Lierhaus-Honorar wirft Schatten auf den Platz an der Sonne

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Abo-Kündigungen bei der ARD-Fernsehlotterie wegen 450.000 Euro für Monica Lierhaus.

Nun, wenn ein Investment die Relationen nicht wahrt … : ARD-Fernsehlotterie unterstützt Projekte mit durchschnittlich 229.500 Euro.

Nebenbei macht es es für mich nicht besser, wenn Frank Elstner für den gleichen Job sogar noch mehr bekommen haben soll (“laut Lierhaus-Management sogar "deutlich mehr"“). Das konterkariert meiner Meinung nach den sozialen Zweck. Solche Kurzauftritte sollten mit maximal einer Aufwandsentschädigung bezahlt werden.

ARD-Fernsehlotterie unterstützt Projekte mit durchschnittlich 229.500 Euro

Die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ ist eine der ältesten Soziallotterien Deutschlands. Die nach einer Hirnblutung vor zwei Jahren langsam wieder gesund werdende Monica Lierhaus wird nun Lotterie-Botschafterin und soll dafür laut Spiegel Online 450.000 Euro Jahreshonorar bekommen.

Die ARD-Fernsehlotterie, eine gemeinnützige GmbH, legt in einer Pressemitteilung Wert auf die Feststellung, dass Monica Lierhaus‘ Honorar nicht über Gebührengelder der ARD finanziert werde.

Christian Kipper, Geschäftsführer der ARD Fernsehlotterie, betont: „Wie in einem solchen Fall üblich, zahlen wir das Honorar für Monica Lierhaus als eigenständiges Unternehmen vollständig aus unserem Marketing- und Werbebudget.

Laut eigenen Angaben erspielte die Lotterie 2010 rund 66,6 Millionen Euro und unterstützte 294 gemeinnützige Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, für hilfebedürftige Mütter sowie für kranke und behinderte Menschen und Senioren. Die Projekte erhielten über die Fernsehlotterie Beträge von bis zu 500.000 Euro zur Teilfinanzierung ihrer jeweiligen Vorhaben.

Im arithmetischen Mittel bekam jedes Projekt 2010 ein wenig mehr als 226.000 Euro.

Insgesamt erzielte die ARD-Fernsehlotterie nach eigenen Angaben von 1956 bis Anfang 2011 einen karitativen Zweckertrag von rund 1,4 Milliarden Euro und konnte damit über 6100 Hilfsprojekte fördern.

Das waren im arithmetischen Mittel etwas mehr als 229.500 Euro pro Projekt.

An was ich noch denken muss: Überall ist inzwischen von Inklusion die Rede, vor allem, dass man in Schulen Kinder und Kinder mit Behinderung zusammen unterrichten soll. Stefan Niggemeier fasst es etwas harsch zusammen: „Als Behinderte darf Monica Lierhaus Fernsehbotschafterin für Behinderte werden. Das ist schön für sie. Und schrecklich typisch.“

Nachtrag: Der (gedruckte) Spiegel vermutet eine Inszenierung.