Das Fraunhofer LBF: Näher an die Grenzen ran, die die Physik einem setzt

Was dieses „Fraunhofer LBF“ macht hatte ich mich früher ja öfters gefragt, da LBF einem so wenig sagt. Und auch Betriebsfestigkeit klang nicht erhellender. Etwas besser wird es, wenn man weiß, dass LBF „Labor für Betriebsfestigkeit“ heißt und dass das mal der Name einer Einrichtung war, aus der das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in der Bartningstraße in Kranichstein hervorging. Und noch schöner ist es, wenn einem der Chef vorführt, wie man an die Grenzen, die die Physik einem immer setzt, näher rankommt.

Echo online: Tobias Melz führt das Fraunhofer LBF

Beispielsweise kann man Schwingungen (sind ja auch blöd bei Stativen, wenn die Kamera dann zittert) durch Gegenschwingungen ausgleichen und verschwinden lassen. Besonders interessant wird das natürlich bei teuren Geräten wie Autos und in der Raumfahrt. Wenn die Satelliten-Kühleinheit vibriert, sollte die Kamera nebendran trotzdem nicht mitschwingen.

(PM FRaunhofer LBF) Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft hat rückwirkend zum 1. Januar 2016 Prof. Dr.-Ing. Tobias Melz (47) mit der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF beauftragt. Mit Wirkung zum 18. Januar hat darüber hinaus die TU Darmstadt Professor Melz zum Leiter des assoziierten Fachgebietes für „Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik“ berufen.

Bereits seit Oktober 2013 hatte Melz das Fraunhofer LBF kommissarisch geleitet. Für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Zukunftsorientierung des Instituts in dieser Zeit steht beispielhaft die Eröffnung des „Zentrums für Systemzuverlässigkeit / Elektromobilität ZSZ-e“ im März 2015. Bereits seit 2001 ist Professor Melz am Fraunhofer LBF in verschiedenen verantwortlichen Positionen tätig. Vor seiner kommissarischen Institutsleitung war er zuletzt Bereichsleiter Adaptronik und stellvertretender Institutsleiter. Der promovierte Maschinenbauingenieur hat in dieser Zeit die außergewöhnlich dynamische Evolution des Instituts maßgeblich mitgestaltet und mit der Mechatronik / Adaptronik die Entwicklungskompetenz für sogenannte smarte Struktursysteme im Institut etabliert. Heute gilt das Fraunhofer LBF in diesem Bereich als international führend.

Institutsleiter Melz sieht das Fraunhofer LBF mit klarem Blick für den Markt aufgestellt und wissenschaftlich wie strategisch gut für die Zukunft gerüstet: „Als eines der traditionsreichsten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft schlägt das LBF eine starke Brücke zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung. Unsere Teams greifen zukunftsorientierte Forschungsthemen auf und entwickeln sie im Verbund mit den Kunden gezielt zu Produkt- und Prozessinnovationen weiter. Daraus entstehen Lösungen, durch die neue Trends mitgeprägt werden. Wir sind Experten für die Entwicklung zuverlässiger Struktursystemlösungen und decken dabei die Entwicklungskette vom Werkstoff bis zur systemtechnischen Lösung ab. Dabei arbeiten wir anwendungsfokussiert und sind eines derjenigen Fraunhofer-Institute mit einem besonders hohen Ertragsanteil aus direkten Kooperationen mit der Wirtschaft“, so Melz.

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen ist der neue Institutsleiter überzeugt: „Als starkes, interdisziplinär aufgestelltes Team werden wir diesen Herausforderungen schlagkräftig begegnen und mit unseren Partnern lernen und wachsen.“