Wenn eine Frage einem zeigt, dass man ja gar nichts zu melden hat

Mal eben Aushilfen suchen

Ein DIN A4-Bogen an der Kasse: Eine große Buchhandlung in der Innenstadt sucht Aushilfen fürs Weihnachtsgeschäft. Die Interessenten sollen sich bei Frau A. bzw. bei Frau B. melden.

Gut, da ich als arbeitsloser Biologe wohl leider die Zeit habe, ich ISBN von ISDN unterscheiden kann und auch mal ein Buch in der Hand gehalten hatte, fragte ich nach. “Ja, wer sind sie denn und was sind Sie denn?” fragte die Kassiererin und holte eine Liste zum sich eintragen raus. Denn der Laden hatte inzwischen festgestellt, dass Frau A. nur halbtags da ist und Frau B. nicht alle paar Minuten für Möchtegernaushilfen ihre Arbeit unterbrechen kann.

Also Name, Adresse, Beruf und Alter angegeben. Dann kam der Klassiker: “Wir rufen sie dann an.” “Aha”, meinte ich “und bis wann?”

Schließlich möchte ich irgendwann ja auch wissen woran ich bin. Die Dame an der Kasse wurde ungehalten und wiederholte die Sätze, die sie bisher gesagt hatte. Denn eine Antwort darauf hatte sie von Frau A. und Frau B. nicht bekommen. Die Idee mit den Aushilfen für Weihnachten war ja schon klasse genug. Das reicht an Organisation für einen Tag.

Und zweitens wurde ihr mit meiner Frage klar, dass hinter der “Mini-Macht”, die sie mit Namensammeln zugeteilt bekommen hat, rein gar nichts steckt.