Wicki Weißwas: Der bestechliche Papst

Deutschlandfunk Nova erinnert daran, wie Spanien und Portugal sich ihre Kolonialreiche zuteilten, bzw. zuteilen ließen. Papst Alexander VI. (1431-1503) begünstigt bei der ersten Aufteilung der Welt am 4. Mai 1493 die Spanier gegenüber den Portugiesen.

Moderator Markus Dichmann: Hat er das getan, weil er selbst Spanier war?
Historiker Volker Reinhardt: Nein, weil er bestechlich war. (…) Der Papst verlangt ganz konkret das Herzogtum Gandia für seinen eigenen Sohn.
(ungefähr ab 9 Minuten 25 Sekunden)

1494 wird dann der Vertrag von Tordesillas geschlossen, der ist dann doch günstiger für die Portugiesen.

Deutschlandfunk Nova: Der Vertrag von Tordesillas – Die Aufteilung der Welt

Wicki Weißwas über einen Papst, der lange der letzte war

Papst Hadrian VI. (*2. März 1459, †14. September 1523) war der letzte Papst aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Er war auch bis zur Wahl Johannes Pauls II. (im Jahr 1978) für lange Zeit der letzte nichtitalienische Papst.

Da Hadrian VI. aus Utrecht war, könnte man ihn auch als niederländischen Papst sehen. Aber die Niederlande gibt es als Staat erst seit ihrer Proklamation 1581. Und anerkannt wurden sie erst mit Ende des Dreißigjährigen Krieges.