Gleisarbeiten in Bessungen und Eberstadt – Busse statt Bahnen

Da kauft die Heag klimatisierte Straßenbahnen und in der wärmsten Jahreszeit, werden diese dann nicht eingesetzt: Wie im vergangenen Jahr nutzt die Heag die verkehrsärmere Ferienzeit zur Gleissanierung in Eberstadt und Bessungen.

In der Heidelberger Landstraße werden vom 6. Juli bis Mitte August zwischen Büschel- und Seeheimer Straße auf einer Länge von rund 300 Metern die Gleise ausgetauscht, die Gleislage angepasst und die Fahrleitung erneuert. Parallel zu der Gleissanierung in Eberstadt wird in Bessungen das Gleis in der Heidelberger Straße zwischen Bessunger und Eschollbrücker Straße saniert

Straßensprerrung in Eberstadt
In Eberstadt wird die Heidelberger Landstraße für den Autoverkehr in dem Bauabschnitt ganz gesperrt sein. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es besser ist, in möglichst großen Abschnitten am Stück zu bauen – jede Nahtstelle ist ein potenzieller Schwachpunkt“, erklärt Heag Mobilo-Projektleiter André Dillmann. Zudem sind die Straßenverhältnisse sehr eng. „Ein schmaleres Baufeld würde die Logistik komplizierter machen und damit die Bauzeit noch verlängern“, so der Projektleiter.

Die Heidelberger Landstraße wird im Baustellenbereich für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Büschel-, Odenwald-, Schloss-, Seeheimer- und Heidelberger Landstraße werden zu Stichstraßen. Auch bei den Parkplätzen wird es Einschränkungen geben. Zusätzliche Halteverbote wird es für die Ersatzhaltestellen in der Seeheimer Straße (Abschnitt Frankenstein – Ringstraße) sowie punktuell auch in der Ringstraße, Im Hirtengrund und vor dem Kreuzungsbereich Mühltalstraße und in der Thomasstraße geben. Die Thomasstraße wird zudem Einbahnstraße (mit Fahrtrichtung Westen).
Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge bleiben jederzeit bestehen. Zu Fuß sind alle Gebäude stets erreichbar. Einzelandienungen, zum Beispiel für Lieferfahrzeuge, sind nach Absprache möglich. Ab dem 27. August kann der Autoverkehr wieder wie gewohnt fließen.

Busse statt Bahnen – Keine Fahrräder mitnehmen
Die Straßenbahnlinien 7 und 8 werden zwischen den Haltestellen „Luisenplatz“ und „Frankenstein“ auf Busse umgestellt und in einem Ringverkehr durch Eberstadt geführt. Dabei kommt es zu Fahrplan- und Taktänderungen. Die Straßenbahnlinien 1 und 6 werden eingestellt. Die Buslinien NE, NB und P verkehren regulär. Die Linie EB fährt weitestgehend wie gewohnt. Für die Linie 7 wird die Haltestelle „Wartehalle“ Richtung Luisenplatz nördlich der Thomasstraße verlegt. Aus Kapazitätsgründen können in den Ersatzbussen keine Fahrräder mitgenommen werden.

Linienänderungen zwischen 6. Juni und 15. August
Linie 1: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8. Zum Hauptbahnhof umsteigen an der Haltestelle „Rhein-/Neckarstraße“, verdichteter Takt zwischen „Rhein-/Neckarstraße“ und „Hauptbahnhof“.

Linie 5: Taktausdünnung – Montag bis Frreitag alle 15 Minuten.

Linie 6: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8.

Linien 7/8: Busersatzverkehr zwischen Luisenplatz und Frankenstein. Zwischen Hofgasse und Luisenplatz sowie zwischen Frankenstein und Am Hinkelstein verkehren wie gewohnt Straßenbahnen. Fahrgäste der Linien 7/8 müssen daher gegebenenfalls zweimal umsteigen. Das Umsteigen erfolgt an denselben Haltepositionen. Die Straßenbahnlinie 8 verkehrt im nördlichen Abschnitt Hofgasse – Luisenplatz -Rhein-/Neckarstraße – Hauptbahnhof.

Busersatzverkehr in Eberstadt – Keine Haltestelle „Kirche“ und „Modaubrücke“
Die Busse verkehren zwischen den Haltestellen „Wartehalle“ und „Frankenstein“ im Ringverkehr und halten Richtung Luisenplatz auf Höhe der Haltestellen „Schlossstraße“ und „Odenwaldstraße“. Richtung Frankenstein halten die Busse an den Haltestellen „Modaubrücke“, „Alte Post“ und „Walther-Rathenau-Straße“ der Linie P, weitere Haltestellen im Linienverlauf sind „Grenzallee“, „Klinikum“, „Friedhof“ und „Frankenstein“. Die Straßenbahnhaltestellen „Kirche“ und „Modaubrücke“ entfallen.
Die Umsteigemöglichkeit an der Eberstädter Wartehalle bleibt erhalten. In dem übrigen Streckenabschnitt halten die Busse meist am Fahrbahnrand.Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten kann es wegen der engen Straßen zu Verspätungen kommen.

