Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: Gesammelte Placeboeffekte

Placeboeffekte sind vielschichtig. Ein paar Beispiele: Depressive Patienten sprachen in Studien besser auf gelb gefärbte Tabletten an als auf grüne oder rote.

Eine Spritze wirkt besser als etwas zum Schlucken.

Purpur gefärbtes Vitamin B12 in einer Spritze wirkt angeblich so schmerzdämpfend wie Morphin, wenn man dran glaubt, dass in der Spritze mehr ist als Vitamin B12.

Auch Preise bestimmen die Wirksamkeit, je teurer desto besser. Und der Klassiker ist auch dabei: Was bitter schmeckt gilt auch als besser.

Placebos vom Chefarzt wirken eher als Placebos von der Krankenschwester.

Exakte Vorschriften, wie und wann man seine Tabletten einnehmen helfen ebenfalls, weil der Patient etwas zu seiner Genesung selbst beitragen kann.

Manchmal ist der weiße Arztmantel auch nur ein Kostüm, wie das Fell des Schamanen. Weiß hat aber auch praktische Vorteile bei der Hygiene – wenn man die Kittel auch wäscht.

Alleine die Hoffnung, dass es besser wird, löst im Körper biochemische Reaktionen aus, die Immunzellen stimulieren können oder wie (siehe oben) Morphine wirken können.

Siehe auch:
netdoktor.de: Farbe von Arzneien – Rot, weiß, blau
sueddeutsche.de: Medizin ist Show
SpOn: Gesund durch Zuversicht

Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: 500 Jahre Ghetto

Das Wort „Ghetto“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet eigentlich „Gießerei“. Das was wir heute darunter verstehen (ein Stadtteil in dem vorwiegend eine bestimmte (Rand)Gruppe lebt), entstand am 29. März 1516. Der Doge von Venedig verfügte an dem Tag, dass die Juden im unbeliebten Eisengießerviertel zu leben hätten. Spezielle Straßen („Judengasse“) oder Stadtteile für Menschen jüdischen Glaubens gab es allerdings schon vorher.

Deutschlandfunk: Die Spur führt in das Ghetto di Venezia.

Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: Der erste deutsche Flugplatz

Der erste deutsche Flugplatz als dem Jahr 1908 liegt in Darmstadt – auch wenn die Zufahrt über Griesheim ist. Die Darmstädter Gemarkung beult sich dort ziemlich weit nach Westen aus. Der Flugplatz ist nach seinem Gründer August Euler benannt.

Wegen diesem Flugplatz gibt es in Griesheim Weiterlesen

Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: Jungfrau Maria wird heute schwanger

Wenn Jesus am 25. Dezember geboren wird, was ist dann neun Monate vorher? Genau, die Mutter Maria wird schwanger. Durch Ansage, denn sie ist ja Jungfrau.

Der 25. März ist “Verkündigung des Herrn“. Der Engel Gabriel verkündet Maria die Empfängnis Jesu (Mariä Verkündigung).

Wenn der Tag auf die Osterfeiertage fällt, wird das Kirchenfest bei einigen Kirchen verschoben. Dieses Jahr ist “Verkündigung des Herrn” dann am 4. April.

Der 25. März galt in einigen Ländern und Staaten als Neujahrstag. In Deutschland beispielsweise bis ins 13. Jahrhundert und in England bis 1752.

Wicki Weißwas zu Z wie Zacharias

Um Buchstaben eindeutig zu buchstabieren, gibt es Buchstabieralphabete. A wie Anton, B wie Berta … Oder “Foxtrot Golf Sierra” (ein Zitat aus On Her Majesty’s Secret Service sind beispielsweise die Buchstaben FGS im Nato-Buchstabieralphabet.

Die deutsche Buchstabiertafel wurde 1934 geändert, weil Weiterlesen

Wicki Weißwas über Hessen-Darmstadt in Straßburg

Das historische Straßburger Rathaus heißt auch Hôtel de Hesse-Darmstadt.

