SIM Schleswig-Holstein: Lebensland

Gestern entdeckte ich das Spiel Lebensland (https://www.soft-ware.net/lebensland). Ein Java-Spiel, das Politik in Schleswig-Holstein simuliert. Man kann Straßen- und Schienennetze ausbauen, Steuern einstellen, Schwerpunkte bei Gewerbe- und Wohngebieten setzen, Stromver- und Müllentsorgung regeln und wenn man mag Atomkraftwerke stilllegen.

Das Spiel ist ganz ordentlich gemacht, nur, dass man kaum aus der Staatsverschuldung rauskommt, da ja jede Maßnahme Geld kostet, man aber eigentlich keines hat. Es gibt wohl ganz gut die indirekten Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die Wirtschaft wieder.

Dennoch habe ich mal losregiert und auf alle gemeldeten Probleme der Gemeinden bei Müll, Verkehr und Verschuldung reagiert. Ergebnis: Nach ein paar Jahren waren die Wähler unzufrieden und ich wurde abgewählt. Was ich nämlich nicht in Griff bekam, war die Arbeitslosigkeit und das wirtschaftliche Klima. Das war immer schlecht. Aber wegen der Schulden konnte ich die Gewerbesteuer nicht senken. Aber irgendwann war es egal: Ich drückte die Gewerbesteuer in allen Gemeinden von ca. 15% auf 0%. Ab da war die Wirtschaft begeistert und auch die Arbeitslosenzahlen gingen runter. Leider fraßen die Infrastrukturmaßnahmen den Staatshaushalt auf. Windräder, Müllverbrennungen, intelligente Verkehrssysteme und Nahverkehrsinvestitionen ließen einen nicht von den Schulden runter kommen. Erhöhunges des Strompreises um einen Cent brachte die Wiederwahl in Gefahr.

Also habe ich beim dritten Regierungsversuch nichts gemacht, gar nichts, ausser die Gewerbesteuer landesweit auf Null zu senken und die Füße hochzulegen. Und siehe da, der Laden lief. Ich ignoriere die Alarmmeldungen der Berater und die Arbeitslosigkeit sank, die Wirtschaft brummte, die Umweltverschmutzung hielt sich im Rahmen, das Volk war zufrieden- und im Jahr Zweitausendpaarundzwanzig war sogar der Haushalt im Plus.

Leider führte dann die Erhöhung der Gewerbesteuern in einigen Gemeinden um 1% gleich wieder zu einer beleidigten Wirtschaft, so dass ich diese Maßnahmen gleich zurücknehmen musste. Auch die Strompreiserhöhung von 15 auf 16 Cent mochten die Wähler nicht. Also alles gelassen wie es war. Ich minimierte dann das Fenster, um was anderes zu machen. Im Jahr 2038 (Start war 2005) war ich dann abgewählt worden Naja, dafür, dass ich vorher über den Bildschirm hetzte, um Autobahnen auszubauen, Mautstellen zu errichten, Müllverbrennungsanlagen zu bauen etc. war es ein lockeres Regieren.So lange war ich vorher nie im Amt.

Fazit: Wenn man sich reinkniet und die Probleme anpackt verbraucht man nur Geld. Einfach die Gewerbesteuer auf Null und alles andere bloß nicht anfassen. Dann Füße hoch und 33 Jahre regieren. Alternative Energien, Atomkraftwerke abschalten und Müllrecycling oder gar Nachhaltigkeit? Alles überflüssiger Schnickschnack.

Wäre ja alles kein Problem, wenn das Spiel nicht vom Schlewig-Holsteinischen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft wäre und der Minister Klaus Müller nicht von Bündnis 90/Die Grünen wäre.

Die wichtigen Dinge im Leben

28.5.04 – Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie stimmten ihm zu. Der Prof. nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten. Der Prof nahm seinerseits eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus.

„Nun“, sagte der Prof, „ich möchte, dass ihr erkennt, dass dieses Glas wie euer Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Freunde, der Partner, die Familie, eure Gesundheit. Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – euer Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z. B. eure Arbeit, euer Haus oder euer Auto. Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn ihr den Sand zuerst in das Glas füllt, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in eurem Leben: Wenn ihr alle Energie für die kleinen Dinge aufwendet, habt ihr für die großen keine mehr. Achtet daher auf die wichtigen Dinge. Nehmt euch Zeit für Freunde und den Partner und achtet auf eure Gesundheit. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Partys, Internet usw. Achtet zuerst auf die großen Steine – die sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Nach dem Unterricht nahm einer der Studenten das Glas mit den großen Steinen, den Kieseln und dem Sand – bei dem mittlerweile sogar der Prof zustimmte, dass es voll war – und schüttete ein Glas Bier hinein. Das Bier füllte den noch verbliebenen Raum im Glas aus; dann war es wirklich voll. Die Moral von der Geschichte: Egal wie erfüllt euer Leben auch ist – es ist immer noch Platz für ein Bier…

Mal wieder „zurück zur Natur“

In seinem Buch „So managt die Natur“ entdeckt Matthias Nöllke „die Natur als Vorbild für Management und Karriere und stößt auf viele Spezies, deren Verhalten als Lehrmeister für den Menschen wie geschaffen erscheinen.“ So gefunden auf jungekarriere.com.

Da wird wieder versucht etwas durch „zurück zur Natur“ zu rechtfertigen. So niedlich (und für den Spezialfall richtig) die Beispiele auch sein werden, so sind sie doch willkürlich gewählt. Warum nicht die Geschlechterstrukturen von Bienen übernehmen? Ein fruchtbares Weibchen – die Königin – sterile Arbeiterinnen, Männchen werden nach der Begattung umgebracht. Ein sehr erfolgreiches Modell, funktioniert schließlich seit 1000en von Jahren. Überhaupt liefern Insektenstaaten interessante gesellschaftliche Alternativen.

Menschliches Verhalten mit Vergleichen aus dem Tierreich zu rechtfertigen ist immer willkürlich.

Fragen sie Dr. Tatjana

„Liebe Dr. Tatjana,mein Freund ist der hübscheste Bärenmaki, den ich je gesehen habe. Er riecht bezaubernd und hat die grazilsten Hände und Füße, die Sie sich vorstellen können. Nur eines befremdet mich an ihm: Können Sie mir erklären, warum sein Penis mit derart riesigen Stacheln besetzt ist?“

Solche Fragen beantwortet Dr. Olivia Judson alias „Dr. Tatjana“. Und man erkennt, dass man Vergleiche, die auf Analogien zwischen Mensch und Tier abzielen, mal besser bleiben lässt. Wer will sich schon zwei Wochen am Stück wie die Stabheuschrecken paaren?

Dr Tatiana’s Sex Advice to All Creation

Zitate

„Ich sehe der Debatte entgegen, wenn John Kerry, ein Held mit einer Brust voller Medaillen, neben George Bush steht, einem Mann, der sich von der Nationalgarde unerlaubt entfernt hatte.“
Terry McAuliffe, Vorsitzender der Demokraten

„Hussein war gefährlich, und ich werde ihn nicht an der Macht lassen und einem Irren vertrauen.“
George W. Bush in einem Interview im Februar 2004

„Nach dieser Doktrin dürfte sich als nächster wohl der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il auf einen Besuch amerikanischer GIs freuen.“
Schlussfolgerung des SPIEGELs nach dem obigen Präsidentenzitat.