Ischgl, Coronavirus und Prävention – „There is no Glory in Prevention“

Die Coronavirus-Katastrophe zeigt mir, dass man irgendwie Menschen, die kein sicheres Angestelltengehalt bekommen und auf – ich sag’ mal – Provisionen angewiesen sind, dafür belohnen müsste, dass sie die Bremse ziehen, wenn denen klar wird, dass was schief laufen wird, wenn sie weitermachen.

Ich denke da an Ischgl in Tirol, wo es wohl am 6. März Coronavirus-Warnungen gab (Unfortunately last night I found about the 10 confirmed Corona cases in Iceland).

Die dann aber anscheinend ignoriert wurden, vermutlich weil bei einem Saisongeschäft jeder Tag zählt. Und da viele Menschen mit exponentiellen Wachstum nicht klar kommen, kann man die Folgen nicht überblicken.

FAZ: Der Filz von Ischgl – Erst eine halbe Woche nachdem ein Barkeeper positiv auf Corona getestet worden war, wurde das Lokal geschlossen.

Nun hat aber ein Wirt nichts von, wenn er auf den Verdacht hin, das einer seiner Mitarbeiter eine Virenschleuder ist, seinen Laden schließt. Und der Kellner, der vermutlich auch die Trinkgelder hofft, verdient halt deutlich weniger, wenn er sich krank meldet. Und dann sind da noch die Touristen, die auf die offizielle Ansage bzw. Absage warten («Wir hatten bis Freitag gebucht und hätten ungern einen Teil des Geldes umsonst investiert.»)

Tja. Wer ab- oder „Nein“ sagt, hat nichts davon. Denn am Ende war dann nichts. Weil sich in der Folge nichts ausbreiten konnte. „There is no Glory in Prevention“ – kein Ruhm durch Vorsorge.