Ursprünglich war der Bau das Stadtschloss des Grafen Johann Reinhard III. von Hanau-Lichtenberg, der allerdings starb bevor der Bau fertig war. Das Schloss erbte Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt. Aha.

Nach der französischen Revolution wurde es 1805 zum Straßburger Rathaus. Die Stadtverwaltung arbeitet aber seit 1976 in einem “Centre administratif de Strasbourg” am Parc de l’Étoile. Das historische Rathaus ist laut Badischer Zeitung sanierungsbedürftig: Inzwischen regnet es regelmäßig durch das Dach.

Wicki Weißwas über Künstlernamen der Renaissance

Künstlernamen sind nichts neues, die gab es schon in der Renaissance. Ein paar Beispiele:

Cimabue – Cenni di Pepo (*1240 †1302)
Giotto – Giotto di Bondone (*1266 †1337)
Donatello – Donato di Niccolò di Betto Bardi (*1386 †1466)
Masaccio – Tommaso di Ser Cassai (*1401 †1428)
Antonello da Messina – Antonio di Giovanni d’Antonio (*1429/1430 †1479)
Sandro Botticelli – Alessandro di Mariano Filipepi (*1445 †1510)
Hieronymus Bosch – Jheronimus van Aken (*1450 †1516)
Leonardo da Vinci – Leonardo di ser Piero (*1452 †1519)
Michelangelo – Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni (*1475 †1564)
Tizian – Tiziano Vecellio *1477-1490 †1576)
Giorgione – Giorgio da Castelfranco (*1478 †1510)
Raffael – Raffaello Sanzio da Urbino (*1483 †1520)
El Greco – Domínikos Theotokópoulos (*1541 †1614)
Caravaggio – Michelangelo Merisi da Caravaggio (*1571 †1610)

Neulich war das nämlich eine Runde im Pubquiz. Wir dachten ja erst an so Künster wie Issur Danielowitsch Demsky und waren kurz davor den Doppelte-Punkte-Joker drauf setzen. Zum Glück machten wir das nicht, denn es kamen eben viele italienische Renaissancekünstler.

Eine (lange) Bilanz für Grüne und CDU in Darmstadt, mit Blick in den Koalitionsvertrag von 2011

Diese Waage ist die erste Version eines Kunstwerks von Susanne Auslender im Orangeriepark. Allerdings wurde das Werk beschädigt und in neuer Form an der Stelle wieder aufgestellt.

Auf den letzten Drücker habe ich meine Bilanz für Grün-Schwarz in Darmstadt nochmal überarbeitet. Ich sehe es doch einiges anders als der Kollege meines Auftraggebers Echo, nutze aber auch mal den Vorteil des Internets: Man hat auch mal Platz (ja, das ist ein richtig langer Blogeintrag mit fast 10.000 Zeichen). Und mache was ganz gemeines: Ich gucke (im Text hier ganz unten) in den Koalitionsvertrag, also das was sich CDU und Grüne ganz freiwillig vorgenommen hatten. Aber so gemein ist die Idee gar nicht. Weiterlesen

Wicki Weißwas über die 72er-Regel

Dreisatz und Prozentrechnung ist ja nicht jedermanns Sache, und wenn es um Zinseszinsen geht (“das achte Weltwunder” wie der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup sagt) wird es nochmal komplizierter. Aber es gibt eine Faustformel, die bei Zinssätzen zwischen 2 und 10 Prozent ganz gut funktioniert: Die 72er-Regel.

Laut der Regel teilt man 72 durch den Zinssatz den man bekommt und das ist dann die Zeit in Jahren, bis sich das Kapital verdoppelt hat.

Ok, ist auch wieder ein Dreisatz am Ende, aber die Anwendung ist doch sehr praktisch, so dass man seine Abneigung überwinden könnte.