Gleisschleifarbeiten Frankfurter Straße
Hinzu kommen noch von Dienstag (6.) bis einschließlich Freitag (9.) Gleisschleifarbeiten in der Frankfurter Straße zwischen den Haltestellen „Willy-Brandt-Platz“ und „Rhönring“. Diese Arbeiten sind nur in verkehrsärmeren Zeiten möglich und finden daher von zirka 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens statt.

RMV-Fahrplanauskunft und ihre Logik – 800 Meter laufen oder 30 Minuten warten

Der RMV-Online-Fahrplan hat eine seltsame Logik. Ich wollte am Sonntag um 10.15 Uhr in der Berliner Straße 1 in Weiterstadt sein. Einstieg sollte die Darmstädter Pallaswiesenstraße sein und als Ziel gab ich die Adresse an. Das System schlägt mir vor bis zur Sudetenstraße zu fahren und dann rund 800 Meter zu laufen. Naja. Zwei Haltestellen weiter ist die Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz in Weiterstadt (auch „Dalles“ genannt) von da aus sind sind es 500 Meter.

Pallaswiesenstraße – Sudetenstraße

Ich finde heraus, dass die Haltestelle an meinem Ziel „Heinrichstraße“ heißt. Also nochmal, Pallaswiesenstraße los, Ziel Heinrichstraße. Aha, ich muss am Wilhelm-Leuschner-Platz in Weiterstadt umsteigen, 28 Minuten warten und dann kommt der Bus in die Heinrichstraße. Was soll denn das? Vom Dalles sind es 500 Meter bis zur Berliner Straße 1 und das dauert keine halbe Stunde.

Pallaswiesenstraße – Heinrichstraße

Also tricksen: Abfahrt an der Haltestelle Windmühle (kreuzen ein paar Buslinien) in Darmstadt, Ziel Heinrichstraße. Aha, der Bus von dort fährt direkt zur Heinrichstraße. Allerdings muss ich von der Pallaswiesenstraße zur Windmühle 800 Meter laufen. Warum wird das nicht angeboten? Mich in Weiterstadt unsinnigerweise 800 Meter (es geht ja kürzer) laufen lassen, ist doch auch kein Problem?

Windmühle – Heinrichstraße

Mein Fazit: Unlogische Fahrplanauskünfte aber jedes Jahr die Fahrpreise erhöhen.

Nachtrag zum „Dalles“: Die Wikipedia schreibt von einem Ort in den USA, der The Dalles heißt und dass der Name vom französischen „la dalle“ kommt, was soviel viel Bodenplatte oder Steinplatte bedeutet. Französisch könnte auch nach Südhessen passen. War der Platz in einer Zeit in der das ungewöhnlich war – und Französisch „in“ – mit Platten gepflastert?

Ab 30. April: Schäden an Radwegen via Internet melden

Zu hohe Bordsteinkanten, fehlende Markierungen, verwirrende Schilder – solche und andere Schäden an Radwegen können Bürger im Rhein-Main-Gebiet künftig via Internet melden: Heute am 30. April wird die „Meldeplattform Radverkehr für die Region Frankfurt RheinMain“ online geschaltet. Und auch Darmstadt, Erzhausen und Weiterstadt sind bei den teilnehmenden 54 Städten und Gemeinden der Region Frankfurt Rhein-Main dabei.

http://www.meldeplattform-radverkehr.de

Bürger können ihre Beobachtungen dem System melden und mit eigenen Bildern illustrieren. Eine digitale Karte hilft bei der Lokalisierung. Das System informiert dann automatisch den Ansprechpartner der betreffenden Kommune. Zudem bietet das System den Kommunen die Möglichkeit, den Bürger für Rückfragen zu kontaktieren und über die Erledigung seines Hinweises zu benachrichtigen.

Das System wurde im Auftrag der Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (IVM) entwickelt. Projektpartner sind unter anderem das Land Hessen, der Allgemeine Deutscher Fahrrad Club-Hessen und das Radfahrbüro der Stadt Frankfurt. Für die technische Realisierung ist die Ingenieurgruppe IVV aus Aachen verantwortlich.

Von Dezember 2009 bis März 2010 wurde die Meldeplattform von acht Kommunen (Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Darmstadt, Mühlheim am Main, Neu-Isenburg, Hofheim am Taunus, Friedrichsdorf und Bad Homburg v. d. Höhe) getestet. Schon während des Probelaufs wurde sie mit dem deutschen Fahrradpreis – „Best for Bike 2010“ als fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres 2010 ausgezeichnet.

Projektleiter Jan Annendijck von der IVM GmbH sieht dadurch die positiven Erfahrungen des Testbetriebes bestätigt: „Inzwischen wurden in diesen acht Kommunen bereits die ersten Meldungen bearbeitet. Ein gutes Beispiel ist eine defekte Fahrradampel, die bereits einen Tag nach der Meldungseingabe repariert war.“

Die Meldeplattform ist ab sofort über den Hessischen Radroutenplaner (www.radroutenplaner.hessen.de) erreichbar. Kommunen der Region, die sich dem System noch anschließen wollen, können sich bei der IVM jederzeit anmelden.