Wieder einer, der sein Adressbuch versilbert

welt.de: Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank

Das ist der Mann, der mal gesagt hat: "Man soll nicht an Türen klopfen, hinter denen man selbst mal gesessen hat".

Ja, das was früher nur FDPler und CDUler hinbekommen haben, schaffen seit dem Ende der Regierung im Jahr 2005 Schröder auch die Genossen. Gerhard Schröder machte den prominenten Anfang. Brachte eine Pipeline auf den Weg und sitzt dann in einem Gremium der Firma, die sie baut. Auch andere wie Otto Schily, Wolfgang Clement, Reinhard Klimmt, Florian Gerster oder Alfred Tacke kamen unter. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Genossen sich eher freuen, dass einer der ihren das geschafft hat, als dass sie das kritisieren, dass da einer sein Adressbuch versilbert.

Gerhard Schröder, einer der Nägel im Sarg der SPD

Die SPD verliert ja schon seit Jahren Wähler. Inzwischen aus vielen Gründen, aber irgendwie können die Genossen nicht zugeben, womit ihre Probleme anfingen. Es begann meiner Meinung nach damit, dass die SPD nicht mehr als die Partei galt, die darauf aufpasst, dass die kleinen Leute nicht hintenrunterfallen. Und das kam von der Regierung Schröder. Die machte Sachen, die eine SPD-Opposition über den Bundesrat bis aufs Blut bekämpft hätte.

„Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen.“
Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung am 14. März 2003

Einer der Nägel im Sarg der SPD. Gefunden in der taz: Das Märchen von den teuren Alten