht es nur um mein bestes – mein Geld. Naja, Facebook-Freunde sind ja auch nicht unbedingt dass, was man unter Freunden versteht. Und Geschenke sind auch keine Geschenke mehr. Vielleicht gewöhne ich mich ja daran, so wie inzwischen ja klar ist, dass „kostenlos“ tatsächlich Probeabo, Flatrate oder Internetabzocke bedeutet.

Diese Akquise finde ich ja sowas von perfide, da mag das Projekt, dass dahinter steckt noch so wohlmeinend sein. Wenn man Agenturen engagiert, die solche Methoden anwenden, kann man bei mir nur verlieren. Wenn man so groß geworden ist, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, muss man sich meiner Meinung nach etwas bei seiner Organisation (im doppelten Sinne) überlegen oder mal feststellen: Mehr geht nicht.

Ausgleichender Fleiß

Schön, wenn man im Nachhinein auch mal Recht bekommt. An der Uni war mir immer aufgefallen, dass einige für geniale Wissenschaftler gehalten wurden, die tatsächlich aber „nur“ fleißig waren – ist ja auch hilfreich, aber eben nicht genial. Gibt ja auch in anderen Branchen die Sprüche von „10 Prozent Inspiration, 90 Prozent Transpiration“.

Im Rahmen der Sarrazin-Debatte sagt nun

die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern im FAZ-Interview: „Intelligenztests geben Auskunft über das geistige Potential einer Person, aber sie sind nur ein Baustein der menschlicher Kompetenz. Für die meisten Anforderungen auch im akademischen Bereich muss man kein Überflieger sein, und ein Weniger an Intelligenz kann durch ein Mehr an Fleiß ausgeglichen werden.“

Wie schön. Und es wird sich dennoch nichts ändern. Genau wie bei der Verwendung von „preiswert“ und „billig“.

Niederlande waren schon Weltmeister

Die Niederlande waren schon Fußballweltmeister, zum 49. Mal – in der „Unofficial Football World Champion“ (UFWC).

Zählfreudige Fußballfans haben alle Länderspiele seit dem ersten Länderspiel (England – Schottland) ausgewertet und so einen alternativen, inoffiziellen Weltmeister ermittelt. Jedesmal, wenn in einem Länderspiel der amtierende Weltmeister geschlagen wird, wechselt der Titel zum Sieger. 1872 war England Weltmeister (die erste Nationalmannschaft) und als Schottland (die zweite Nationalmannschaft der Welt) irgendwann mal siegte, wurde Schottland Weltmeister. Gewertet werden alle offiziellen Länderspiele, auch Freundschaftsspiele, die der amtierende Weltmeister spielt. Die Niederlande sind seit dem 19. November 2008 Weltmeister, da gewannen sie gegen den UFWC-Weltmeister Schweden.

Bis zum heutigen FIFA-WM-Finale hat die niedlerländische Nationalmannschaft kein Länderspiel verloren. Dieses Reglement führt aber auch dazu, dass beispielsweise Simbabwe oder Angola mal UFWC-Weltmeister waren. Klar, durch die Niederlage jetzt ist nun Spanien FIFA- und UFWC-Weltmeister.

(Und für mich zurecht, denn nach diesem Foul Nigel de Jongs, hatte ich für die Niederlande keine Sympathien mehr.)

25 Gramm Chips sind eine Portion

Das sind 25 Gramm Chips. So groß ist nach Meinung des Herstellers ungefähr eine Portion.

Ok, Chips sind luftig und cross, 25 Gramm haben schon Volumen, das ist ein Häufchen auf einer Untertasse. Das ist nun eine der Tabellen, die zur Zeit als Nährwertangabe auf einigen Lebensmitteln stehen. Diese Werte stehen auf einer 175 Gramm-Tüte Chips.

Diese Prozentzahlen beziehen sich aber – steht auch dabei, schon klar – auf die 25 Gramm-Portion. Teilen sich sieben Leute die Chipstüte gerecht, dann kommt das alles hin. Verputzt man die Tüte alleine, muss man schon nach einem Tellerchen aufhören. Nur wissen wir ja, dass das bei Chips nicht klappt.

Und schon sehen die entspannt wirkenden Werte anders aus: Da kommen schon 49 Prozent des Tagesbedarfs an Kalorien, 91 Prozent des Fetts und 35 Prozent der gesättigten Fettsäuren zusammen.

Natürlich ist nicht neu, dass Chips fettig sind und zuviele davon sofort durstig und auf Dauer dick machen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, durch das Einteilen in Portionen wird zu leicht etwas verschleiert. Weswegen mir ein Ampelsystem zur Nährwertekennzeichnung lieber ist. Wenn die Bezugsgröße 100 Gramm sind und nicht eine willkürlich kleine Portion. Wie beispielweise bei dieser Pizza. Das kommt mir so vor, als soll ich für dumm verkauft werden:

Da bezieht sich alles auf eine halbe Pizza. Hallo? Mit so einer Logik werden auch Äpfel ungesund, ich muss mich nur auf 10 kg beziehen. Was da dann an Zucker drin ist, hossa! Mengen, die aber einer ebenso wenig isst, wie er nach einer halben Pizza aufhört.