„Kein Produkt lässt sich leichter, zu nahezu Null Kosten unter die Leute bringen, wie Texte und Fotos.“

Richard Gutjahr macht sich so seine Gedanken zum Zeitungssterben und schägt besseres Micropayment vor:

“Die Menschen wollen im Internet alles kostenlos. – Ach ja? Allein Apple hat in den vergangenen 10 Jahren nicht nur einmal, sondern 7 mal bewiesen, dass User sehr wohl bereit sind, für digitale Inhalte im Netz gutes Geld zu bezahlen”

“(…) seit Einführung der Flatrate für Festnetz und für unterwegs, konsumiere ich mehr Zeitungs- und Zeitschriftenangebote als je zuvor. (…) Spontan-Abrufe, aufgrund von Empfehlungen (…) Schon oft hätte ich gerne ein paar Cent gezahlt, wohlgemerkt, nicht für ein ganzes Heft. Für einen speziellen Text. Singular.

“Ich höre schon die Kritiker rufen: Dann werden in Zukunft nur noch Inhalte angeboten, die sich gut verkaufen lassen. (“Graubrot”) fiele dann durch das Raster – Oh irony! Als ob das bei der gedruckten Zeitung jemals anders gewesen wäre.”

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Zukunft der Zeitung? Sechs Tage Pixel, ein Tag Print

Die Tageszeitung “Vlothoer Anzeiger” erscheint (in Ostwestfalen) ab sofort nur noch einmal wöchentlich und soll über Anzeigen finanziert werden. Die Woche über gibt es die Lokalnachrichten online.

newsroom.de: Tageszeitung wird zum Gratisblatt mit anspruchsvollem Internetauftritt

Drehscheibe: Interview mit dem Chefredakteur

Nachtrag, DWDL.de: Der seit 1906 bestehende "Vlothoer Anzeiger" ist Geschichte. Am Samstag, den 28. Juni 2014, ist die letzte Ausgabe des traditionsreichen Titels erschienen.

„Sie hätten gern Antworten auf Fragen, die Sie mir gar nie gestellt haben.“

Zwischen 2017 und 2040 verschwinden die gedruckten Zeitungen, heißt es. Zur Zeit sinken die Auflagen und die Einnahmen aus Anzeigen sind zurückgegangen. Blöd, weil über die Werbung ja ein großer Teil der Finanzierung läuft.

Aber offenbar wurschteln die Verlage alleine herum:

Echo Online: Lokaljournalistenforum – Experten diskutieren in Waiblingen über die Zukunft der Zeitungsindustrie – Im Zusammenhang mit den zunehmenden Problemen in der Zeitungsbranche stellte Wiebke Möhring von der Fachhochschule Hannover fest, dass keine Problemschilderungen an die Fachdisziplinen der deutschen Hochschulen herangetragen werden. Dies wiederum eröffne den Hochschulen auch gar keine Chance, an Problemlösungen mitzuwirken.